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Wohnmobil-Sharing: Yescapa – auf dem Airbnb für Wohmobile kann man von privat die coolsten Camper mieten

Yescapa ist das Airbnb für Camper und Wohnmobile. Auf dem Portal kann ganz leicht in vielen Ländern ein Camper gebucht werden. Neben den Standardmodellen gibt es viele liebevolle Individualfahrzeuge: vom kleinen Bulli, bis zum Allrad-Giganten.

Wer solche individuell ausgebauten Wohnmobile sucht, wird bei Yescapa fündig.

Wer solche individuell ausgebauten Wohnmobile sucht, wird bei Yescapa fündig.

Getty Images

Camping ist in – und zwar durch alle Altersklassen. Die Großeltern-Generation fährt mit Dickschiffen von Hymer in die Ferien. Jüngere Gutverdiener sind mit einem kompakten Camper unterwegs. Und ganz viele reisen mit einem älteren Surfmobil oder gar mit einem zum Camper umgebauten Defender durchs Land.

Ein Träumchen! Wenn das Geld nicht wäre. Ein neues oder auch nur ein neueres Fahrzeug ist leider teuer. Unter 40.000 Euro geht auch bei einem Camper auf Basis eines VW oder eines Fiat Ducatos nichts. Ein Großwohnmobil kann sich ganz schnell auf die 100.000-Euro-Grenze zubewegen. Oldtimer sind günstiger, haben Charme – aber leider auch ihre Alterswehwehchen. Wer so einen Oldie fahren möchte, muss selbst zum Schraubenschlüssel greifen. Außerdem: Meist wird das Sehnsuchtsmobil nur einige Wochen im Jahr bewegt. Sonst steht der Wagen rum und rostet vor sich hin.

Eine Lösung für Wohnmobilbesitzer und Wohnmobilsucher bietet seit 2012 das Portal Yescapa. Das Prinzip lässt sich leicht erklären: Es ist eine Art Airbnb für Wohnmobile. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die stolzen Besitzer eines Fahrzeugs können die Kosten mit der Privat-Vermietung drücken. Suchende können sich ein Wohnmobil mieten und müssen keines kaufen.

Aufbau von Yescapa wirkt vertraut

Die Plattform funktioniert genauso wie man es von Angeboten, wie Airbnb gewohnt ist. Man gibt eine Region ein und bekommt eine Übersicht der Angebote dort. Es gibt zwar nicht so viele Wohnmobile wie Wohnungen in einer Stadt wie Berlin – aber das Angebot ist doch großzügig. Zumal ein Fahrzeug "mobil" ist und der Standort nur den Übergabepunkt festlegt. Man kann ein Wohnmobil auch bei professionellen Anbietern mieten – die sind allerdings meist merklich teurer. Das Privat-Sharing hat zudem weitere Vorteile. Ein Wohnmobil vom Profi-Vermieter besitzt stets den Charme einer Musterwohnung – die Modelle auf Yescapa sind dagegen auch individuell und häufig sehr liebevoll ausgestattet. Während man beim Profi nur eine Standardausstattung mit dem Nötigsten erwarten darf, sind viele Sharing-Camper sehr umfassend ausgestattet.

Wohnmobil-Sharing: Diese individuellen Camper können Sie bei Yescapa mieten
Campingbus von Antonio 


Zwei Beispiele in zwei unterschiedlichen Fahrzeugklassen

Vor allem aber gibt es Fahrzeuge, die woanders überhaupt nicht zu bekommen sind. Der Hamburger Ulf hat sein Wohnmobil in Südspanien stehen. Das ist kein Standardcamper, sondern ein Allrad-Expeditionsmobil von MAN – abgelastet auf die magischen 7,5 Tonnen. Ein Traum, wenn auch nicht für jedermann. Um den hochbeinigen Allradler durch die Wüste zu bewegen sollte man Offroad- und Truckerfahrung besitzen. Der MAN kostet ab 125 Euro am Tag – für ein Fahrzeug dieser Klasse ist das ein sehr faires Angebot. Inklusive Reinigung und Service kostet der Bulle dann 5000 Euro im Monat. Das hört sich für den Laien nach viel Geld an. Wenn man allerdings mit dem MAN vier Wochen durch Nordafrika reist, sind diese Fahrzeugkosten vergleichsweise minimal.

Das zweite Beispielfahrzeug ist deutlich kleiner: Pedros alter Campingbus steht in Lissabon und bietet eine Übernachtungsmöglichkeit für zwei Surfer. Er ist pink gestrichen und kostet nur 55 Euro pro Tag. Individuell ausgebaute Fahrzeuge besitzen einen ganz besonderen Reiz. Viele sind davon fasziniert, andere wünschen lieber etwas Bewährtes, so wie es die Hersteller anbieten. Auf Yescapa muss niemand ein exotisches Modell wählen, die bekannten Alkovenmodelle auf Fiat-Basis sind ebenfalls vertreten. Unsere Fotostrecke zeigt Ihnen eine Auswahl individuell ausgebauter Fahrzeuge.

"Aktuell haben wir in Frankreich und Spanien die meisten Fahrzeuge", sagte Levin Klocker, auf Yescapa für den deutschen Markt zuständig, zum stern. Generell gäbe es auch in Deutschland einen Trend zum eigenen Camper. Seit 2013 hat sich die Zahl der jährlichen Neuzulassungen von Reisemobilen fast verdoppelt. Erfreulicher Effekt für Yescapa: Obwohl das Jahr 2019 gerade begonnen hat und wir uns, was Campen angeht, noch in der Nebensaison befinden, konnte das Portal bereits den bisherigen Rekordmonat Juli 2018 übertreffen.

Fliegen und dann Campen

Der Vorteil an dem Portal: Man kann auch für eine Woche weit entfernt Wohnmobil-Urlaub machen. Wer mit dem eigenen Fahrzeug von Berlin startet, muss einen langen Urlaub planen, damit sich die Anreise von Deutschland nach Sizilien, Portugal oder Sardinien auch lohnt. Der aktuelle Reisetrend gehe klar in die Richtung, an eine südeuropäische Destination zu fliegen – etwa Lissabon oder Malaga – und dort direkt vor Ort den Campingbus oder das Wohnmobil zu mieten, so Klocker.

Über Yescapa kann man nach einem Angebot mit der passenden Ausstattung suchen, sodass man nicht allzu viel Hausrat mit dem Flieger transportieren muss.

Knapp über die Hälfte aller deutschen Reisenden buchen einen Camper in Portugal und Spanien. Danach kommen die Destinationen Deutschland und Frankreich, gefolgt von Italien und Großbritannien. Auch die balearischen und kanarischen Inseln werden stark nachgefragt.

In anderen Regionen wie etwa Skandinavien ist das Angebot sehr viel geringer. "Momentan haben wir in manchen Ländern noch keine Partnerversicherung" so Klocker, daher sei das Angebot dort geringer. Langfristig sei aber eine Ausdehnung in weitere Länder Europas geplant.

Neben einem Sharing-Giganten wie Airbnb ist Yescapa natürlich ein Zwerg. Doch in der Hauptsaison 2018 wurden jeden Tag immerhin rund 100 Reisen über Yescapa gebucht. Es gibt auf Yescapa übrigens kein einheitliches Preisniveau. Die Preise unterscheiden sich nicht nur nach Fahrzeugklassen, sondern auch nach Region und Jahreszeit. Unser Eindruck: Alles in allem reicht die Preisspanne von "fair" bis "sehr günstig" – überteuerte Angebote sind uns nicht aufgefallen.

Hilfe bei Unfall oder Panne

Im Vergleich zum Mieten ganz von privat bietet die Plattform Vorteile, die vor allem im Bereich Verlässlichkeit und Versicherungsschutz liegen. "Wir versuchen, möglichen Problemen vorzubeugen, indem wir über Yescapa nur technisch geprüfte Wohnmobile vermieten und die Nutzer für die (technischen) Besonderheiten der Wohnmobilreise sensibilisieren" erläutert Levin Klocker. Sicher vor Pannen und Unfällen ist man auch mit dem Portal nicht, aber man steht in so einem Fall nicht allein da. "Sollte es unterwegs zu einer Panne kommen, hilft ein europaweiter Pannenschutz mit 24h-Betreuung. Im Pannen- oder Schadenfall sind wir die Schnittstelle zwischen Versicherung, Mieter und Vermieter, und kümmern uns um die Abwicklung von A bis Z."

Unser Tipp: Man sollte die jeweiligen Versicherungsbedingungen durchlesen. Unserer Meinung nach empfiehlt es sich, den teilweise recht hohen Eigenanteil der Versicherung zu reduzieren. In Spanien beträgt er immerhin 1500 Euro.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.