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Verbrechen im Ferien-Appartement: Tod in Airbnb-Wohnung: Drei junge Männer in Toronto erschossen

Zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit ist es bei einer Party in einer Airbnb-Unterkunft in der kanadischen Metropole zu tödlichen Schüssen gekommen. Ein Stadtrat verlangt, der kurzfristigen Vermietung solcher "Geisterhotels" einen Riegel vorzuschieben.

Polizeiwagen in Toronto, einer Metropole mit 2,7 Millionen Einwohnern

Polizeiwagen in Toronto, einer Metropole mit 2,7 Millionen Einwohnern

Getty Images

In einer Ferienwohnung in der kanadischen Metropole Toronto sind drei junge Männer erschossen worden. Zwei weitere Menschen seien in der über die Buchungsplattform Airbnb angemieteten Wohnung verletzt worden. Über die möglichen Hintergründe der Tat am Freitag wurde zunächst nichts bekannt. Auch zur Identität der Opfer machten die Ermittler keine Angaben.

Nach Angaben eines Polizeisprechers handelt es sich bei den Toten um junge Männer im Alter von 19 bis 22 Jahren. Der Bürgermeister von Toronto, John Tory, bezeichnete den Vorfall als "völlig inakzeptabel" und erklärte seine "Entschlossenheit, mit der Polizei und den Behörden zusammenzuarbeiten", um die Waffengewalt in seiner Stadt zu bekämpfen.

Nach Angaben der kanadischen Zeitung "The Star" ereignete sich der Vorfall am Freitag gegen 22.30 Uhr in einem Hochhaus in Viertel Fort York. In dem Appartement im 32. Stockwerk wurde eine Party gefeiert, als es zu der Auseinandersetzung kam. "Lasst uns diese Geisterhotels und Party-Suiten schließen", forderte inzwischen der Stadtrat Joe Cressy. "Das ist nicht sicher und endet viel zu oft in Tragödien wie dieser."

Schüsse im Januar und Oktober 2019

Es ist nicht das erste Mal, dass in Toronto in einer über Airbnb angemieteten Wohnung Schüsse fielen. Im Januar 2019 wurde ein Student auf einer Privatparty in einer angemieteten Wohnung verletzt, ein weiterer Vorfall ereignete sich nach Angaben örtlicher Medien im vergangenen April.

Nachdem es Ende Oktober auch in den USA zu einem Schusswechsel in einer Airbnb-Wohnung mit fünf Toten gekommen war, hatte die Plattform angekündigt, alle sieben Millionen Häuser und Wohnungen in ihrem Angebot "mit dem Ziel einer hundertprozentigen Verifizierung" zu überprüfen.

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Ein Airbnb-Sprecher sagte dem Fernsehsender CTV, er bedauere zutiefst die jüngste "Tragödie" in Toronto. Die Plattform arbeite mit der Polizei zusammen, um sie bei den Ermittlungen zu unterstützen. "Wir verurteilen ein solches Verhalten und verbieten auf unserer Plattform jegliche Vermietungen für reine Party-Zwecke", fügte der Sprecher hinzu.

In Toronto wurden laut Polizeistatistik im vergangenen Jahr 490 Schusswechsel registriert. 44 Menschen wurden erschossen. Oftmals waren rivalisierender Gangs für die Gewalt verantwortlich.

Quellen: AFP und "The Star"

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tib mit AFP
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