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Insolvenz der "MS Deutschland" "Traumschiff"-Reederei sagt kurzfristig Weltreise ab


Das ZDF-"Traumschiff" gerät in immer schwierigere Gewässer. Nach zwei Kurzreisen muss jetzt auch die geplante mehrmonatige Weltreise gestrichen werden. Es fehlt das nötige Geld für die Werft.

Bittere Zeiten für Fans des ZDF-"Traumschiffs". Da immer noch kein Investor für das in finanziellen Schwierigkeiten steckende Schiff gefunden wurde, musste eine geplante mehrmonatige Weltreise der MS "Deutschland" abgesagt werden. Der geplante Verkauf zieht sich weiter hin. "Leider haben wir keinen Investor gefunden, der uns in der Kürze der Zeit ausreichende Finanzierungsnachweise für ihre teilweise attraktiven Angebote liefern konnte, um die Durchführung der Reise und des nötigen Werftaufenthalts zu garantieren", gab der vorläufige Insolvenzverwalter der Reederei Peter Deilmann und der MS Deutschland Beteiligungs GmbH, Reinhold Schmid-Sperber bekannt. Die Weltreise sollte am 18. Dezember beginnen.

"Ich bedaure die Entscheidung zur Absage der Weltreise sehr. Um Gästen und Crewmitgliedern jedoch Planungssicherheit zu geben, konnte ich sie nicht länger aufschieben", sagt Schmid-Sperber. Gäste, die bereits Zahlungen für die Weltreise oder deren Teilstrecken erbracht haben, erhalten diese zurückerstattet.

Kein Geld für Werftaufenthalt

Die Reederei Peter Deilmann hatte angesichts der finanziellen Probleme bereits zuvor zwei für Dezember geplante Kurzreisen der "Deutschland" abgesagt. Allein für einen nötigen Werftbesuch müssten zwei Millionen Euro aufgebracht werden. Das Schiff braucht diese Überprüfung, die sogenannte Klasse, sonst darf es ab Dezember nicht mehr fahren.

Laut Schmid-Sperber gibt es weiterhin zahlreiche Interessenten für Schiff und Reederei, mit denen die Verhandlungen nun ohne den Zeitdruck der bevorstehenden Weltreise fortgeführt werden können. Dies geschieht mit dem erklärten Ziel, den Fahrtbetrieb der Deutschland im Frühjahr 2015 wieder aufzunehmen.

Die Reederei Peter Deilmann GmbH sowie die MS "Deutschland" Beteiligungs GmbH befinden sich seit Ende Oktober in der vorläufigen Insolvenz. Die MS "Deutschland" Beteiligungs GmbH ist Mehrheitseigentümer des gleichnamigen Kreuzfahrtschiffes.

tib/DPA DPA

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