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Korallenbleiche So schlimm steht es um das Great Barrier Reef

Ein Luftaufnahme zeigt das sogenannte Herzriff des Great Barrier Reefs vor Australien
Eine Luftaufnahme zeigt Teile des Great Barrier Reefs vor der australischen Küste
© Thomas Uhlemann/Picture Alliance/DPA-Zentralbild
Seit Monaten ist das Great Barrier Reef vor der australischen Küste im Gespräch. Der Grund: Die Korallenbleiche hat weite Teile des Riffs befallen. Eine Studie zeigt nun das neueste Ausmaß der Schäden. Kann ein entschlossener Kampf gegen den Klimawandel das Weltnaturerbe noch retten?

Das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens existiert seit 25 Millionen Jahren und wurde 1981 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Die bunten Korallenstöcke locken jährlich viele Millionen Touristen an, doch die Schönheit des Riffs wird durch die globale Erwärmung massiv bedroht. Nach einer neuen Studie ist die Gefahr möglicherweise noch größer als bislang vermutet.

Aktuelle Aufnahmen aus der Luft zeigen demnach, dass bereits 1500 Kilometer von der sogenannten Korallenbleiche betroffen sind - also bereits zwei Drittel des gesamten Riffs. Professor Terry Hughes von der James-Cook-Universität im australischen Townsville mahnte am Montag, es gebe "kaum noch Chancen auf Erholung".

Die schwersten neueren Schäden betreffen nach Angaben der Wissenschaftler den mittleren Teil des Riffs. Im vergangenen Jahr waren vor allem Korallenstöcke im Norden des 2300 Kilometer langen Riffs ausgebleicht. Nur im Süden sind die Stöcke demnach noch weitgehend heil. Die Forscher hatten 2017 insgesamt 800 Korallenstöcke untersucht. Grundlage dafür sind Luftaufnahmen.

Ist das Great Barrier Reef noch zu retten?

Der Wissenschaftler John Kerry sagte, nach 1998, 2002 und 2016 sei dies nun bereits die vierte Korallenbleiche, von der das Ökosystem betroffen sei. Bislang lagen zwischen den Bleichen immer einige Jahre, in denen sich das Great Barrier Reef erholen konnte. Professor Hughes mahnte, das Riff lasse sich nur noch mit einem entschlossenen Kampf gegen den Klimawandel retten.

Die Korallenbleiche vor der Nordostküste Australiens hatte im vergangenen Jahr weltweit Schlagzeilen gemacht. Als einer der Gründe wird vermutet, dass die Wassertemperaturen um bis zu vier Grad höher lagen als sonst. Korallen sind Nesseltiere, die mit Algen in einer Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen leben. Bei hohen Temperaturen werden die Algen giftig, die Korallen stoßen sie ab und verlieren ihre Farbe.

sve DPA

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