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News am Wochenende Leichenfotos geteilt: Urteil gegen zwei Londoner Polizisten erwartet

Leichenfotos geteilt: Urteil gegen zwei Londoner Polizisten erwartet
Die ehemaligen Polizeibeamten Deniz J. (links) und Jamie L. vor einem Londoner Gericht
© Victoria Jones / Empics / Picture Alliance
Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

17.51 Uhr: Leichenfotos geteilt – Urteil gegen zwei Londoner Polizisten erwartet

Gegen zwei ehemalige Londoner Polizisten, die Fotos von Leichen zweier ermordeter Schwestern gemacht haben sollen, wird am Montag das Urteil erwartet. Den 33 und 47 Jahre alten Männern droht eine Haftstrafe. Sie waren an einer Absperrung eingeteilt, nachdem im Juni 2020 die toten Schwestern in einem Londoner Park entdeckt worden waren. Die Männer verließen ihre Position und machten Fotos, darunter mindestens ein Selfie. Die Bilder sollen sie in Chatgruppen mit Kollegen und auch Bekannten außerhalb der Polizei geteilt haben. Dazu sollen sie sexistische und rassistische Kommentare geschrieben haben. Die Männer haben Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt eingeräumt. Sie wurden nach einem internen Verfahren aus der Polizei entlassen. Der Fall hatte das Vertrauen in die Londoner Polizei weiter belastet. Der Mörder der Schwestern, ein heute 19 Jahre alter Satanist, war Ende Oktober zu mindestens 35 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

16.10 Uhr: Vermisster aus Bergwerk in Polen gerettet – Suche nach zweiter Person läuft

Nach einer Erschütterung in einem südpolnischen Bergwerk haben Rettungsmannschaften einen eingeschlossenen Arbeiter gerettet. Die Suche nach einem zweiten wurde unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt. Der Gerettete sei verletzt, aber außer Lebensgefahr, teilte das Krankenhaus mit. Wie die Nachrichtenagentur PAP und lokale TV-Sender berichteten, ereignete sich das Beben am Samstagvormittag kurz vor neun Uhr in dem zur Stadt Ruda Slaska gehörenden Stollen Bielszowice. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach Angaben der Bergwerksleitung sieben Arbeiter in der Gefahrenzone in rund 780 Metern Tiefe. Zunächst wurden fünf von ihnen unverletzt gerettet. Zu zwei 31 und 42 Jahre alten Bergleuten brach jedoch der Kontakt zunächst völlig ab. Daher startete noch am Morgen eine große Suchaktion. Zum zweiten Vermissten gab es bis Sonntagnachmittag noch keinen Kontakt.

15.24 Uhr: Elf Wochen Vulkanausbruch auf La Palma und 842 Millionen Euro Schaden

Nach elf Wochen Vulkanausbruch auf der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma hat die Regionalregierung die bisherigen Schäden auf mehr als 842 Millionen Euro geschätzt. Seit dem Beginn des Ausbruchs in der Cumbre Vieja im Süden der Insel am 19. September habe die bis zu 1300 Grad heiße Lava fast 2800 Gebäude zerstört und 100 weitere schwer beschädigt, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Vor der Küste bildete sich eine neue, mehr als 40 Hektar große Landzunge aus erkalteter Lava. Rund 1140 Hektar seien mit Lava oder meterdicker Asche bedeckt. Das entspricht rund 1600 Fußballfeldern. 7000 Menschen mussten schon vor Wochen ihre Häuser verlassen, Schulen, Kirchen, Supermärkte sowie zahlreiche Straßen, Stromleitungen, Bewässerungsanlagen und Bananenplantagen wurden zerstört. Ein Mensch kam auf der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas ums Leben. Vulkanologen betonten, dass ein Ende des Ausbruchs weiter nicht absehbar sei.

14.26 Uhr: Mindestens 14 Tote bei unerwartetem Vulkanausbruch in Indonesien

Bei einem unerwarteten Ausbruch des Vulkans Semeru in Indonesien sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem erlitten etwa 60 Menschen Verletzungen, wie die indonesische Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Der Vulkanausbruch hüllte rund ein Dutzend Dörfer auf der Insel Java in Asche und versetzte die Menschen in Panik. Tausende Anwohner ergriffen die Flucht. Auf Videos des Vulkanausbruchs war zu sehen, wie eine riesige Aschewolke über dem Semeru aufstieg und die umliegenden Dörfer verdunkelte. Rote Lava floss den mit 3676 Metern höchsten Berg Javas hinab. Auf den Aufnahmen sind Kinder und Erwachsene zu sehen, die schreiend wegrennen.

13.46 Uhr: Zwei Tote bei Wohnhausbrand in Brandenburg

Bei einem Wohnhausbrand in der brandenburgischen Kleinstadt Treuenbrietzen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Leichen, die die Feuerwehr bei den Löscharbeiten gefunden habe, hätten noch nicht identifiziert werden können, teilte eine Polizeisprecherin mit. Vermutlich handle es sich aber um die beiden Bewohner des Hauses. Das Einfamilienhaus stand komplett in Flammen. Der Dachstuhl sei teilweise eingestürzt, es stünden nur noch die angebrannten Balken, sagte die Sprecherin.

12.53 Uhr: Nach Kollaps – Spielern des Berliner AK geht es wieder besser

Nach dem Notarzt-Einsatz im Anschluss an das Regionalliga-Spiel bei Carl Zeiss Jena (0:2) geht es den beiden Fußball-Spielern des Berliner AK "den Umständen entsprechend wieder gut". Das bestätigte der Technische Direktor der Berliner, Benjamin Borth, der Deutschen Presse-Agentur. Die Spieler Ugur Ogulcan Tezel und Kwabe Schulz waren nach Spielschluss am Freitagabend kollabiert, beide hätten Herz-Kreislauf-Probleme gehabt und seien von Notärzten mit Sauerstoff versorgt worden. Laut Borth hätten die Notärzte einen unmittelbaren Zusammenhang zur Corona-Infektion der beiden Spieler im November bestätigt. Zuvor hatte der Sender rbb über die Ereignisse in Jena berichtet.

12.03 Uhr: Rund 140 Tote bei Terrorangriffen in Mali und Niger

Bei Angriffen mutmaßlich islamistischer Rebellen sind in Mali und Niger etwa 140 Menschen umgekommen. Alleine 79 Angreifer und 29 Soldaten wurden getötet, als Rebellen eine internationale Armeebasis im westafrikanischen Krisenstaat Niger zu stürmen versuchten. Die Bewaffneten seien mit "Hunderten" Motorrädern auf den Stützpunkt in der Region Tillabéri zugefahren, teilte ein Armeesprecher mit. Es handelte sich um eine Basis der G5-Sahel, in der Mauretanien, der Niger, Tschad, Mali und Burkina Faso gemeinsam gegen Aufständische in der Sahelregion kämpfen. Zuvor waren bei einer Terrorattacke auf einen mit Dutzenden Menschen besetzten Lastwagen in Mali mindestens 31 Menschen getötet worden. Mindestens 17 weitere Menschen wurden bei dem Angriff bewaffneter Männer nahe der Ortschaft Songho verletzt, wie die malische Übergangsregierung mitteilte. Die Opfer waren unterwegs zu einem Markt in der Stadt Bandiagara im Zentrum des westafrikanischen Krisenstaats, der seit 2012 drei Militärputsche durchlitten hat.

Intensivmediziner über Omikron-Welle: Deutlicher Anstieg in den Normalstationen zu erwarten

11.29 Uhr: Zehn Corona-Fälle auf norwegischem Kreuzfahrtschiff in New Orleans

Bei der Rückkehr eines Kreuzfahrtschiffes mit mehr als 3200 Menschen an Bord haben die US-Behörden zehn Corona-Fälle festgestellt. Nun würden alle Passagiere und Besatzungsmitglieder auf Corona getestet, bevor sie die "Norwegian Breakaway" im Hafen von New Orleans verlassen dürften, teilte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Louisiana im Onlinedienst Twitter mit. Positiv getestete Menschen würden entweder im persönlichen Fahrzeug direkt in ihre Wohnung fahren, um sich dort zu isolieren, oder sich in einer von der norwegischen Reederei Norwegian Cruise Line gestellten Unterkunft absondern, hieß es weiter. Das Schiff war den Angaben zufolge am 28. November aus New Orleans aufgebrochen und hatte auf seiner Reise in Belize, Honduras und Mexiko Station gemacht.

11.04 Uhr: Goldener Ohrring aus 11. Jahrhundert auf dänischem Feld gefunden

Einen seltenen goldenen Ohrring vermutlich aus dem Nahen Osten aus dem 11. Jahrhundert hat ein Mann in Dänemark gefunden. Der 54-jährige Frants Fugl Vestergaard habe den Schmuck mithilfe eines Metalldetektors auf einem Feld in Westjütland entdeckt, teilte das Nationalmuseum in Kopenhagen mit. Ein solches Objekt sei zuvor noch nie in Skandinavien gefunden worden. Der Ohrring stamme wahrscheinlich aus Byzanz oder Ägypten und sei vermutlich ein Geschenk des Kaisers von Byzanz an einen Wikingerhäuptling gewesen, hieß es in der Mitteilung weiter. Das Schmuckstück wird künftig im Museum ausgestellt.

10.30 Uhr: Zahl der Todesfälle auf deutschen Baustellen unverändert hoch

Die Zahl der Todesfälle auf deutschen Baustellen bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Bis Ende September kamen 69 Bauarbeiter auf Baustellen ums Leben, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Wochenende unter Berufung auf Angaben der Berufsgenossenschaft Bau berichteten. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach 74 Tote und am Ende des Jahres 2020 stand ein Rekordhoch von 97 Todesopfern. Die meisten tödlichen Unfälle passierten der Statistik zufolge bei Abstürzen aus großer Höhe und durch Verletzungen durch herabfallende Teile. Die Zahl der Wegeunfälle ging demgegenüber auf sechs zurück, im vergangenen Jahr kamen im Zeitraum bis Ende September 13 Bauarbeiter auf dem Weg zur oder von der Baustelle ums Leben.

9.20 Uhr: Papst Franziskus in Migrantenlager auf Lesbos

Papst Franziskus ist zu einem Besuch in einem Migrantenlager auf der griechischen Mittelmeerinsel Lesbos angekommen. Der Pontifex fuhr in dem Camp Kara Tepe vor, stieg dann entgegen des Protokolls sofort aus dem Auto aus und ging zu Fuß an Hunderten Migranten vorbei. Er gab vielen die Hand, plauderte und legte Kindern die Hand auf den Kopf. In einem eigens errichteten Zelt war im Anschluss ein Gebet mit Geflüchteten geplant. Franziskus kehrt mehr als fünf Jahre nach einem früheren Besuch auf die Insel zurück. 2016 war er in das damalige Lager Moria gekommen, das im Herbst 2020 abbrannte. Nun ist ein vorläufiges Camp errichtet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte schon auf der ersten Station seiner Reise in Zypern die Auswüchse der Migrationspolitik kritisiert und ein Umdenken gefordert.

8.41 Uhr: Omikron-Virusvariante erstmals in Rumänien bestätigt

In Rumänien haben die Behörden erstmals zwei Fälle der Omikron-Variante des Corona-Virus durch Genomsequenzierung bestätigt. Dies meldete die Nachrichtenagentur Mediafax unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Bukarest. Die 48-jährige Frau aus dem Kreis Brasov und der 49-jährige Mann aus dem Kreis Vaslui weisen keine Symptome auf und befinden sich in häuslicher Isolierung, wie es heißt. Beide seien am 30. November mit dem Flugzeug aus Südafrika gekommen und nach ihrer Ankunft positiv getestet worden.

7.50 Uhr: Luftabwehrtest verursacht Explosion nahe iranischer Atomanlage Natans

Ein Luftabwehrtest mit einer Explosion hat Anwohner einer iranischen Atomanlage in Angst versetzt. Einwohner der 20 Kilometer von der Atomanlage Natans entfernten Stadt Badrud berichteten laut der Nachrichtenagentur Irna von einem lauten Knall und einem Aufleuchten am Himmel. Wenig später gab das iranische Militär Entwarnung: Es habe sich um einen Test des eigenen Raketensystems gehandelt. Der Vorfall ereignete sich während der Verhandlungen zur Wiederbelebung des Atomabkommens in Wien. In Natans wird Uran angereichert, die Kapazität der Anlage war nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unlängst erhöht worden. 

6.33 Uhr: Russland – Passagiermaschine weicht Nato-Aufklärungsflugzeug aus

Inmitten der angespannten Lage im Ukraine-Konflikt hat Russland vor Zwischenfällen im Luftraum gewarnt. Eine Passagiermaschine der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot habe auf dem Weg von Tel Aviv nach Moskau über dem Schwarzen Meer ihre Flughöhe wegen eines Aufklärungsflugzeugs der Nato ändern müssen, teilte die russische Luftfahrtbehörde der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Die Maschine mit 142 Menschen an Bord sei 1800 Meter nach unten gegangen, um eine Kollision zu verhindern. Die Besatzung des Nato-Flugzeugs vom Typ CL-600 reagierte nach Darstellung der russischen Behörde nicht. Eine Zunahme der Flüge von Nato-Flugzeugen in der Region stellten Risiken für zivile Flugzeuge dar, so die Behörde. Von der Nato gab es zunächst keine Stellungnahme.

5.50 Uhr: Zahlreiche Tote nach missglückter Militäraktion in Indien

Im Zuge eines missglückten Einsatzes der Armee gegen mutmaßliche Rebellen sind im äußersten Nordosten Indiens 13 Zivilisten und ein Soldat ums Leben gekommen. Die Soldaten hätten am Samstagabend in Mon im Bundesstaat Nagaland Aufständischen aufgelauert, aber irrtümlich das Feuer auf einen Kleintransporter mit Bergarbeitern eröffnet, berichteten Medien unter Berufung auf Lokalpolitiker. Sechs Bergleute seien dabei getötet worden. Daraufhin hätten wütende Dorfbewohner zwei Armeefahrzeuge angezündet und die Soldaten angegriffen. Als diese in "Selbstverteidigung" auf die Menschenmenge schossen, seien sieben weitere Menschen getötet worden, meldete der Sender NDTV. Auch ein Soldat sei bei dem Zusammenstoß ums Leben gekommen. Der Regierungschef von Nagaland, Neiphiu Rio, bezeichnete den Vorfall als "äußerst verdammenswert". In Nagaland nahe der Grenze zu Myanmar kämpfen seit vielen Jahren Rebellengruppen gegen die Regierung in Neu Delhi.

4.37 Uhr: Polen und die Schweiz jetzt Corona-Hochrisikogebiete

Seit Mitternacht gelten Polen und die Schweiz wie schon fast 60 weitere Staaten als Hochrisikogebiete für eine Corona-Ansteckung. Die Einstufung nahm die Bundesregierung am Freitag vor. Das erschwert die Einreise aus diesem Ländern – auch für Deutsche, die von einem Geschäfts-, Familien- oder Urlaubsaufenthalt zurückkehren. Neu auf der Liste sind auch Liechtenstein, Jordanien und Mauritius. Schon vorher standen darauf die deutschen Nachbarländer Niederlande, Belgien, Österreich und Tschechien.

3.55 Uhr: RKI registriert 42.055 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 439,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 439,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,7 gelegen, vor einer Woche bei 446,7 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42.055 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.47 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 44.401 Ansteckungen.

3.13 Uhr: Bergsteiger darf die Hälfte der Edelsteine nach Fund auf Mont Blanc behalten

Acht Jahre nach dem Fund von wertvollen Edelsteinen auf einem Gletscher des Mont Blanc sind die Steine zwischen dem Finder und den örtlichen Behörden aufgeteilt worden. "Die Steine wurden diese Woche in zwei gleiche Teile mit einem Wert von jeweils rund 150.000 Euro aufgeteilt", sagte der Bürgermeister des Städtchens Chamonix, Eric Fournier, der Nachrichtenagentur AFP. Er sei "sehr glücklich", dass der Fall nun zum Abschluss gekommen sei. Fournier lobte die Ehrlichkeit des jungen Bergsteigers, der seinen Fund vor acht Jahren der Polizei gemeldet hatte. Bei den Edelsteinen handelt es sich um Smaragde, Saphire und Rubine, die vermutlich beim Absturz eines indischen Flugzeugs vor mehr als einem halben Jahrhundert auf dem Gletscher gelandet waren. Dem jungen Franzosen war 2013 auf dem Bossons-Gletscher, der in mehr als 4300 Meter Höhe über dem Städtchen Chamonix liegt, eine metallene Schachtel aufgefallen. Die Edelsteine waren in kleinen Säckchen mit der Aufschrift "Made in India" verpackt.

Gegen den 4810 Meter hohen Mont Blanc waren in den Jahren 1950 und 1966 zwei indische Passagierflugzeuge geprallt. Beim ersten Absturz kamen 58 Menschen ums Leben, beim zweiten 117. Niemand überlebte die Abstürze. Seither werden dort immer wieder Flugzeugteile, Koffer oder auch menschliche Überreste gefunden.

1.35 Uhr: CNN-Moderator Chris Cuomo entlassen

Wenige Tage nach seiner Suspendierung ist der CNN-Moderator und Bruder des früheren New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo, Chris Cuomo (51), von seinem Arbeitgeber entlassen worden. Das teilte der CNN mit. Chris Cuomo war am Mittwoch als Reaktion auf die Veröffentlichung neuer Dokumente in Zusammenhang mit den Vorwürfen sexueller Belästigung gegen Andrew Cuomo durch die New Yorker Staatsanwaltschaft freigestellt worden. Denen zufolge sollte Chris Cuomo enger in die Verteidigung seines Bruders eingebunden gewesen sein, als zunächst bekannt. Der demokratische Politiker Andrew Cuomo war im August nach Vorwürfen sexueller Belästigung durch mehrere Frauen von seinem Amt als Gouverneur New Yorks zurückgetreten. Sein Bruder Chris Cuomo hatte damals schon mitgeteilt, dass er seinem Bruder Rat erteilt habe – die nun veröffentlichten Dokumente deuten aber auf ein intensiveres Engagement hin.

0.44 Uhr: Künftiger Verkehrsminister rät von Reisen zur Weihnachtszeit ab

Angesichts der vierten Corona-Welle hat der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) den Deutschen an Weihnachten von Reisen abgeraten. "In der aktuellen Situation scheint es sinnvoller, Weihnachten im kleinen Kreis zu Hause zu verbringen und keine größeren Reisen durchs Land zu planen", sagte Wissing der "Bild am Sonntag". Er forderte, die Pandemie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. "Der Winter 2021 wird dramatischer als der Winter 2020." Die Politik prüfe alle Mittel, die die Verfassung erlaube, um der Pandemie schnellstmöglich Einhalt zu gebieten. Aber auch Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich seien wichtig, um die Krise zu bekämpfen. 

23.30 Uhr: Drei Tote bei Lawinenabgang im Salzburger Lungau

In Österreich sind drei Skitourengänger von einer Lawine verschüttet und getötet worden. Das Unglück ereignete sich auf der Lackenspitze bei Tweng im Salzburger Lungau, wie die Polizei berichtete. Zwei von drei Vermissten seien tot geborgen worden, ein weiterer wurde zwar reanimiert und ins Krankenhaus gebracht, verstarb dort aber. Zwei weitere Menschen wurden nicht verschüttet, aber verletzt. Sie waren alle Teil einer Gruppe von elf Personen unter 30 Jahren aus Österreich. Die Lawine hatte sich in rund 2400 Metern gelöst. Es sei ein Schneebrett von 200 Metern Breite und 500 Metern Länge abgegangen.

22.58 Uhr: Taucher stirbt im Bodensee in Überlingen

Ein 56-Jähriger ist bei einem Tauchgang in Überlingen am nördlichen Bodenseeufer gestorben. Wie die Polizei am Abend mitteilte, verlor der Sportler aus Reutlingen nahe dem Tauchplatz "Tennisplätze" den Kontakt zu seiner Gruppe. Diese habe aus sechs Tauchern bestanden. Der Mann sei einige Zeit später von einer anderen, unbeteiligten Tauchgruppe leblos in einer Tiefe von etwa 50 Metern gefunden worden. Die Retter an Land hätten nur noch den Tod des 56-Jährigen feststellen können. Die Staatsanwaltschaft habe eine Obduktion angeordnet. Die Wasserschutzpolizei Überlingen ermittelt.

21.05 Uhr: Mehr als 40.000 Menschen demonstrieren in Wien gegen Corona-Maßnahmen

In Wien sind erneut zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den derzeit geltenden Teil-Lockdown und die angekündigte Corona-Impfpflicht zu protestieren. In der österreichischen Hauptstadt fanden am Samstag mehrere Demonstrationen statt, daran nahmen nach Angaben der Polizei insgesamt mehr als 40.000 Menschen teil. Am Rande der Proteste kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten.

Etwa 1200 Polizisten waren bei den Demonstrationen im Einsatz, es gab mehrere Festnahmen. Teilnehmer hätten mit Pyrotechnik geworfen, die Einsatzkräfte hätten Tränengas eingesetzt, teilte die Polizei mit. Ihren Angaben zufolge gab es auch rund 1500 Gegendemonstranten. Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen gilt in Österreich seit dem 22. November ein Teil-Lockdown, der noch bis 11. Dezember dauern soll.

19.45 Uhr: Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Februar in Portugal

Ungeachtet einer der höchsten Impfquoten in Europa und sogar weltweit verzeichnet auch Portugal schnell steigende Infektionszahlen. Die Gesundheitsbehörden in Lissabon meldeten am Samstag mit 5649 innerhalb von 24 Stunden neu registrierten Fällen den höchsten Wert seit dem 6. Februar (6132). Die Tageszahl der mit Covid-19 verstorbenen Menschen lag demnach bei 22. So viele waren zuletzt den amtlichen Angaben zufolge am 10. März gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Portugal unterdessen von ca. 100 Mitte November auf zuletzt 193. Damit steht das Land, das eine Impfquote von rund 88 Prozent hat, allerdings immer noch deutlich besser da als zahlreiche andere Länder Europas. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Samstag gut 442.

19.08 Uhr: Ein Toter und dutzende Verletzte bei Vullkanausbruch in Indonesien

Durch den Ausbruch eines Vulkans auf der indonesischen Insel Java sind ein Mensch getötet und dutzende weitere verletzt worden. Der Semeru spuckte am Samstag Asche und eine große Rauchwolke aus, die umliegende Dörfer verdunkelte und tausende Anwohner in die Flucht trieb. Rote Lava floss den Krater hinab.

Es sei mindestens ein Mensch getötet worden, teilten die Behörden am Abend mit. Zwei Menschen würden noch vermisst, mehr als 40 hätten sich schwere Brandwunden zugezogen, als sie von der heißen Lava getroffen wurden. Auf einem von der Katastrophenschutzbehörde verbreiteten Video waren Kinder und Erwachsene zu sehen, die schreiend wegrannten. Als die Lava erste Dörfer erreichte und eine Brücke im Bezirk Lumajang in Ost-Java zerstörte, schickte die Behörde Rettungskräfte los, um Anwohner in Sicherheit zu bringen.

18.50 Uhr: Luftabwehrtest verursacht Explosion am Himmel nahe iranischer Atomanlage

Ein Luftabwehrtest hat in der Nähe einer iranischen Atomanlage zu einer Explosion am Himmel geführt, die die Anwohner aufschreckte. Einwohner der 20 Kilometer von der Atomanlage Natans entfernten Stadt Badrud berichteten am Samstagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna von einem lauten Knall und einem Aufleuchten am Himmel. Wenig später gab das iranische Militär aber Entwarnung und erklärte, dass es einen Test des eigenen Raketensystems gegeben habe.

"Vor einer Stunde wurde unser Raketensystem in der Region getestet, um unsere Gefechtsbereitschaft zu überprüfen", erklärte der für die Region Natans zuständige Militärkommandeur im staatlichen Fernsehen. "Es gibt keinen Grund zur Sorge." In Natans wird Uran angereichert, die Kapazität der Anlage war unlängst nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) erhöht worden. 

18.19 Uhr: 5000 Impfskeptiker demonstrieren in Hamburg gegen Corona-Regeln

Mehrere tausend Menschen habe in Hamburg gegen die Corona-Regeln demonstriert. Insgesamt hätten sich etwa 5000 sogenannte Querdenker und Impfskeptiker versammelt, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Angemeldet gewesen sei eine Teilnehmerzahl von 2000. Die inzwischen seit Wochen jeden Samstag stattfindende Demonstration sei friedlich verlaufen, allerdings habe es Schwierigkeiten mit dem Abstandhalten gegeben. Der Demonstrationszug stand unter dem Motto "Das Maß ist voll - Hände weg von unseren Kindern" und bewegte sich durch die Innenstadt. Vergangene Woche beteiligten sich rund 3000 Menschen an der Demonstration.

Der Verfassungsschutz beobachtet seit einiger Zeit die den Corona-Leugnern zugerechneten Gruppierungen "Hamburg steht auf" und "Querdenken 40". Sie stehen demnach im Verdacht zum Widerstand gegen den demokratischen Rechtsstaat aufzurufen, der über friedlichen Protest hinausgeht. Landes-Verfassungsschutzsprecher Marco Haase sagte, diese Gruppierungen machten in Hamburg derzeit zwar nur einen geringen Teil des Protestspektrums aus. "Aber: Wir werden die Entwicklung sehr aufmerksam und sensibel im Fokus behalten, da natürlich auch einzelne Personen, wie beispielsweise im Rechtsextremismus, Islamismus oder Linksextremismus, eine Gefahr für unsere Demokratie darstellen könnten."

18.07 Uhr: AfD protestiert in Potsdam gegen Corona-Regeln und Impfpflicht

AfD-Anhänger haben in Potsdam gegen die Corona-Beschränkungen und eine mögliche Impfpflicht protestiert. Anlass der Kundgebung, an der unter anderem der AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla teilnahm, war das Ende einer mehrtägigen Mahnwache "gegen Impfzwang und Corona-Wahnsinn" nahe dem Landtag. Gegendemonstranten versammelten sich ebenfalls und setzten Trillerpfeifen ein.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Dennis Hohloch, kündigte weitere Protestaktionen an, unter anderem am Rande der nächsten Landtagssitzung in Potsdam Mitte Dezember. Er bezifferte die Teilnehmerzahl am Samstag auf etwa 200 bis 250, ein DPA-Reporter vor Ort schätzte die Zahl der AfD-Anhänger und Gegendemonstranten dagegen auf jeweils um die 100. Die Polizei machte am frühen Abend keine Angaben dazu.

17.53 Uhr: Mindestens 31 Tote bei Terrorangriff in Mali

Bei einer Terrorattacke auf einen mit Dutzenden Menschen besetzten Lastwagen in Mali sind mindestens 31 Menschen getötet worden. Mindestens 17 weitere Menschen wurden bei dem Angriff bewaffneter Männer am Freitagmorgen nahe der Ortschaft Songho verletzt, wie die Übergangsregierung am Samstag mitteilte. Die Opfer waren unterwegs zu einem Markt in der Stadt Bandiagara im Zentrum des westafrikanischen Krisenstaats, der seit 2012 drei Militärputsche durchlitten hat.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Bluttat. Ähnliche Attacken waren in der Vergangenheit auf das Konto islamistischer Gruppen gegangen.

17.20 Uhr: Palästinenser verletzt Israeli in Jerusalem und wird erschossen

Ein palästinensischer Angreifer hat in Jerusalem einen Israeli mit einem Messer verletzt und ist dann von Sicherheitskräften erschossen worden. Die Polizei teilte mit, der Mann habe in der Nähe des Damaskus-Tors am Eingang zur Altstadt auf einen Passanten eingestochen. Außerdem habe er versucht, einen Polizisten mit dem Messer anzugreifen. Daraufhin sei der 25 Jahre Täter erschossen worden, bestätigte ein Polizeisprecher.

Nach palästinensischen Medienberichten handelte es sich um einen ehemaligen Häftling aus Salfit im besetzten Westjordanland. Im Bereich der Jerusalemer Altstadt kommt es immer wieder zu gewaltsamen Vorfällen. Die Palästinenser fordern den arabisch geprägten Ostteil der Stadt, den Israel 1967 erobert hatte, als Hauptstadt eines künftigen unabhängigen Staates. Israel betrachtet dagegen ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt.

16.33 Uhr: Silvesterfeier in Rio de Janeiro wegen Omikron-Variante abgesagt

Die traditionelle Silvesterparty am Copacabana-Strand von Rio de Janeiro fällt dieses Jahr wegen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus aus. "Wir sagen die offizielle Neujahrsfeier in Rio ab", schrieb Bürgermeister Eduardo Paes im Onlinedienst Twitter. Er bedauere die Entscheidung. Zwar hätten wissenschaftliche Berater der Stadt und des Bundesstaats unterschiedliche Empfehlungen abgegeben. Er werde sich aber immer für die strengere Alternative entscheiden, erklärte Paes. In der brasilianischen Millionenmetropole läuten normalerweise rund drei Millionen Menschen am berühmten Copacabana-Strand mit Musik und Feuerwerk das neue Jahr ein.

15.10 Uhr: Fünf Tote in Königs Wusterhausen – Schuss- und Stichverletzungen

Die Polizei hat in einem Wohnhaus in Königs Wusterhausen südlich von Berlin fünf Tote gefunden. Die Leichen weisen laut Staatsanwaltschaft Cottbus Schuss- und Stichverletzungen auf. Das erklärte Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte er das auch gegenüber "Bild.de" erklärt. Das Portal berichtete unter Berufung auf Bantleon auch, dass es sich bei den fünf Toten um zwei Erwachsene und drei Kinder handle. Gegenüber dpa wollte er das zunächst nicht bestätigen. Am Nachmittag sollte es eine Presseerklärung geben.

14.30 Uhr: Bis zu 120 Festnahmen nach Lynchmord in Pakistan

In Pakistan hat die Polizei nach einem Lynchmord an einem Fabrikmanager aus Sri Lanka wegen angeblicher Blasphemie bis zu 120 Menschen festgenommen. Unter den Festgenommenen sei auch einer der Hauptverdächtigen, sagte ein Polizeisprecher. Eine wütende Menschenmenge hatte den Mann am Freitag in Sialkot in der Provinz Punjab südöstlich der Hauptstadt Islamabad zu Tode geprügelt und seine Leiche in Brand gesteckt. "In der Fabrik verbreitete sich das Gerücht, der Manager habe ein religiöses Poster abgerissen und in den Mülleimer geworfen", sagte der Polizeibeamte Zulfiqar Ali.

14.10 Uhr: US-Polizei fasst Eltern des mutmaßlichen Schul-Schützen von Michigan

Die US-Polizei hat die flüchtigen Eltern des 15-Jährigen, der an einer Schule im Bundesstaat Michigan vier Menschen erschossen haben soll, festgenommen. Sie wurden nach eintägiger Fahndung im nahen Detroit gefunden, erklärte das Büro des Sheriffs im Bezirk Oakland. James und Jennifer C. seien im ersten Stock eines Fabrikgebäudes in Detroit entdeckt worden. Die Festnahme sei ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte Detroits Polizeichef James White. Die Polizei habe zuvor einen Tipp bekommen, dass sich die beiden in dem Gebäude versteckten, sagte er. Die Eltern James und Jennifer C. sind wegen vierfachen Totschlags angeklagt. Staatsanwältin Karen McDonald erklärte, die Eltern hätten die Tatwaffe gekauft, ihrem minderjährigen Sohn Zugang zu der Pistole erlaubt und Warnungen ignoriert. Eine Anklage gegen die Eltern eines Täters bei einem solchen Gewaltakt in Schulen sei sehr selten, aber in diesem Fall seien die Fakten "ungeheuerlich", sagte sie.

13.19 Uhr: Kretschmann trotzt Nachfolge-Debatte: Will bis 2026 weiterregieren

Ungeachtet der parteiinternen Diskussion um seine Nachfolge will Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann sein Amt bis zum Ende der Wahlperiode behalten. Er sei bei der Landtagswahl im März für fünf Jahre angetreten und wolle sein Wort auch halten. "Vorausgesetzt ich bleibe so gesund, wie ich es im Moment bin. Und so fit wie ich mich fühle, werde ich dieses Versprechen auch halten", sagte der 73-Jährige beim Landesparteitag in Heidenheim. "Ich werde mich jetzt erstmal viereinhalb Jahre weiter durch die hügeligen Landschaften der Politik bewegen", kündigte er an. Erst wenn er sein Versprechen erfüllt habe, wolle er sich auf das Wandern konzentrieren.

12.48 Uhr: Handy fällt in Badewanne – 13-Jährige in Frankreich gestorben

Eine 13-Jährige hat in Frankreich in der Badewanne einen tödlichen Stromschlag erlitten, als ihr zum Laden eingestöpseltes Handy ins Wasser gefallen ist. Rettungskräfte konnten das Mädchen nach dem Vorfall in Mâcon zunächst wiederbeleben, berichtete die Zeitung "Le Parisien". Einige Tage lang befand sie sich in der Universitätsklinik von Lyon im Koma und starb dann. Das Mädchen hatte sich mit einer Freundin zu Hause verabredet, als es zu dem Unglück kam. Die Freundin kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Die genauen Abläufe werden noch ermittelt.

12.10 Uhr: Deutscher Milliardär August von Finck gestorben

Der deutsche Milliardär August von Finck ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das gab die Familie mit einer Todesanzeige in der "Neuen Zürcher Zeitung" bekannt. Der medienscheue Unternehmer starb nach diesen Angaben bereits am 29. November. Die Trauerfeier fand im engsten Kreis statt, wie aus der Anzeige hervorgeht. Von Finck lebte seit vielen Jahren in der Schweiz, darunter auf Schloss Weinfelden im Kanton Thurgau am Bodensee. Er zählte zu den reichsten Deutschen. Der Unternehmerfamilie von Finck gehörte früher unter anderem die Münchner Privatbank Merck Finck & Co, die 1990 an die britische Barclays-Bank verkauft wurde. August von Finck erbte ein Milliardenvermögen. Er investierte in mehrere Firmen in der Schweiz. Zeitweise war er Hauptaktionär der Hotel- und Gastronomiegruppe Mövenpick.

11.43 Uhr: Biden warnt Putin vor Intervention in Ukraine

US-Präsident Joe Biden hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin vor einem militärischen Eingreifen in der Ukraine gewarnt und neue Initiativen zum Schutz des osteuropäischen Landes angekündigt. "Was ich jetzt tue ist, das nach meinem Dafürhalten umfassendste und bedeutsamste Bündel an Initiativen zusammenzustellen, um es Herrn Putin sehr, sehr schwer zu machen, weiter voranzuschreiten und das zu tun, was die Menschen besorgt sind, das er tun könnte", sagte Biden laut dem Sender CNN in Washington. US-Außenministers Antony Blinken hatte in der zurückliegenden Woche gesagt, es gebe Beweise dafür, dass Russland Pläne für "bedeutende aggressive Schritte gegen die Ukraine" erstellt habe.

US-First-Lady Jill Biden

11.14 Uhr: Niederländische Polizei fasst gesuchten Mörder an deutscher Grenze

Die niederländische Polizei hat an der Autobahn Oberhausen-Arnheim (A3) einen international gesuchten Mörder festgenommen. Der in Deutschland wohnende Mann müsse noch eine 15-jährige Gefängnisstrafe absitzen, teilte die Grenzpolizei mit. Der Mann sei in Besitz eines gefälschten Passes gewesen. Die Polizei stoppte den Mann in der Nähe des Grenzortes Zevenaar im Rahmen der Überwachung des aus Deutschland einreisenden Verkehrs. Weitere Einzelheiten zu dem Straftäter wurden nicht genannt.

10.57 Uhr: Merkel ruft in ihrem letzten Podcast erneut zum Impfen auf

In ihrem letzten Podcast als Bundeskanzlerin hat Angela Merkel (CDU) die Bürgerinnen und Bürger des Landes noch einmal eindringlich zum Impfen aufgerufen. Es gebe zurzeit "Tag für Tag eine so schrecklich hohe Zahl von Menschen, die das Virus das Leben kostet", sagte sie. "Das ist so bitter, weil es vermeidbar wäre." Merkel bat die Bevölkerung daher eindringlich, das Coronavirus ernstzunehmen. "Lassen Sie sich impfen", sagte sie. Jede Impfung helfe, denn dem Geimpften gebe sie Sicherheit und eine hohe Impfquote helfe letztlich allen, "als Land diese Pandemie hinter uns zu lassen". 

News am Wochenende: Leichenfotos geteilt: Urteil gegen zwei Londoner Polizisten erwartet

9.28 Uhr: Ärztepräsident fordert Verkürzung der Booster-Pause auf fünf Monate

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat eine Verkürzung der Booster-Pause von sechs auf fünf Monate gefordert. Es spräche nichts gegen eine solche Verkürzung, "wenn denn wirklich genug Impfstoff zur Verfügung gestellt wird wie versprochen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Das würde für deutlich mehr Tempo sorgen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Sollte es bei den sechs Monaten bleiben, die als Zeitraum bis zu einer Auffrischungsimpfung vorgesehen sind, müssten mehr als zwölf Millionen Menschen bis zum 1. Januar auf die Auffrischungsimpfung warten. "Influencer, Prominente, sie alle müssen noch stärker fürs Impfen werben und sich gegen Fake News und Verschwörungstheorien stellen und Vorurteile endlich ausräumen", sagte Reinhardt der "NOZ". 

7.43 Uhr: Protest mit Fackeln vor Wohnhaus von Sachsens Gesundheitsministerin

Gegner der Corona-Politik haben am Freitagabend vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) protestiert. Das teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Ihren Angaben zufolge versammelten sich etwa 30 Menschen laut rufend mit Fackeln und Plakaten vor dem Haus in Grimma. Als die Polizei eintraf, seien die Menschen in mehreren Fahrzeugen geflüchtet. 15 Autos wurden demnach von der Polizei angehalten, die Identitäten von 25 Menschen wurden festgestellt. Die Polizei erstattete Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und prüft Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Wegen der dramatischen Pandemie-Lage sind gemäß der sächsischen Corona-Notfallverordnung in dem Bundesland derzeit nur Versammlungen mit höchstens zehn Menschen erlaubt – und nur an einem festen Ort. Am Freitagabend hatte es in mehreren sächsischen Orten Proteste gegen den aktuellen Corona-Kurs gegeben.

6:31 Uhr: Ermittlungen gegen Bolsonaro wegen Corona-Falschaussagen angeordnet

Wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie soll die Justiz gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ermitteln. Das ordnete ein Richter am Obersten Gericht des Landes an, wie es in einer Mitteilung hieß. Bolsonaro habe Fake News in sozialen Netzwerken massenhaft weiterverbreitet. In einer Live-Übertragung in sozialen Medien im Oktober habe Bolsonaro einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Aids hergestellt. Welche Folgen die Entscheidung des Richters haben wird, war zunächst unklar.

News am Wochenende: Leichenfotos geteilt: Urteil gegen zwei Londoner Polizisten erwartet

5.56 Uhr: Volksverhetzungs-Prozess gegen polnischen Priester in Köln

Der erzkonservative polnische Theologieprofessor Dariusz Oko muss sich im kommenden Jahr wegen Volksverhetzung vor dem Amtsgericht Köln verantworten. Wie das Gericht mitteilte, ist die Verhandlung für den 11. Februar angesetzt. Das Gericht hatte einen Strafbefehl über 4800 Euro gegen Oko verhängt, weil der Theologieprofessor Homosexuelle in einem Beitrag für die Zeitschrift "Theologisches" unter anderem als "Parasiten" und "Krebsgeschwür" bezeichnet hatte. Weil Oko dagegen Einspruch einlegte, kommt es nun zum Prozess. Auch gegen einen Redakteur der Zeitung wird laut Gericht verhandelt.

5.30 Uhr: Mann fliegt mit geladener Schusswaffe von Barbados nach Miami

Die Behörden von Barbados untersuchen den Fall eines Mannes, der mit einer geladenen Schusswaffe von der Karibikinsel bis nach Miami geflogen ist. Wie der Sender NBC am Freitag (Ortszeit) berichtete, wurde erst am Flughafen im US-Bundesstaat Florida entdeckt, dass der Verdächtige eine mit fünf Kugel geladene Waffe auf dem Linienflug dabei hatte. Er wurde von den Sicherheitskräften festgenommen. Die Regierungschefin von Barbados, Mia Mottley, äußerte sich besorgt über den Vorfall. Die Folgen für ihr Land seien "schwerwiegend und groß". In Florida kann das Mitführen einer Waffe auf einem Flug mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren und einer Geldbuße von 5000 Dollar (rund 4400 Euro) geahndet werden.

4.46 Uhr: Strobl fürchtet Radikalisierung von Corona-Protest bei Impfpflicht

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (CDU), hat vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste im Fall einer Impfpflicht gewarnt. Nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes könne man davon ausgehen, dass "eine Impfpflicht die aggressive Haltung der Querdenker-Bewegung noch verstärkt", sagte der baden-württembergische Innenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Querdenken-Bewegung ist gefährlich für unsere freiheitliche Demokratie, und sie wird noch gefährlicher", sagte Strobl.

4.05 Uhr: RKI registriert 64.510 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 442,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 442,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,1 gelegen, vor einer Woche bei 444,3 (Vormonat: 183,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64.510 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.48 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67.125 Ansteckungen.

3.16 Uhr: USA – Haus wegen Schlangenbefall versehentlich abgefackelt

Weil er davon ausging, Schlangen durch Rauch vertreiben zu können, hat ein Mann im US-Staat Maryland sein Haus versehentlich abgefackelt. Der Feuerwehrsprecher von Montgomery County, Pete Piringer, twitterte, es werde angenommen, dass die für die Rauchentwicklung im Keller vom Hausbesitzer entzündeten Kohle zu dicht an brennbaren Materialien gelegen hätten. Bei dem dann entstandenen Großbrand sei das Haus – bereits am 23. November – komplett zerstört worden. Menschen seien nicht verletzt worden. 75 Feuerwehrleute waren mit dem Löschen beschäftigt.

2.43 Uhr: Italiener will sich Impfausweis mit Arm aus Silikon erschleichen

Mit einem gefälschten Arm aus Silikon hat ein Mann in Italien versucht, sich einen Corona-Impfnachweis zu erschleichen. "Der Fall grenzt ans Lächerliche, wenn es sich dabei nicht um einen Akt von enormer Tragweite handeln würde", erklärte der Chef der Regionalregierung von Piemont, Alberto Cirio, bei Facebook. Trotz des realistischen Hauttons des Gummi-Arms ließen sich die Mediziner nicht täuschen und der etwa 50-jährige Mann wurde angezeigt. Cirio bezeichnete das Vorhaben des Italieners in der nördlichen Stadt Biella als "inakzeptabel angesichts des Opfers, das unsere gesamte Gemeinschaft während der Pandemie in Form von Menschenleben, sozialen und wirtschaftlichen Kosten erbracht hat". 

1.30 Uhr: Italienischer Student in New York erstochen

In New York ist ein italienischer Student der Universität Columbia erstochen und ein weiterer mit einem Messer verletzt worden. Die Polizei teilte mit, der 30-Jährige sei seinen schweren Verletzungen in der Bauchgegend erlegen. Ein 27-jähriger Italiener sei mit Verletzungen am Oberkörper ins Krankenhaus gebracht worden, sein Zustand sei jedoch stabil. Das italienische Außenministerium bestätigte beide Fälle. Der mutmaßliche Angreifer wurde festgenommen, als er gerade einen dritten Mann mit dem Messer bedrohte. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Daily News" handelt es sich bei dem Angreifer um das Mitglied einer Gang aus dem New Yorker Stadtteil Queens, der bereits vier Jahre in Haft verbracht hatte und mehrfach wegen Gewalttaten festgenommen worden war.

0:55 Uhr: Fahndung nach Eltern des mutmaßlichen Schul-Schützen von Michigan

Nach den tödlichen Schüssen in einer Schule im US-Bundesstaat Michigan fahndet die Polizei nach den Eltern des mutmaßlichen 15-jährigen Täters. Wer Informationen über den Aufenthaltsort von James und Jennifer C. habe, solle sofort den Notruf 911 wählen, hieß es in dem veröffentlichten Fahndungsaufruf des Sheriffs im Bezirk Oakland. Sie würden wegen Totschlags gesucht. Staatsanwältin Karen McDonald sagte am Abend im Sender CNN: "Ich hoffe, dass sie das Richtige tun und sich stellen." Sollten die Eltern sich der Polizei entziehen, sei es wahrscheinlich, dass sie sich wegen weiterer Vorwürfe verantworten müssten.

0.07 Uhr: Neun Sektenmitglieder in Panama nach Fund von Massengrab verurteilt

Neun Mitglieder einer Sekte sind von einem Gericht in Panama zu Haftstrafen von bis zu 50 Jahren verurteilt worden. Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, wurden die Mitglieder für schuldig befunden, im vergangenen Jahr sechs Kinder und eine schwangere Frau getötet zu haben. Ermittler hatten im Januar 2020 auf dem Gelände der Sekte in der schwer zugänglichen indigenen Region Ngäbe Buglé ein Massengrab gefunden. Die sieben Leichen trugen Spuren von Schlägen und Verbrennungen. Die Opfer wurden laut Gericht von den Sektenmitgliedern mit Stöcken, Bibeln und Macheten getötet.

dho / fs DPA AFP

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