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Kommunikation in der Pandemie "Das Virus kennt keine Grenzen" – und 25 weitere Corona-Phrasen, die wir langsam auswendig können

RKI-Chef Lothar Wieler
Ein Bild des Jahres 2020: RKI-Chef Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz
© Michael Kappeler / POOL / AFP
Kanzlerin Merkel, Gesundheitsminister Spahn, Virologe Drosten oder RKI-Chef Wieler – sie alle meinen es nur gut, wenn sie uns unablässig auf die Gefahren von Covid-19 hinweisen. Und natürlich halten wir uns an ihre Vorgaben. Aber so ein bisschen klingeln uns nach neun Monaten schon die Ohren.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, lassen Sie uns mit einer älteren Phrase aus der Politik beginnen, damit bloß keine Missverständnisse aufkommen: Es ist selbstverständlich vollkommen alternativlos, dass wir die folgenden Phrasen beherzigen, dass wir sie bis ans Ende aller Corona-Tage im Gedächtnis behalten werden. Aber genau das ist das Problem: Nach neun Monaten in der Pandemie haben wir sie so häufig gehört, dass wir sie rückwärts im Schlaf aufsagen können. Wer sie immer noch nicht verinnerlicht hat, dem wird vermutlich auch nicht mehr zu helfen sein.

Und deshalb möchten wir auch ausdrücklich betonen, dass uns bewusst ist, dass die Kanzlerin, der Gesundheitsminister, die Virologen und alle anderen öffentlichen Personen, die uns durch diese Pandemie führen, es nur gut meinen, wenn sie uns unablässig auf die Gefahren von Covid-19 hinweisen. Und natürlich halten wir uns an ihre Vorgaben.

Corona und die Phrasen der Pandemie

Aber so ein bisschen klingeln uns nach neun Monaten schon die Ohren – weshalb wir, auch zu selbsttherapeutischen Zwecken, einmal all jene Corona-Phrasen gesammelt haben, die rein theoretisch nie wieder öffentlich erwähnt werden müssten, weil wir sie mindestens für den Rest der Pandemie, so lange sie auch noch dauern mag, nicht mehr vergessen werden.

Natürlich werden wir sie trotzdem auch weiterhin immer wieder hören. Und das ist auch in Ordnung, denn solange sie auch nur eine Infektion verhindern, bleiben die Phrasen ein wichtiges Instrument der Pandemie-Bekämpfung.

Aber ganz ehrlich: Nerven tun sie manchmal trotzdem.

Los geht's:

"Die Lage ist ernst."

"Die Lage ist sehr ernst."

"Die Lage bleibt ernst."

"Jede/r kann seinen Beitrag leisten."

"Wir stehen immer noch am Anfang der Pandemie."

"Wir müssen noch ein bisschen die Pobacken zusammenkneifen."

"Derzeit haben wir noch die Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen."

"Ein weiterer Lockdown wäre verheerend."

"Ein weiterer Lockdown würde das Aus für (...) bedeuten."

"Die Zahlen sind zu hoch."

"Die Zahlen sind viel zu hoch."

"Die Zahlen sind immer noch viel zu hoch."

"Die Zahlen werden weiter steigen."

"Das Virus kennt keine Grenzen."

"Das Virus kennt keine Feiertage."

"Vor dem Virus sind alle gleich."

"Wichtig ist, dass die Menschen sich an die Maßnahmen halten."

"Wir sind nicht machtlos."

"Wir sind vorsichtig optimistisch."

"Wir sind noch nicht über den Berg."

"Die Maske ist ein Instrument der Freiheit."

"Es ist fünf vor zwölf."

"Es ist kurz vor zwölf."

"Die Coronakrise ist kein Sprint, sie ist ein Marathon."

"Wir werden noch lange mit dem Virus leben müssen."

"Es wird auch eine Zeit nach Corona geben."

Keine Frage: Letztere können wir kaum erwarten. Damit die einzige Corona-Phrase, die im allgemeinen Sprachgebrauch verbleiben wird, eines schönen Tages lauten möge: Damals, in Zeiten von Corona ...

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

tim

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