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"Queen Mary 2" in Hamburg: "QM 2" von Zehntausenden begeistert empfangen

Das weltweit größte und teuerste Passagierschiff "Queen Mary 2" ist in Hamburg eingetroffen. Zahlreiche Schaulustige beobachteten am Elbufer die Fahrt des mächtigen Atlantik-Liners den Fluss hinauf in das Hafengebiet.

Zehntausende Zuschauer haben am Montagmorgen dem weltweit größten und teuersten Passagierschiff "Queen Mary 2" in Hamburg einen begeisterten Empfang bereitet. Der 345 Meter lange Ozeanriese war von bis zu 300 Booten begleitet langsam im Morgendunst die Elbe hinaufgefahren. Von den Decks des Schiffes aus verfolgten zahlreiche Passagiere die Flussfahrt vorbei an Blankenese und den Industrieanlagen der Hansestadt.

Unzählige Frühaufsteher beobachten auf Uferwegen, in Terrassenlokalen und von Anleger-Pontons aus den 870 Millionen Euro teuren Atlantik-Liner, der dann pünktlich um 7.30 am Grasbrook- Terminal im Hafen festmachte. "Für so was steht man gern früh auf", meinte die 75-jährige Ingrid Quade, die die "Queen Mary 2" von einem Park im Stadtteil Altona hoch über dem Elbufer bewunderte. Britta Emmer sagte: "Das ist gigantisch. Ich hab ’ne richtige Gänsehaut." Die 58-Jährige, die selbst ein Jahr zur See gefahren ist, hatte es sich mit Kaffee und Fischbrötchen im Fischereihafen gemütlich gemacht. "Mir kamen fast die Tränen vor Begeisterung", sagte der Hamburger Sebastian Degardin.

24 Stunden in Hamburg

Von den Decks der "Queen Mary 2" aus verfolgten zahlreiche Passagiere die Flusspassage vorbei an Blankenese und den Industrieanlagen der Hansestadt. Pünktlich um 7.30 Uhr machte das vom Kiel bis zum Schornstein 74 Meter hohe Schiff mit schwarzem Rumpf und weißen Aufbauten am Grasbrook-Terminal in der Hafencity fest. Nach Polizeiangaben hatten sich auch dort bereits mehrere tausend Schaulustige eingefunden. Unmittelbar nach dem Festmachen verließen die ersten Passagiere den Ozeanriesen, um sich in Hamburg umzusehen oder mit einem der bereitgestellten Busse einen Tagesausflug zum Beispiel nach Berlin zu unternehmen. Am Dienstagmorgen sticht die "Queen Mary 2" mit Ziel Southampton wieder in See.

Straßen in der HafenCity gesperrt

Der Ozeanriese soll von einem großen Polizeiaufgebot vor möglichen Terroranschlägen geschützt werden. Besichtigt werden kann das rund 870 Millionen Euro teure Flaggschiff der britischen Cunard-Reederei deshalb nicht. Schaulustige dürfen nur bis zum äußersten Zaun. "Straßen zum Terminal sind abgesperrt", sagte Giselher Schultz-Berndt, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH. Den besten Blick haben Fußgänger vom Dahlmannkai aus.

Kleinstadt auf dem Wasser

Die Ausmaße der "Queen Mary 2" sind gigantisch. Mit 345 Metern Länge und 72 Metern Höhe sei sie nur noch mit Containerschiffen zu vergleichen, erklärte Schultz-Berndt. Das am 8. Januar dieses Jahres von Queen Elizabeth II. getaufte Transatlantik-Linienpassagierschiff beherbergt an Bord unter anderem ein Planetarium und die größte "schwimmende Bibliothek" der Welt. Anders als Kreuzfahrtschiffe muss die "QM 2" wegen des chronisch schlechten Wetters im Nordatlantik sturmfester ausgerüstet sein.

Der rund 780 Millionen Dollar teure Luxus-Liner, der zurzeit ausgebucht ist, bietet Platz für 2.620 Passagiere und 1.254 Crew-Mitglieder. Rund 900 Passagiere werden nach Schätzungen der Cunard-Line am Montag die Gelegenheit nutzen und für einen Tag nach Berlin fahren.Bereits am Dienstagmorgen wird die "Queen" Hamburg wieder verlassen. Die Hansestadt ist neben Rotterdam der einzige Hafen des europäischen Festlands, der in diesem Jahr von dem britischen Schiff angelaufen wird.

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