Die Bundesregierung hat nach 17 Jahren ein aktualisiertes Gedenkstättenkonzept für die Erinnerung an die NS-Terrorherrschaft und die DDR-Diktatur verabschiedet. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch eine entsprechende Vorlage von Kultur-Staatsminister Wolfram Weimer (parteilos). Er betonte, Gedenkstätten und Erinnerungsorte seien "zentrale Pfeiler unseres demokratischen Selbstverständnisses". Deutschland trage "eine dauerhafte Verantwortung, die staatlich begangenen Verbrechen des 20. Jahrhunderts aufzuarbeiten und der Opfer zu gedenken".
Der in Berlin aufgewachsene und eng mit der Hauptstadt verbundene Holocaustüberlebende Walter Frankenstein ist im Alter von 100 Jahren gestorben. "Mit ihm hat uns ein weiterer wichtiger Zeitzeuge verlassen, der aus eigenem Erleben von der Verfolgung von Jüdinnen und Juden und der Shoa berichten konnte", erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Dienstag. Es sei "nun an uns, sein Vermächtnis zu wahren und für Demokratie, Freiheit und Frieden einzustehen".
Der Messer-Angriff am Holocaust-Mahnmal in Berlin hat einen mutmaßlich antisemitischen Hintergrund: Der Tatverdächtige aus Syrien habe den Plan gehabt, "Juden zu töten", teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Samstag mit. Der Tatverdächtige ist demnach ein 19-jähriger Flüchtling aus Syrien, der in Leipzig wohnt. Sein Opfer, ein 30-jähriger spanischer Tourist, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.
Das "Zentrum für politische Schönheit" ist ins Visier der Staatsanwaltschaft Gera geraten. Die Anklage-Behörde ermittelt gegen die Kunst-Aktivisten wegen "Bildung einer kriminellen Vereinigung". Die Aktivisten sehen darin einen Angriff auf die Freiheit der Kunst.
Ihre Klassenkameraden machten antisemitische Witze, Emilia S. fand das jedoch gar nicht lustig. Sie zeigte einen Mitschüler wegen Volksverhetzung an. Der Einsatz der 15-Jährigen wurde nun mit dem Preis für Zivilcourage belohnt.