Jungfernfahrt "Queen Mary 2" sticht in See


Das größte und teuerste Passagierschiff der Welt geht auf Jungfernfahrt: Die "Queen Mary 2" mit 2650 Passagieren an Bord soll zu ihrer ersten Atlantiküberquerung starten.

Das größte und teuerste Passagierschiff der Welt geht auf Jungfernfahrt: Vier Tage nach der feierlichen Taufe durch Königin Elizabeth II. sollte die "Queen Mary 2" mit 2650 Passagieren an Bord zu ihrer ersten Atlantiküberquerung vom südenglischen Southampton nach Fort Lauderdale in Florida starten. Die Sicherheitsvorkehrungen an Bord sind hoch - kurz vor Beginn der 14-tägigen Reise hatte es nach britischen Presseberichten angeblich Terrordrohungen gegen das Luxusschiff gegeben. Dies wurde jedoch am Montag von der britischen Reederei Cunard dementiert.

Preise zwischen 3000 unf 40.000 Euro

Bevor die neue "Königin der Meere" am Montagabend zu ihrer Jungfernreise auslaufen sollte, waren in ihrem Heimathafen Southampton für die Zuschauer an Land noch mehrere Ehrenrunden geplant. Im nahe gelegenen Mayflower Park war ein großes Feuerwerk vorbereitet.

Für die schon seit Monaten ausgebuchte Reise haben die Passagiere nach Angaben der Reederei umgerechnet zwischen 3000 und 40.000 Euro bezahlt. Das für etwa 650 Millionen Euro gebaute Luxusschiff ist nach Auskunft der Reederei schon auf Monate hin ausgebucht. Ab 16. April wird die "Queen Mary 2" im Linienverkehr vorrangig New York anlaufen.

Gleiche Route wie "Titanic"

Mit ihrer ersten Atlantiküberquerung nimmt die "Queen Mary 2" nahezu exakt die gleiche Route wie die "Titanic", die 1912 auf ihrer Jungfernfahrt zwischen Southampton und New York bei Neufundland (Kanada) unterging. Dasselbe Schicksal, so versichern die Erbauer, könne die "Queen Mary 2" nicht ereilen: Sie ist mit einem extra dicken Stahlrumpf gepanzert und mit 150 000 Tonnen fast drei Mal so schwer wie die "Titanic." Bevor "Queen Mary 2" ihre Stammroute nach New York aufnimmt, wird sie überwiegend in der Karibik unterwegs sein und im Februar zum Karneval nach Rio de Janeiro fahren.Einen Tag vor der Jungfernfahrt hatten Umweltschützer den Trend zu immer größeren Luxuslinern kritisiert. Ein Schiff wie die "Queen Mary 2" verbrauche allein für Schwimmbäder und andere Finessen so viel Strom wie eine mittlere Kleinstadt, sagte der Geschäftsführer des WWF Deutschland (Bremen), Peter Prokosch.

WWF kritisiert Trends zu immer größeren Schiffen

Der WWF kritisierte außerdem, dass durch die Tendenz zu immer größeren Schiffen auf dem Kreuzfahrtmarkt Überkapazitäten geschaffen worden seien, die auf die Preise drückten. Dies gehe oft zu Kosten der Qualität und der Umweltstandards an Bord.Negativschlagzeilen ganz anderer Art hatte es für das Prestigeobjekt schon im vergangenen November gegeben: Beim Einsturz einer Landungsbrücke auf der französischen Werft in St. Nazaire waren 15 Besucher ums Leben gekommen, die sich den Luxusliner anschauen wollten.


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