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GDL-Streik steht fest: Gespräche zwischen Bahn und Gewerkschaft gescheitert

In Frankfurt haben die Bahn und die Lokführergewerkschaft noch einen Versuch unternommen, die neunte Runde des Bahnstreiks abzuwenden. Doch bisher konnte man sich offenbar nicht einigen.

15 bis 60 Prozent der Regionalzüge sollen trotz Bahnstreiks fahren

15 bis 60 Prozent der Regionalzüge sollen trotz Bahnstreiks fahren

Am Dienstagabend haben Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL noch versucht, den drohenden Streik abzuwenden: Bei einem Treffen in Frankfurt loteten Bahn und Gewerkschaft die rechtlichen Bedingungen einer möglichen Schlichtung aus. Als unabhängige Instanz nahm der frühere Bundesarbeitsrichter Klaus Bepler teil. "Es ist Vertraulichkeit verabredet worden", sagte eine Bahn-Sprecherin am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Die Gespräche sollten "kurzfristig fortgesetzt" werden.

Ergebnisse wurden bisher nicht bekannt. Bahnreisende müssen sich daher von Mittwoch an auf den nächsten Lokführerstreik einstellen. Zugausfälle und volle Ersatzzüge sind dann wieder an der Tagesordnung. Betroffen war am Dienstag zunächst nur der Güterverkehr, die Personenzüge sollten laut Ankündigung der Gewerkschaft von Mittwochfrüh um 2.00 Uhr an ebenfalls bestreikt werden. Es ist bereits die neunte Streikrunde im laufenden Tarifkonflikt. Die GDL kündigte zunächst kein Streikende an, betonte aber, es handele sich nicht um einen unbefristeten Ausstand. Er soll nach Ankündigungen der GDL über die Pfingstfeiertage andauern.

EIn Drittel der Fernzüge fahren

Wegen des Streiks hat die Deutsche Bahn wieder Ersatzfahrpläne aufgestellt. Für den Fernverkehr am Mittwoch und Donnerstag waren sie am Nachmittag in den Auskunftssystemen abrufbar. "Wir bedauern besonders, dass es ausgerechnet am Pfingstwochenende dazu kommt", sagte Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg in Berlin.

Wie bei den früheren Ausständen will die DB während des Streiks etwa ein Drittel der Fernzüge fahren. Bei den Regionalzügen erwartet die Bahn, dass je nach Region 15 bis 60 Prozent der üblichen Zahl unterwegs sein werden. Im Güterverkehr sollen etwa 70 Prozent der Züge rollen.

Die Ersatzfahrpläne der Bahn finden Sie hier. Weitere Informationen gibt es über die Live-Auskunft oder unter der Telefonnummer

08000 996633

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Hier finden Sie eine Grafik mit den wichtigsten ICE- und IC-Verbindungen, die trotz des Streiks auf den Hauptstrecken angeboten werden.

tkr/DPA / DPA

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