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Höchster Berg der Alpen Brite im Trainingsanzug vom Mont Blanc gerettet: "Fünf Minuten später wäre er gestorben"

Mont Blanc
Der Mont Blanc ist 4807 Meter hoch
© Design Pics / Imago Images
Zu seinem Geburtstag wollte ein Brite den Mont Blanc besteigen – nur im Trainingsanzug und mit Wanderstöcken ausgerüstet. Den Leichtsinn bezahlte er fast mit seinem Leben.

Mit seinen 4807 Metern ist der Mont Blanc der höchste Berg der Alpen und wird – je nach Definition der Grenze zwischen Europa und Asien – manchmal auch als höchster Berg Europas bezeichnet. Schon das sollte Warnung genug sein: Wer diesen Gipfel besteigen will, sollte bestens vorbereitet und ausgerüstet sein. Ein Brite hingegen nahm die Unternehmung auf die leichte Schulter und bezahlte dafür fast mit seinem Leben.

Italienische Medien berichten, dass Feda H. nur mit einem Trainingsanzug unterwegs war, als wäre er zu einer gewöhnlichen Wanderung aufgebrochen. Damit hatte sein Ausflug am Mont Blanc allerdings wenig zu tun: Die italienische Bergrettung barg ihn auf einer Höhe von auf einer Höhe von 3369 Metern.

Mit einem Rettungshubschrauber wurde H. in ein Krankenhaus gebracht. Als die Rettungskräfte ihn fanden, betrug seine Körpertemperatur nur noch 25 Grad.

Brite wollte seinen Geburtstag auf dem Mont Blanc feiern

Der Brite überlebte seine Klettertour nur mit viel Glück. Offenbar war er vollkommen naiv an die Sache herangegangen. "Ich wollte auf den Mont Blanc klettern", sagte er laut der italienischen Zeitung "Corriere della Serra" der Polizei. Damit habe er seinen 26. Geburtstag feiern wollen. Die erste Nacht verbrachte H. noch in einem Zelt, verlor am folgenden Tag aber die Orientierung, als ein Schneesturm heraufzog.

Am Abend gelang es ihm, die Bergrettung zu alarmieren. Sofort wurde eine Suche eingeleitet, allerdings konnten ihn die Rettungskräfte, die sich zu Fuß auf den Weg gemacht hatten, aufgrund der schlechten Wetterbedingungen über längere Zeit nicht ausfindig machen.

Erst mit einem Hubschrauber konnte der Mann aus Portsmouth schließlich geborgen werden. "Er hatte Glück, dass er gefunden wurde. Fünf Minuten später wäre er gestorben", erklärte einer der Retter.

Die Bergrettung betonte erneut, wie wichtig es sei, in solchen Höhen auf die richtige Ausrüstung zu achten. Ohnehin werden solche Klettertouren nur für erfahrene Bergsteiger empfohlen – in dieser Zeit des Jahres rät die Bergwacht aufgrund des unberechenbaren Wetters sogar ganz davon ab. Der 26-jährige Brite wird nun womöglich für die Kosten des etwa 1500 Euro teuren Rettungseinsatzes selbst aufkommen müssen.

Quellen: "Südtirol News" / "Corriere della Serra" / Rai / "Daily Mail"

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epp

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