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Neuseeland: Hass auf Touristen – Locals beschießen fremde Surfer mit Gewehr

In Neuseeland boomt der Tourismus. Manche Einheimische halten nichts von dieser modernen Plage. Mit allen Mitteln versuchen sie, ihr Land und ihre Strände von den Fremden freizuhalten. Nun wurde auf einen 14-Jährigen geschossen

Alle Surfer träumen von unberührten Surf-Stränden, aber nicht immer wollen die Einheimischen ihr Paradies mit den Urlaubern teilen (Symbolbild).

Alle Surfer träumen von unberührten Surf-Stränden, aber nicht immer wollen die Einheimischen ihr Paradies mit den Urlaubern teilen (Symbolbild).

Unsplash

Es ist nicht neu, dass Locals "ihren" Strand vor Touristen schützen und die Eindringlinge vertreiben. In hat diese Praxis einen Höhepunkt gefunden: Hier wurden fremde Surfer mit einem Gewehr beschossen, als sie vor dem abgelegenen Strand surfen wollten.

Zwei Männer und ein 14-jähriger Junge sagten der , dass sie am "Te Maika Point" an der Küste von Taharoa surften, als sie beschossen wurden. Zuerst hätten sie die Schüsse für Fehlzündungen gehalten, dann bemerkten sie, dass sie von zwei Männern am Strand gezielt beschossen wurden.

Die Polizei sagte, dass die Surfer aus dem Gebiet unverletzt geflohen und geschockt zu ihrem Bootsanleger zurückkehrt seien. Dort war zufällig der einzige Polizist der Gegend.

Tradition der Vertreibung

Der "NZ Herald" berichtet, dass auch andere Surfer und Fischer, ähnlichen Angriffen ausgesetzt waren. Ein Fischer hatte in diesem Jahr ein ähnliches Erlebnis. Als ein Freund dort tauchte, hätte jemand auf sie geschossen. "Die dort denken, dass ihnen das Meer gehört und niemand sonst dort sein darf ", so der Fischer. "Da draußen wurde schon auf viele Boote geschossen. Es geht schon seit zehn Jahren so .... Ich kenne Leute, die dort tatsächlich an den Strand gegangen sind, um dort zu fischen, und sie wurden weggejagt."

Der Strand ist von Land aus für Fremde nicht zu erreichen. Man muss über Maori-Stammesland und über Privatbesitz dorthin. Wer sich über das Fahrverbot hinwegsetzt und dennoch mit dem Auto kommt, findet es nach dem Surfen beschädigt wieder vor.

Mit den Schüssen auf den Jungen wurde allerdings eine Grenze überschritten. "Der Schuss schlug nur wenige Meter neben dem Jungen ein. Da besteht ein massives Risiko. Das ist unerträglich. Wir sind nicht in einem Kriegsgebiet", gab die Polizei bekannt."

Surfer haben Verständnis

Der einheimische Profisurfer Daniel Kereopa ist mit dem Strand vertraut, er wurde von Verwandten bereits zum Surfen eingeladen. "Seit ich den Ort und die Leute kenne, die sich um ihn kümmern, braucht man eine Einladung", sagte er dem Portal "Stuff".

Die Schüsse heißt er nicht gut, denn es sei nicht okay, ein Kind zu traumatisieren, doch gefällt ihm die Touristen-Invasion in Neuseeland erst recht nicht. "Es ist einer dieser Orte, der immer noch echtes Neuseeland ist - nicht von Touristen überlaufen, nicht erschlossen. Die Menschen leben dort, weil sie auf ihrem Land geboren wurden, und leider haben sie nun Aufmerksamkeit erregt durch das, was dort passiert ist."

Im Gegensatz zu anderen von Touristen überfüllt Stränden, ist die Küste von Taharoa noch unberührt. "Es ist ein Ort, der absolut einzigartig ist. Wenn die Leute dich bitten, da unten zu surfen, dann ist es eben so. Wenn sie dich nicht fragen, solltest du nicht auch nicht glauben, dass du es verdienst, dorthin zu gehen. Einige Orte sollten geheim und isoliert bleiben."

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