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Pavillon Le Corbusier: Wie Zürichs schrägstes Haus den Welterbe-Architekten ehrt

Ein Jahr nach der Wiedereröffnung hat sich der Pavillon Le Corbusier in Zürich zum Publikumsmagneten entwickelt. Das Gesamtkunstwerk aus Stahl und Glas zeigt in einer neuen Ausstellung die schwierige Beziehung des weltberühmten Schweizer Architekten zur Stadt Zürich.

Pavillon Le Corbusier

Wurde von Oktober 2017 bis Februar 2019 renoviert: der Pavillon Le Corbusier in Zürich, Höschgasse 8

Was für Barcelona der Pavillon Mies van der Rohe ist, stellt für Zürich der Pavillon Le Corbusier dar: Beides sind architektonische Glanzstücke von hohem ästhetischem Wert, die als Ausstellungsorte dienen. Heute gehören die Pavillons in den beliebten Städtereisezielen zu den Highlights von Architekturfans.

Doch im Gegensatz zum gut erhaltenen Pavelló, der einst vom Direktor des Bauhauses in Dessau für die Weltausstellung in Barcelona 1929 entworfen wurde, war es um den Zustand des Pavillon Le Corbusier in Zürich schlecht bestellt. 

Die Stahlträger des luftigen Gebäudes rosteten vor sich hin, Wasser drang durch die Decke ins Innere. Nach 50 Jahren ging der auf öffentlichem Grund am Ostufer des Zürichsees platzierte Pavillon in den Besitz der Stadt Zürich über.

Sanierung für 5 Millionen Schweizer Franken

Ursprünglich wurde das filigrane Gebäude im Auftrag der Innenarchitektin, Kunstsammlerin und Galeristin Heidi Weber gebaut. Es ist der letzte umgesetzte Entwurf des Schweizer Architekten Le Corbusier, der von 1887 bis 1965 lebte. Auf den 600 Quadratmetern war bis 2016 das "Heidi Weber Museum – Centre Le Corbusier" untergebracht, das neben Webers privater Kunstsammlung auch Skulpturen, Möbel und Bilder von Le Corbusier zeigte.

Doch der Eigentümerwechsel verlief 2016 alles andere als geordnet. Bis heute ist der Streit beider Parteien juristisch nicht endgültig beigelegt. So wurde die Wiedereröffnung des Baudenkmals im Mai 2019 zueinem kleinen Wunder: Unter den Fittichen des Museums für Gestaltung Zürich konnten die Architekten Silvio Schmed und Arthur Rüegg die schiffsähnliche Konstruktion aufwendig wiederherstellen.

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Die umgerechnet 4,4 Millionen Euro teure Renovierung wurde mit viel Liebe zum Detail des denkmalgeschützten Baus umgesetzt - und wirkt wie ein Gesamtkunstwerk von Architektur, Kunst und Leben.

Seit dem 9. Juni 2020 zeigt die zweite Ausstellung im Inneren unter dem Titel "Le Corbusier und Zürich" seine Zürcher Projekte und Bauten anhand von Fotografien, Plänen, Modellen und Möbeln. Herzstück der Ausstellung ist das Originalmodell des Projekts für die Rentenanstalt von 1932 aus der Fondation Le Corbusier, das allerdings nicht realisiert wurde.

Quelle: https://pavillon-le-corbusier.ch

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