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Doppelstock-IC der Deutschen Bahn: Fahrgästen wird in den neuen Zügen übel

Kaum im Einsatz, schon Probleme: Wegen eines Wankens der Waggons will die Bahn bei ihren neuen Doppelstock-Intercitys das Dämpfungssystem überarbeiten lassen. Reisende beschweren sich über weitere Mängel.

Der neue Doppelstock-IC

Sie müssen gleich wieder in die Werkstatt: Auf bestimmten Streckenabschnitten geraten die Waggons des neuen Doppelstock-IC ins Wanken.

Nur wenige Tage nach ihrer Deutschlandpremiere plant die Bahn für ihre neuen Doppelstock-Intercitys einen Werkstattstopp ein. Grund ist ein Wanken der Waggons auf bestimmten Streckenabschnitten, das laut Bahn aber vollkommen ungefährlich ist. Die Züge fahren seit Sonntag auf der Linie Norddeich-Leipzig über Hannover und Magdeburg.

Der NDR berichtete sogar, dass einer Frau, die in einem oberen Abteil Platz genommen hatte, durch das Schaukeln schlecht geworden sei. Wie die Bahn am Dienstag in Hamburg mitteilte, kommt es zu dem Schwanken, das Reisende als unangenehm empfinden, verstärkt in Bereichen, in denen gerade die Schienen frisch abgeschliffen wurden.

Mehrere technische Probleme

Gemeinsam mit dem Hersteller Bombardier soll an einer Anpassung des Feder- und Dämpfungssystems gearbeitet werden. Außerdem geht die Bahn davon aus, dass sich das Wanken nach einer gewissen Einfahrzeit der verschleißoptimierten Radsätze deutlich verringern werde. 

Wie die "Nordwest-Zeitung" berichtete, hatten auch technische Probleme mit den Türen für Verspätungen gesorgt.

Die neuen Züge sollen ab Februar 2016 auch auf der Verbindung Köln-Hannover-Braunschweig-Dresden und ab März auf der Linie Norddeich-Emden-Köln zum Einsatz kommen und jahrzehntealte IC-Waggons ablösen. Ihnen gegenüber bieten die neuen Intercitys mehr Komfort. Es gibt Kleinkindbereiche mit viel Platz für Gepäck und Spielflächen für Kinder. Speisewagen gibt es nicht mehr, dafür werden Snacks und Getränke in den neuen Zügen am Platz serviert.

tib/DPA
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