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Ex-Kanzler Schröder: Memoiren schaden seinem Image

Den gewünschten Effekt hat PR-Profi Gerhard Schröder mit seinen Memoiren offenbar verfehlt: Eine vom stern in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass sich das öffentliche Bild vom Altkanzler eher verschlechtert hat.

Von Matthias Weber

Das Ansehen von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist nach Veröffentlichung seiner Memoiren in der Bevölkerung eher schlechter als besser geworden.

In einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern erklärten 18 Prozent der Befragten, ihr Bild von Schröder habe sich durch seine vorige Woche erschienene Biografie eher verschlechtert. Nur 4 Prozent meinen, das Schröder-Bild sei dadurch eher besser geworden. Für 56 Prozent ist das Ansehen gleich geblieben. 22 Prozent erklärten, sie würden den Inhalt der Memoiren nicht kennen oder antworteten mit "weiß nicht".

Im Vergleich zur amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt der Ex-Kanzler noch immer als führungsstärker, entscheidungsfreudiger, humorvoller und moderner. Führungsstärke etwa billigten 71 Prozent der Befragten Schröder zu, nur 43 Prozent Merkel. Lediglich bei dem Kriterium "sachlich" schneidet die Kanzlerin deutlich besser ab als ihr Vorgänger (79 zu 55). Bei der Einschätzung von Kompetenz und Sympathie liegen beide nahezu gleichauf. Für "gut aussehend" halten 44 Prozent der Bürger Schröder, 16 Prozent Merkel.

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