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Klimawandel in den Alpen Wegen "tödlicher Gefahr" durch Steinschlag: Mehrere Berghütten am Mont Blanc gesperrt

Goûter-Hütte
Die jetzt geschlossene Unterkunft am Normalweg zum Mont-Blanc-Gipfel: die in 3835 Meter hoch gelegene Goûter-Hütte.
© Jean-Pierre Clatot / AFP
Weil Alpinisten trotz aktueller Warnungen immer wieder den Aufstieg zum Mont Blanc vom französischen Saint-Gervais starten, hat der Bürgermeister der Gemeinde die Schließung von Berghütten angeordnet. 

Nach gefährlichen Steinschlägen sind in den französischen Alpen zwei bei Bergsteigern beliebte Schutzhütten auf dem Weg zum Mont-Blanc-Gipfel geschlossen worden.

Das Bürgermeisteramt von Saint-Gervais am Fuß des Mont Blanc erklärte, Kletterer seien "in tödlicher Gefahr" durch Felsen und Splitter, die sich aufgrund des trockenen Wetters lösten und aus der Höhe herabstürzten.

"Den ganzen Tag über sehen wir immer noch Kletterer auf der Bergkette, als wäre dies Disneyland oder der Parc Astérix", sagte Bürgermeister Jean-Marc Peillex in Anspielung auf zwei beliebte Freizeitparks in der Nähe von Paris. Wanderern sei seit vergangenem Monat geraten worden, sich wegen der Gefahr fern zu halten, aber "sie scheren sich einen Dreck darum", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. 

Die Schließung der Goûter-Hütte mit 120 Übernachtungsplätzen und der Schutzhütte Tête Rousse mit 74 Plätzen sowie eines Basislagers für bis zu 50 Gäste solle "deutlich zeigen, dass es keine Unterkünfte gibt", erklärte Peillex. 

In einem von Hitzewellen geprägten Jahr haben Steinschläge durch den schwindenden Permafrost den Zugang zum Gipfel des höchsten Bergs Westeuropas noch schwieriger gemacht. Bereits Mitte Juli hatten die Bergführervereinigungen von Chamonix und Saint-Gervais am Fuß des Mont Blancs bekanntgegeben, dass sie den Aufstieg über die "normale" Route von Le Goûter zunächst einstellen.

Diavolezza

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tib/AFP/DPA

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