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Japan im Zeitraffer: In vier Minuten durch den Fernen Osten

Der Münchner Filmemacher Vincent Urban reiste drei Wochen durch Japan. Auf Vimeo hat er seine Eindrücke als Zeitrafferfilm veröffentlicht – mit einer einzigartigen Montagetechnik, die einen sofort ins Land der aufgehenden Sonne versetzt.

Ob Afrika, Südamerika oder den Orient: Vincent Urban hat schon viele Regionen der Erde bereist. In seinen visuellen Impressionen stellt er nicht nur eine heile Welt wie im Reiseprospekt dar, sondern er scheut sich auch nicht Umbrüche, Widersprüche oder Flüchtlingscamps – wie in seinem Libanon Clip aus dem Jahre 2014 – der von ihm besuchten Länder zu zeigen. Jeder seiner auf Vimeo hochgeladen Videos endet mit der Einblendung: "To be continued" – die Reise geht weiter.

Im vergangenen Jahr fuhr er mit der Eisenbahn drei Wochen lang durch Japan. Tokio, Osaka, Hiroshima und Kyoto hießen einige seiner Stationen. Doch auch abgelegene Regionen und der schneereiche Norden des Inselreiches lagen auf seiner Route.

Sein vor wenigen Tagen veröffentlicher Clip mit dem Titel "In Japan - 2015" hebt sich erfrischend von anderen Zeitraffer-Videos ab. Denn Urban ist es zusammen mit Alex Schiller und Alex Tank gelungen, eine einzigartige Schnitttechnik anzuwenden, bei der Motive in dichtester Folge aus den verschiedensten Landesteilen und Sujets ineinanderfließen. Neben Sound, Musik und Geräuschen integrieren sie auch abgefilmte Projektionen von überdimensionalen Digitalbildschirmen, wie sie im Stadtbild japanischer Metropolen allgegenwärtig sind.

In der Summe ergibt sich durch die schnellen Sequenzen ein Japanbild, das die Wirklichkeit mit der Gleichzeitigkeit von Traditionen, religiösen Riten und Fortschrittsglauben hervorragend wiedergibt – alles auf vier Minuten komprimiert.

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