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Zusatzbeiträge: DAK-Chef Rebscher wehrt sich gegen Vorwürfe aus der Politik

Der Vorstandschef der DAK, Herbert Rebscher, rechnet mit der Erhebung von Zusatzbeiträgen durch alle gesetzlichen Krankenkassen. "Weil es diese Unterfinanzierung im Gesundheitsfonds gibt, werden bis zum Jahresende alle Kassen einen Zusatzbeitrag beschließen müssen", sagte Rebscher der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag.

Der Vorstandschef der DAK, Herbert Rebscher, rechnet mit der Erhebung von Zusatzbeiträgen durch alle gesetzlichen Krankenkassen. "Weil es diese Unterfinanzierung im Gesundheitsfonds gibt, werden bis zum Jahresende alle Kassen einen Zusatzbeitrag beschließen müssen", sagte Rebscher der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag.

Zugleich verteidigte er den von der DAK bereits beschlossenen Schritt gegen Vorwürfe von Politikern: "Es ist schon befremdlich, wenn Politiker, die die Gesundheitsreform selbst beschlossen haben, jetzt die Kassen dafür kritisieren." Schuld an der schwierigen Finanzlage der Kassen sei die Finanzlücke des Gesundheitsfonds.

Rebscher forderte Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) auf, den deutschen Pharmamarkt neu zu ordnen und die Kostensteigerung vor allem bei den Arzneimitteln zu stoppen. "Wir brauchen eine Kosten-Nutzen-Bewertung bei der Einführung neuer Medikamente", sagte der DAK-Chef. Er regte außerdem Preisobergrenzen für Arzneimittel an.

Die DAK und sieben weitere Kassen hatten Zusatzbeiträge von zumeist acht Euro angekündigt, die die Versicherten zusätzlich zu ihrem Beitrag zahlen müssen. Die Krankenkassen können die Zusatzbeiträge erheben, wenn sie mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen. Der Zusatzbeitrag soll am 15. März erstmals fällig werden und jeweils für den Vormonat erhoben werden.

AFP / AFP