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Debatte im sozialen Netzwerk Weibo: Diskussion im Netz: Sollten Kinder nur noch in speziellen Zugwaggons reisen dürfen?

Zu Beginn des chinesischen Neujahrfestes verreisen traditionell Millionen von Chinesen, viele von ihnen per Zug. Landesweit wird nun im sozialen Netzwerk Weibo unter dem Hashtag #ChineseNewYearTravel2019 diskutiert, ob und wie mit "anstrengenden" Kindern  in Zügen umzugehen sei.

China diskutiert, ob Kinder auf Zugreisen zu stark nerven

Ja, natürlich kann es (auch in China) passieren, dass Kinder im Zug Lärm verursachen

Getty Images

Anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes nutzen sehr viele Chinesen die Bahn, um Familie und Freunde zu besuchen oder Urlaub zu machen. Bei diesen Bahnnutzern wird derzeit unter dem Hashtag #ChineseNewYearTravel2019 vermehrt darüber debattiert, wie mit Kinderlärm auf Reisen umzugehen sei.

Bereits knapp eine Milliarde Betrachter hat das Hashtag auf Weibo mittlerweile erreicht, Tausende debattieren über das Für und Wider spezieller Extra-Waggons für laute Kinder. Weibo ist ein soziales Netzwerk, das vor allem in China verbreitet ist; sozusagen das Pendant zu Twitter und Facebook.

China diskutiert über "verzogene" Kinder

Annähernd drei Milliarden einzelne Touren werden zwischen dem 21. Januar, dem Beginn des Neujahrsfestes, und dem 1. März in China unternommen, inklusive Zug-, Straßen- und Schiffsverkehr, wie news.cgtn.com berichtet. Darin eingerechnet sind also auch die 413 Millionen Zugreisen, die in diesem Zeitraum unternommen werden und die wegen der schieren Größe des Landes auch mal mehrere Tage dauern können. Immerhin ist China knapp 27 Mal so groß wie Deutschland. 

Bei derart viel Verkehr ist es in Zeiten von Social Media natürlich selbstverständlich, dass darüber auch online diskutiert wird, wie sich solche Reisen möglichst stressfrei gestalten lassen.

Wie "BBC" auf ihrer Nachrichtenseite berichtet, sorgte speziell die Idee "verzogene" Kinder in eigenen Bereichen von Fernzügen unterzubringen für eine Diskussion unter mehr als 2000 Usern.

Der Kommentar "einen ganzen Waggon voller 'Bärenkinder' will ich mir noch nicht einmal vorstellen" erhielt beispielsweise mehr als 4000 Likes auf Weibo, wie bbc.com berichtet. "Stellt euch mal vor, sie beginnen zu heulen. Einer nach dem anderen …", steht da. Oder: "Vielleicht würde sich das Problem lösen, wenn die Kinder nur jemanden zum Spielen hätten." Dazu muss man wissen: Im Chinesischen werden Kinder, die als laut oder ungehorsam wahrgenommen werden, als "Bärenkinder".

Ähnliche Debatten auch in Deutschland

Auch in Deutschland gibt es solche Debatten immer wieder. Allerdings bisher eher nicht in diesem Ausmaß. Aber ja, wenn man auf Twitter sucht, finden sich Beiträge, die in die gleiche Richtung gehen. Zum Beispiel unter dem Twitter-Hashtag #kindernerven – da hilft es offensichtlich nicht immer, dass es bei der Deutschen Bahn längst Familien- und Ruhebereiche in den Zügen gibt.

Selbstverständlich aber ist die Nutzung der entsprechenden Abteile freiwillig. Und die Garantie, in einem Ruheabteil von (Kinder-)Lärm verschont zu bleiben, gibt es bei der Deutschen Bahn auch nicht. Die Frage bleibt: Muss Kinderlärm, in welcher Form auch immer, schlicht ertragen werden, weil Kinder nun eben ab und zu Krach machen, oder braucht es – womöglich manchmal auch aufgrund schlechter Erziehung – in Zügen wirklich eine kinderfreie Zone? Das wird aktuell sehr angeregt diskutiert. In China. Und vielleicht auch bald verstärkt bei uns.

Quellen: bbc.com / news.cgtn.com / bahn.de

km
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