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OECD-Studie Deutschland steht enormer Arbeitskräfte-Verlust bevor


Das Potenzial an Arbeitskräften in Deutschland wird in den kommenden zehn Jahren so stark schrumpfen wie in keinem anderen Industrieland. Dies gehe aus Berechnungen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Deutschland könnte einem Medienbericht zufolge ohne Zuwanderung in den kommenden zehn Jahren mehr Arbeitskräfte verlieren als jedes andere Industrieland. Im Jahr 2020 würden 75 Prozent mehr Arbeitskräfte in Rente gehen, als junge Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt kämen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Demnach ist unter den 28 untersuchten Ländern nur in Polen der Mangel an Nachwuchs ähnlich hoch. Lediglich Irland erreiche ein Plus an Arbeitskräften.

OECD-Migrationsfachmann Thomas Liebig sagte der Zeitung, nur ein Teil der entstehenden Lücke könne mittelfristig durch eine weitere Mobilisierung des inländischen Erwerbspersonenpotentials geschlossen werden, etwa durch die Beschäftigung Arbeitsloser oder durch längere Arbeitszeiten. Arbeitsmigration könne deshalb ein ergänzendes Mittel sein, um die drohenden Engpässe abzumildern. Nötig seien aber gute Integrationsergebnisse der schon in Deutschland lebenden Migranten sowie eine gesteuerte Arbeitsmigration, die den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts Rechnung trage, sagte Liebig.

APN/AFP

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