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Angetippt: Sachsen-Anhalt

Ob wir uns nun wieder Sachsen-Anhalter oder Sachsen-Anhaltiner nennen dürfen - egal, wir machen's sowieso nicht.

Ob wir uns nun wieder Sachsen-Anhalter oder Sachsen-Anhaltiner nennen dürfen - egal, wir machen's sowieso nicht. Wir sind aus Magdeburg oder aus Halle oder aus Wittenberg wie Luther, wo wir jedes Jahr seine Hochzeit mit Katharina von Bora volksfestlich feiern. Kein Gemeinschafts-Wir. Als Magdeburg mit seiner fruchtbaren Börde Hauptstadt wurde, war Halle mit all seinen Dreckschleudern beleidigt, und die FDP wollte mit der ganzen Stadt nach Sachsen rübermachen. Andere Ecken wollten lieber zu Brandenburg oder Thüringen, und die Skatstadt Altenburg hat's glatt gemacht, bloß weg vom schlotigen Chemie-Image, aber das gab Arbeit, und ohne ist alles noch ätzender, die Ehre ist auch weg. Nicht mal die schier wetterfesten Camping-Kekse gibt's mehr und Zekiwa-Kinderwagen, in denen der halbe Ostblock samt Gregor Gysi und Angela Merkel groß geworden ist. Viele gehen weg, dafür kommen plötzlich Prinzen paarweise her. Eduard von Anhalt darf das Jagdschloss Röhrkopf zum Familiensitz ausbauen, der Welfe Ernst August, der doch sonst so viel fertig bringt, hat uns dagegen umsonst wegen Ländereien besucht. Für richtigen Tourismus haben wir den Brocken. In unserem Arbeiterland ist Hausmann Küchenmeister, aber wer Baumkuchen noch nie in Salzwedel probierte, hat nur auf Plagiaten gekaut, und wer Rotkäppchen-Sekt nicht kennt, weiß nicht, was süß ist. Deftig gesellig sind wir auch ohne großen Anlass bei Nordhäuser Korn und Merseburger Bier, das Goethe angeblich das Gehirn verdüsterte, weil er es bitter fand wie den Tod in Krügen, aber Dichter erzählen viel. Dabei schwärmen wir davon, wie wir nach altem Recht zu Erntedank noch Feldhamster-Schaschlik essen durften und Jürgen Sparwasser der BRD das 1:0 reinsemmelte, heute sind wir selber BRD, aber nicht genug. Nun mal nicht gemeckert, weil, streitsüchtig sind wir nicht, höchstens mal bei Ausländern, aber dann aus Prinzip, warum sind sie auch so anders. Unser Reinhard Höppner ist zum Glück dagegen, dann wird das langsam, aber hexen kann der auch nicht, weshalb wir als Mitbringsel eine Brockenhexe anregen. Halbe Lebensgröße 96 Mark, die Beschenkte mag davon halten, was sie will.Veröffentlicht in: "Deutschland - Die 16 Bundesländer - Neu entdeckt. Bertelsmann, München 2000"

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(