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Last Minute: Flüge gibt's bereits ab 9,99 Euro

Flüge können heute billiger als das Taxi zum Flughafen sein. Wer seinen Sommerurlaub noch nicht gebucht hat, sollte jetzt auf Schnäppchenjagd gehen.

"Beim Urlaub spart der Deutsche immer zuletzt," beruhigte sich die Reiseindustrie. Damit ist nun schon länger Schluss: Flüge können heute billiger als das Taxi zum Flughafen sein, Mietwagentage werden dem Kunden geschenkt, Kinder urlauben zum Spezialtarif, "Goodies" werden solange gewährt, bis man abwinkt. Da ist zu Hause bleiben auch keine Alternative mehr: Das Urlaubsziel ist preiswerter, als die eigenen vier Wände. Und das mit besserem Wetter, Strand und Meer.

Hinzu kommt, dass Touristenströme einfach so versiegen. Der gute alte Europatrip ist bei den verschreckten Amerikaner nicht mehr angesagt. Man fürchtet Anschläge und hat es sich sowieso gerade mit den europäischen Freunden verdorben. Da bleibt man Zuhause in Michigan, Iowa oder Arkansas. Wer sich auf US-Touristen spezialisiert hatte, guckt heute in die Röhre. Den reisewilligen Teutonen konnte man bislang ganz unvermittelt in jedem Land Europas antreffen. Doch der 11. September, der Sparstrumpfleerer Euro und die Irakkrise hat aus dem deutschen Urlauber einen sesshaften Sparfuchs gemacht.

Knappe Gewinnspannen

Das merkt man zum Beispiel in der Türkei, wo Hotelbesitzer feststellen, dass ihre Betten leer bleiben. Mit günstigen Kurzfristschnäppchen suchen Sie ihr Heil in der Flucht nach vorne. Aufgrund des Wettbewerbs müssen Veranstalter ihre Margen extrem knapp kalkulieren. Schon bei kleinen Einbrüchen in den Buchungszahlen um fünf Prozent sehen auch große Konzerne ihre Felle davon schwimmen und geraten leicht ins Schwitzen.

Last-Minute Fakten

Wer?

Ideal für gelassene Abwarter und Sparfüchse

Wohin?

Europaziele, mit Glück auch Fernreisen

Wie viel?

Schon unter 200 Euro geht die Reise los

Wann?

Nachfrageschwache Vor- und Nachsaison

Das Pfeifen im Walde

Noch verkünden die Last-Minute-Anbieter vollmundig, dass sie eher Kapazitäten abbauen und ganze Flieger "auf Eis legen" lassen wollen, als mehr Preisnachlässe zu gewähren wie sonst branchenüblich - und das wären etwa 20-30 Prozent auf den Ursprungspreis. Doch mit solchen "Einfrierungen" lassen sich keine Profite machen.Experten interpretieren die Lage so: Auch am Boden kosten Flugzeuge und deren Wartung Geld, ebenso leere Hotels und gelangweiltes Personal. Und durch Serviceeinsparungen vergrätzt man sich den Ruf gutgehender Produkte und vor allem die sensiblen Stammkunden.

Und so beginnt das Pokerspiel

Senken die Anbieter weiter die Preise, um am Ende nicht auf ihren Offerten sitzen zu bleiben? Oder bricht das kurzfristig gebuchte Massenfernweh doch noch aus und die Reisen werden teurer? Wer mehr auf den Preis als auf die Destination seines Urlaubs achtet, braucht nur im richtigen Moment zugreifen. Zeit der Schnäppchenjäger.

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