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Zum Jahrestag: Zugspitze: Wie ein historischer Kartenfund neue Rätsel zur Erstbesteigung aufwarf

Dem Bergsteiger Josef Naus gelang 1820 offiziell die Erstbesteigung der Zugspitze. 2006 tauchten dann jedoch Karten auf, die die Vermutung zuließen, dass er doch nicht als Erster auf dem Gipfel stand.

nachrichten deutschland zugspitze

Blick auf das Zugspitzmassiv (Archivbild)

Am 27. August 1820 erklomm der Bergsteiger Josef Naus als offiziell erster Mensch den Gipfel der Zugspitze. Google ehrt diesen Tag und die Leistung Naus' heute mit einem Doodle.

Tatsächlich ist es aber gar nicht so sicher, dass der Leutnant der erste Alpinist war, der auf der Spitze des höchsten Bergs Deutschlands stand. Nach der Entdeckung einer historischen Karte im September 2006 war der Deutsche Alpenvereins (DAV) sicher, dass die Erstbesteigung bereits rund ein halbes Jahrhundert früher als bisher angenommen gelang.

Google Doodle Zugspitze

Google Doodle zum Jahrestag der Erstbesteigung der Zugspitze am 27. August 2018

Eine wiederentdeckte historische Karte aus der Zeit um 1770 beweist nach DAV-Angaben, dass nicht Josef Naus im Jahr 1820 als erster Mensch auf dem 2962 Meter hohen Gipfel von Deutschlands höchstem Berg stand. Vielmehr belege die Karte, dass die Erstbesteigung bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gewesen sein müsse, heißt es in der Mitteilung des Alpenvereins. "Die Besteigungsgeschichte der Zugspitze muss neu geschrieben werden", schrieb der DAV 2006 und sprach von einer "alpinhistorischen Sensation". 

Wer war der tatsächliche Erstbesteiger der Zugspitze?

Auf der über 240 Jahre alten Karte wäre das so genannte Reintal eingezeichnet und insbesondere ein Steig durch dieses Tal auf den Gipfel, hieß es seinerzeit. Dieser Eintrag und weitere Informationen auf der historischen Karte wären Beweis dafür, dass bereits zu jener Zeit Menschen auf dem Gipfel der Zugspitze standen. Diese Darstellung ist jedoch umstritten. Zwei Wissenschaftler, die sich mit dem historischen Material auseinandersetzten kamen zu dem Schluss: "Die aufgefundene Karte des Reintals ist (...) keinesfalls ein Beleg für eine frühe Erstbesteigung der Zugspitze". Die eingetragene Wegbeschreibung meine nicht den Anstieg zum Gipfel, sondern die Route zum Wetterstein-Hauptkamm. Es handele sich um eine "Augenschein-Karte". Damit bleibt Naus bis auf weiteres offizieller Erstbesteiger der Zugspitze. 

Hüttenwirt Hansjörg Barth schaufelt auf dem Gipfel der Zugspitze Schnee

Tausende Skifahrer und Bergsteiger

Die zum Wettersteingebirge gehörende Zugspitze besuchen im Jahr rund eine halbe Million Touristen und Bergsteiger. Die meisten erreichen den Gipfel mit einer der Seilbahnen oder mit der Zahnradbahn. Eine Kabinenbahn führt vom österreichischen Ehrwald auf die Zugspitze. Weit weniger "Gipfelstürmer" gehen tatsächlich zu Fuß auf Deutschlands höchsten Berg. Der Aufstieg erfordert einiges bergsteigerisches Können und vor allem Kondition. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) unterhält auf dem Berg eine meteorologische Beobachtungsstation.

Im Winter ist die Zugspitze eines der beliebtesten Skigebiete in den deutschen Alpen. Eine ganze Reihe von Liftanlagen bringen täglich tausende Skifahrer zu den Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Der Gletscher auf der Zugspitze ist unter der immer dünner werdenden Ozonschicht in den vergangenen Jahren bedenklich geschmolzen. Daher wird er im Sommer mit Matten großflächig abgedeckt.

rös / DPA

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.