VG-Wort Pixel

Mount Manaslu Mann ohne Beine erklimmt 8000-Meter-Berg im Himalaya

Ruslam Nabiev
Ruslam Nabiev auf dem Gipfel des Mount Manaslu
© Ruslam Nabiev / Instagram
Rustam Nabiev mussten vor sechs Jahren beide Beine amputiert werden. Das hält ihn aber nicht von Höchstleistungen ab: Jetzt hat er einen Achttausender-Berg im Himalaya-Gebirge bestiegen.

Einen Achttausender, also einen Berg mit 8000 Metern Höhe oder mehr, zu besteigen, ist für die meisten Menschen schon eine riesige Herausforderung. Rustam Nabiev hat es geschafft – und zwar ohne Beine. Der Russe erreichte den Gipfel des 8163 Meter hohen Mount Manaslu im Himalaya-Gebirge. Damit soll Nabiev nach eigenen Angaben der erste Mensch gewesen sein, der einen Achttausender nur mit Hilfe der Hände erklommen hat.

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN
Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.

Ob das wirklich stimmt, können selbst die zuständigen Behörden in Nepal, die die Besteigung beglaubigt haben, nicht zweifelsfrei bestätigen. So oder so hat Nabiev eine herausragende Leistung erbracht. "Ich habe eine neue Seite in der Geschichte des modernen Bergsteigens aufgeschlagen", schrieb er auf seiner Instagram-Seite.

34 Tage bis zum Gipfel des Mount Manaslu

Dort hielt Nabiev seine 1,3 Millionen Follower über sein Projekt auf dem Laufenden – für ihn auch eine große Motivation, wie er später berichtete: "Es war meine Mission, dass ich für all die Menschen, die zugeguckt haben, den Gipfel erreichen musste."

34 Tage brauchte der 29-Jährige für den Aufstieg zum Gipfel des achthöchsten Bergs der Welt. Nabiev war mit zwei weiteren russischen Bergsteigern und fünf erfahrenen Sherpas unterwegs. Lediglich an einigen sehr schwierigen Stellen habe er Hilfe benötigt, bestätigte ein Bergführer. "Ich habe noch nie jemanden mit einer so schweren Behinderung gesehen, der einen solchen Berg bestiegen hat", sagte der Behördenmitarbeiter Jay Ram Upreti. "Seine Leistung ist einfach außergewöhnlich."

Bergsteiger in dicken Jacken stehen im Basiscamp am Mount Everest zwischen lauter verlassenen Zelten.Im Hintergrund liegt Schnee

Nabiev verlor beide Beine bei einem Unglück

Bereits im vergangenen Jahr hatte Nabiev den Elbrus in Russland bestiegen, mit 5642 Metern Höhe der höchste Berg Europas. Für die Zukunft hat er sich weitere Höchstleistungen vorgenommen: Perspektivisch will er den Mount Everest erklimmen, den höchsten Berg der Welt mit mehr 8800 Metern Höhe. 

Nabiev mussten 2015 beide Beine amputiert werden. Der ehemalige russische Soldat war beim Einsturz einer Kaserne in der sibirischen Stadt Omsk unter den Trümmern begraben worden. 24 Menschen starben bei dem Unglück, Nabiev überlebte schwer verletzt. Trotz seiner Behinderung ist er sportlich sehr aktiv und spielt unter anderem Para-Eishockey. Dabei bewegen sich die Sportler nicht auf Schlittschuhen, sondern auf kleinen Schlitten über das Eis. 

Quellen: Rustam Nabiev auf Instagram / "Bild" / ITV / "Russia Beyond"

epp

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker