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Hans-Ulrich Jörges' Klartext Trumps Weg in den Krieg

Scheiternde Staatenlenker neigen zum Krieg, um von ihren innenpolitischen Problemen abzulenken. Das ist nicht nur bei amerikanischen Präsidenten so: Der Franzose Sarkozy war ganz wild darauf Libyen zu bombardieren und sein Nachfolger Hollande schickte Truppen nach Mali. Beide waren auf dem absteigenden Ast. Auch Donald Trumps Leistungsbilanz ist erbärmlich. Seine Einreisesperren für Muslime wurden von der Justiz aufgehoben, sein Feldzug gegen Obamas Gesundheitsreform scheiterte im Kongress und sein rechtslastiger Berater Stephen Bannon flog gerade aus dem nationalen Sicherheitsrat - und, und, und. Also stürzt sich Trump auf außenpolitische Krisen. Dem atomar aufrüstenden Nordkorea drohte er an, wenn sich China nicht darum kümmere, werde er das tun. Und dem syrischen Diktator Assad hielt er entgegen, dessen jüngster Giftgasangriff gegen Zivilisten habe rote Linien überschritten. Beides hörte sich militärisch an und beides extrem riskant. Denn ein sogenannter Enthauptungsschlag
gegen Nordkorea würde Amerika in Konflikt mit China bringen und ein Schlag gegen Assad mit Russland. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich hier wieder um die übliche Großmäuligkeit Trumps handelt, aber es könnte auch Trumps Weg in den Krieg sein.
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Scheiternde Staatenlenker neigen zum Krieg, um von ihren innenpolitischen Problemen abzulenken. Das zeigt die Geschichte. Donald Trumps jüngste Äußerungen zu Syrien und Nordkora klingen militärisch - und extrem riskant.

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