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HoGeSa: Innenminister fordert Sondereinheit gegen Hooligans

In der Debatte über die Konsequenzen der eskalierten Hooligan-Demonstration in Köln hat der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) vom Bund die Einrichtung einer Task Force gefordert.

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius fordert eine Sondereinheit gegen deutsche Hooligans

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius fordert eine Sondereinheit gegen deutsche Hooligans

In der Debatte über die Konsequenzen der eskalierten Hooligan-Demonstration in Köln hat der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) vom Bund die Einrichtung einer Task Force gefordert. Eine solche Einheit müsse beim Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum von Bund und Ländern angesiedelt sein und die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" bekämpfen, sagte Pistorius. Die "Auswüchse der Gewalt" in Köln und der Grad der Organisation der Gruppe müssten "uns alle alarmieren", sagte er.

Er selbst habe in Niedersachsen eine Arbeitsgruppe aus Verfassungsschutz und Polizei eingerichtet, um ein "landesweites Lagebild zu erstellen", sagte Pistorius der "Rheinischen Post". Die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" vernetze sich bundesweit und sehr effizient. Daher müssten die Fäden letztlich beim Gemeinsamen Abwehrzentrum zusammenlaufen.

Am vergangenen Wochenende hatten tausende Hooligans in Köln randaliert und dabei 49 Polizisten verletzt. Sie hatten ihren Aufmarsch unter das Motto "Hooligans gegen Salafisten" gestellt, auch Rechtsextremisten waren dabei präsent. Die Ereignisse lösten Befürchtungen vor einem wachsenden Einfluss rechtsextremer, ausländerfeindlicher Kräfte auf die gewaltbereite Hooligan-Szene aus.

AFP / AFP
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