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Angst vor Hogesa-Kundgebung: "Ein schwerer Tag für Köln und die Polizei"

Am Sonntag soll in Köln die Hogesa-Kundgebung stattfinden, und der Kölner Polizeipräsident befürchtet gewalttätige Auseinandersetzungen. Die Veranstalter rechnen mit 23.000 Teilnehmern.

Im vergangenen Jahr gab es bei der Hogesa-Demonstration in Köln hässliche Szenen

Schon im vergangenen Jahr eskalierte die Hogesa-Demonstration in Köln

Der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers befürchtet Ausschreitungen bei der für Sonntag angemeldeten Kundgebung von Hooligans und Rechtsextremen. "Sonntag wird ein sehr schwerer Tag für Köln und die Polizei", sagte Albers am Freitag. "Gewalttätige Auseinandersetzungen kann ich nicht ausschließen."

Vor einem Jahr hatte es in Köln bei einer Demonstration der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" ("Hogesa") Straßenschlachten und Krawalle gegeben. Dabei waren rund 50 Polizisten verletzt worden. Anders als im vergangenen Jahr dürfen sich die Teilnehmer der "Hogesa"-Kundgebung diesmal nicht in der Innenstadt versammeln.

Insgesamt sieben Versammlungen

Laut Einsatzleiter Michael Temme sind insgesamt sieben Versammlungen geplant. Die Anmelder rechnen mit bis zu 23.000 Teilnehmern - darunter Rechtsextremisten und gewaltsuchende Teilnehmer, die Albers zufolge "fremdenfeindliche Propaganda" verbreiten wollen. Mehr als 3500 Polizisten sollen im Einsatz sein sowie mehrere Wasserwerfer und ein Polizeihubschrauber.

Die Stadt München hat derweil eine am 9. November geplante Demonstration der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung verboten. Das Kreisverwaltungsreferat begründete das für das gesamte Stadtgebiet geltende Verbot mit der symbolträchtigen Bedeutung des Datums. Die zeitliche Verlegung um einen Tag sei geboten, um in Erinnerung an die Pogromnacht 1938 die Würde der Opfer zu schützen, erklärte Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle. Zugleich untersagte die Behörde, dass die Pegida-Anhänger an "historisch belasteten Orten" wie der Feldherrenhalle aufmarschieren.

car/DPA
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