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Vermietung: Airbnb – so viel Geld kann man mit Ferienwohnungen verdienen

Auf Airbnb bringt eine Wohnung viel höhere Einnahmen als mit einer regulären Vermietung. Wenn die Lage stimmt, erzielt ein Appartement ein zweites Gehalt - und das im Schlaf.

In einer angesagten Gegend wie Notting Hill ist die Vermietung kein Problem.

In einer angesagten Gegend wie Notting Hill ist die Vermietung kein Problem.

Getty Images

Airbnb spaltet die Gesellschaft. Die einen sehen eine neue Art des Reisens – die anderen die Vernichtung von Wohnraum, der de facto in Ferienappartements umgewidmet wird. Die britische "Daily Mail" hat Superhost nach ihren Einkünften gefragt – und die sind erstaunlich. Mit Airbnb macht man weit mehr Gewinn als mit der regulären Vermietung.

Airbnb krempelte den Markt um

2008 wurde Airbnb gegründet und hat inzwischen den Immobilienmarkt in allen angesagten Locations durchdrungen. Wenn kommunale Bestimmungen die Ferien-Vermietung nicht verbieten, ist sie ein lukratives Geschäft. Sodass immer mehr Menschen Immobilien nur zu dem Zweck kaufen und renovieren, um sie auf der Plattform anzubieten. Ein "Schaden" für den Mietmarkt ist das nicht immer. Bei den Beispielen der Zeitung aus London werden die Wohnungen den Wohnungssuchenden entzogen. Bei renovierten Ställen, Hochsitzen und Zirkuswagen auf dem Land ist das sicher nicht der Fall.

Das höchste Einkommen aus einer Wohnung, nämlich 25.000 bis 30.000 Pfund im Jahr, erzielt die ehemalige BBC Moderatorin Sally Jones mit ihrem Zwei-Zimmer-Appartement in Notting Hill. Sie kaufte die Immobilien im absoluten In-Viertel im Jahr 2013, nachdem sie ihr Wohnhaus im benachbarten North Kensington verkauft hatte, und aus London fortziehen wollte. Jones dachte, dass Immobilien die attraktivere Geldanlage sind. "Mieteinnahmen sind besser als eine Rente, da die Immobilie selbst an Wert gewinnen kann, sodass man einen doppelten Effekt bekommt, wenn man die Wohnung verkauft."

30.000 Pfund aus einem Appartement

Jones vermietet die Wohnung an Urlauber aber auch an Personen, die länger als ein paar Wochen in London bleiben. Ohne jede Arbeit, denn um die Gäste und die Reinigung der Wohnung kümmert sich ein Unternehmen. "Nachdem alle Kosten abgezogen sind, verdiene ich wahrscheinlich etwa 25.000 bis 30.000 Pfund pro Jahr damit", sagte sie der Zeitung.

Ihr Rat: "Fotos sind alles!" Sie knipste die Wohnung nicht selbst, sondern beauftragte einen Profi damit. "Wirklich gute Fotos sind entscheidend, da sie das erste sind, was jemand sieht, wenn er durch viele verschiedene Immobilien in der Gegend stöbert, und sie helfen wirklich, Gäste anzuziehen."

Business-Modell

Lucy Griffiths aus Camden, London, vermietet gleich vier Immobilien auf Airbnb und erzielt damit ein sechsstelliges Einkommen, näher wollte sie sich nicht festlegen. Auf die Idee ist sie nach der Geburt ihres Kindes gekommen. Im Mutterschaftsurlaub wollte sie nicht untätig sein. Fast aus Zufall hat sie ein heruntergekommenes Objekt mitten in der Nacht ersteigert. Sie daddelte auf dem Handy herum, um wach zu bleiben, als sie gerade ihr Kind stillte, und schlug spontan zu. Das Haus sei ein "Wrack" gewesen, sagt sie, doch inzwischen besitzt sie vier Objekte.

"Ich liebe es, die Häuser zu renovieren und den Innenarchitekten zu spielen." Auf Verwaltung und Putzen hat sie inzwischen keine Lust mehr, diese Aufgaben sind delegiert. Griffith freut sich, dass sich ihre Selbstständigkeit gut mit dem Familienleben kombinieren lässt. Und sie ihr Leben nicht im Büro und in Meetings "vertrödeln" muss. Der Aufbau der Firma sei nicht einfach gewesen, aber sie liebe das Gefühl, dass sie das Geld irgendwie "im Schlaf" verdiene, gestand sie. Der Nachteil: Manchmal fühle es sich an, als ob man rund um die Uhr auf Abruf stehe.

Idylle verkauft sich

Die Autorin Penny Alexander und Ehemann Rik zogen aus London weg, um im idyllischen Peak Distrikt ein heruntergekommenes Bed and Breakfast zu übernehmen. Für die Vermietung renovierten sie die Scheune und einen Oldtimer-Wohnwagen, der auf dem Gelände vor sich hin rostete. "Alle sagten uns, wir sollten den Anhänger verschrotten, aber nachdem wir das Innere herausgerissen hatten, entdeckten wir, dass die Struktur unglaublich solide war." Schnell wurde das Ensemble ein Erfolg Airbnb. "Wir hatten keine Ahnung, was auf uns zukommen würde, aber wir machen nun rund 30.000 Pfund pro Jahr."

In diesem Winter vermieten sie nicht, um eine weitere Wohnung in der Scheune auszubauen. Trotz Hilfen aus dem Dorf arbeitet Penny Alexander noch selbst in der Vermietung. Sie sagt: "Was ist nicht so gut? Das Waschen und Reinigen!" Ein Problem sei auch, dass man rund um die Uhr erreichbar sein müsse.

Baumhaus aus antiken Dielen

Eine Nummer kleiner hat es der Bauer Mark Nieman angegangen. Er benutzte Dielen und Bretter aus einem alten Cottage, um ein Baumhaus zu bauen. Die Kosten waren minimal. Das Material hatte er aus einer Renovierung übrigbehalten, die meisten Arbeiten erledigte er selbst. "Ich habe das Baumhaus jetzt seit zwei Jahren in Betrieb. Es liegt etwa sieben Meter hoch und steht zwischen drei robusten Eichen."

Die Gäste sind begeistert vom Wohnzimmer, in dessen Mitte der Baumstamm in die Höhe wächst. Nieman verwendete nur recycelte Materialien, weil sie billiger waren und malerisch und charmant aussahen. Nach Abzug aller Kosten bleiben ihm etwa 10.000 Pfund im Jahr. Sein nächstes Projekt: Der antike Getreidespeicher wird ausgebaut. Natürlich auch mit alten Brettern.

Quelle: Daily Mail


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