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Atom-Angst Sorge wegen Tihange wächst: Deshalb sind Jod-Tabletten bei Strahlung lebenswichtig

Jod gibt es in einer gesunden - etwa im Speisesalz - und in einer radioaktiven Form. Bei einem Atom-Unfall kann radioaktives Jod aus dem betroffenen Reaktor austreten. Alles Jod im Körper wandert in die Schilddrüse. Radioaktives Jod würde dort rund 120 Tage strahlen und die Schilddrüse schädigen. Das kann zu Krebs führen. Sind die Speicher der Schilddrüse mit nicht-strahlendem Jod gefüllt, scheidet der Körper das radioaktive Jod aus. Diese "Jod-Blockade" ist deshalb bei Atomunfällen entscheidend. Die Jod-Tabletten für Katastrophenfälle enthalten etwa die 1000-fache Menge Jod. Sie sollte nicht mit Jod-Tabletten für Schilddrüsen-Kranke verwechselt werden. Besonders wichtig ist der Schutz für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder. Bei ihnen ist die Schilddrüse besonders empfindlich und die steuert das Wachstum. Jod-Tabletten müssen kurz vor oder kurz nach dem Einatmen des radioaktiven Jods eingenommen werden. Nur dann schützen sie optimal.


Ausführliche Informationen zu Jod-Tabletten und ihrer Einnahme bei einem Atom-Unfall finden Sie unter www.jodblockade.de, einer Informationsseite des Bundesumweltministeriums.
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In der Umgebung des belgischen Reaktors Tihange wächst die Angst vor einem Atom-Unfall. Die Bevölkerung versorgt sich mit Jod-Tabletten. Denn für die Gesundheit sind sie bei Radioakrtivität sehr wichtig.

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