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Adaptiv von Happier Camper Diese Lego-Möbel verwandeln Lieferwagen in einen Camper

Voraussetzung für die Modularität sind die standardisierten Maße  der Module. 
Voraussetzung für die Modularität sind die standardisierten Maße  der Module. 
© Happier Camper
Aus kleinen, preiswerten Modulen baut "Happier Camper" die Inneneinrichtung eines Wohnmobils. Das preiswerte System ist unerhört flexibel, denn es baut auf einem Boden auf, der wie eine Lego-Platte funktioniert

Es gibt Wohnmobile von der Stange, aber sehr viele Camper wollen einen eigenen individuellen Umbau. Und da ist meist Modularität gefragt: Ein System, das es erlaubt, den Wagen für verschiedene Zwecke zu nutzen. Happier Camper hat mit "Adaptiv" ein System vorgestellt, das an Lego erinnert. Das Mobiliar baut auf würfelförmigen Bausteinen auf, die sich auf verschiedene Weise anordnen lassen und leicht zu transportieren sind.

Happy Camper betritt kein Neuland, die Blöcke sind eine Weiterentwicklung aus dem HC-1 Anhänger der gleichen Firma. 

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Die kleinen Würfel sind an sich schon eine gute Idee, aber die wirkliche Revolution ist der Boden des Adaptiv-Systems. Die Module werden nämlich nicht, wie sonst üblich, auf den Bodenschienen verschraubt. Auf den Fahrzeugboden kommt zunächst ein 3x6-Raster aus Fiberglasplatten, auf ihnen wird der eigentliche Aufbau fixiert. Das macht das System sehr viel flexibler als schön anzusehende Do-it-yourself-Lösungen. Wählt man ein Mobiliar aus kleinen Modulen, bleibt die Frage, wie die Teile verkehrssicher fixiert werden, tatsächlich entscheidend. Der Apaptiv-Boden wirkt wie eine Bodenplatte von Lego, auf der die Steine dann aufgesteckt und einfach entnommen werden können.

Auch wenn der Innenraum individuell werden kann, muss der Bodenbelag exakt passen. Das vorgestellte Modell wurde für einen Sprinter maßgeschneidert, weitere Fahrzeuge sollen folgen.

Die Bodenplatten in der Mitte sind mit Aussparungen für die Befestigung des Tisches versehen, die äußeren mit Ösen, um die Module zu befestigen. Dazu gehören auch schlanke Ablagemodule für die Radkästen.

Leicht zu entnehmen

Die Module werden nach Bedarf bestellt. Es gibt einfache Kuben, die "nur" als Stauraum dienen, dazu kommen doppelt so breite Bankblöcke zum Sitzen und die Funktionsmodule mit Kühlschrank, Toilette und Spülbecken. Für die Module gibt es wiederum eine Auswahl an Oberflächenmaterialien - Arbeitsplatten, Teppichböden und gepolsterte Kissen.

Durch die Variabilität des Bodens und das Stapeln der Module lassen sich sehr unterschiedliche Innenausbauten realisieren. Das Innenleben lässt sich auch im Betrieb schnell wieder ändern. So kann man einen Aufbau mit einem Zwei-Personen-Bett und entsprechenden Sitzplätzen durch das Entfernen von Modulen zu einem Ein-Personen-Van umbauen, der dann entsprechend mehr freien Raum bietet.

Die Verlockung dabei: Außerhalb der Campingzeit kann die Inneneinrichtung komplett entfernt werden, dann kann das Fahrzeug auch als Lieferwagen benutzt werden.

Es gibt allerdings keine Nasszelle. Die notwendige Größe einer Einheit, die Dusche, WC und Spülbecken umfasst, verträgt sich nicht mit der Flexibilität des Konzepts. Eine weitere Einschränkung: Die Sitzplätze des Systems dürfen während der Fahrt nicht benutzt werden. Man ist also auf die eingebauten Sitze des Fahrzeugs angewiesen. Hier ist spätestens bei drei Personen die Obergrenze erreicht.

Dafür kann man aber die komplette Küche aus dem Wagen heben, um unter dem Vordach zu kochen. Noch handelt es sich um ein Vorserienmodell, die Preise stehen daher noch nicht fest. Ein Basis-Set soll jedoch nicht mehr als 10.000 US-Dollar kosten – das sind etwas weniger als 9000 Euro.

Quelle: Happier Camper

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