Strahlenschutz

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Auf einer weißen Schachtel mit dünnem grünen Rand liegt ein Blister mit sechs Jodtabletten

Atom-Angst Sorge wegen Tihange wächst: Deshalb sind Jod-Tabletten bei Strahlung lebenswichtig

Jod gibt es in einer gesunden - etwa im Speisesalz - und in einer radioaktiven Form. Bei einem Atom-Unfall kann radioaktives Jod aus dem betroffenen Reaktor austreten. Alles Jod im Körper wandert in die Schilddrüse. Radioaktives Jod würde dort rund 120 Tage strahlen und die Schilddrüse schädigen. Das kann zu Krebs führen. Sind die Speicher der Schilddrüse mit nicht-strahlendem Jod gefüllt, scheidet der Körper das radioaktive Jod aus. Diese "Jod-Blockade" ist deshalb bei Atomunfällen entscheidend. Die Jod-Tabletten für Katastrophenfälle enthalten etwa die 1000-fache Menge Jod. Sie sollte nicht mit Jod-Tabletten für Schilddrüsen-Kranke verwechselt werden. Besonders wichtig ist der Schutz für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder. Bei ihnen ist die Schilddrüse besonders empfindlich und die steuert das Wachstum. Jod-Tabletten müssen kurz vor oder kurz nach dem Einatmen des radioaktiven Jods eingenommen werden. Nur dann schützen sie optimal.


Ausführliche Informationen zu Jod-Tabletten und ihrer Einnahme bei einem Atom-Unfall finden Sie unter www.jodblockade.de, einer Informationsseite des Bundesumweltministeriums.
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Radioaktive Strahlung Wo Sie sich testen lassen können

Die Reaktorkatastrophe in Japan verunsichert viele Menschen in Deutschland. Japanreisende, die auf Nummer sicher gehen wollen, können sich bei 26 "behördlich bestimmten" Messstellen in Deutschland auf Radioaktivität untersuchen lassen.
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Atommüll-Lager "Unzumutbare Zustände in Asse"

Der strahlende Müll hinterlässt seine Spuren: Erneut ist radioaktive Salzlösung im Atomlager Asse gefunden worden. Eine Gefahr für Anwohner soll nicht bestanden haben. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz spricht jedoch von unzumutbaren Zuständen in Asse.
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Atommülllager Asse "Eines der größten Umweltprobleme"

Deutliche Worte des Bundesamtes für Strahlenschutz: Der Präsident der Behörde, Wolfram König, hat besorgte Bürger in Niedersachsen über die aktuelle Lage im Atommüllager Asse informiert. Dabei nannte König das ehemalige Bergwerk "ein schwer einsturzgefährdetes Haus".