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Vergleich der Übernachtungspreise: Hotelzimmer oder Airbnb? So sparen Sie 100 Euro pro Nacht in New York

Kommt man in einem privat vermieteten Zimmer sehr viel günstiger unter als im Hotel? Eine Untersuchung von Statista zeigt, in welchen Metropolen eine Airbnb-Unterkunft den Reise-Etat enorm schont.

"Forbes" und Statista haben den Preisunterschied zwischen Hotels und Airbnb-Unterkünften untersucht.

"Forbes" und Statista haben den Preisunterschied zwischen Hotels und Airbnb-Unterkünften untersucht.

Erst wurden sie von den Hoteliers nicht ernst genommen: die Sharing-Portale für Privatunterkünfte. Doch längst haben sich Airbnb und Co. als Alternative zu Hotels etabliert. Gerade unter Städtereisenden sind privat vermietete Zimmer und Wohnungen besonders beliebt.

Ob in Venedig, New York oder Berlin, die sogenannte Parahotellerie gilt inzwischen als handfeste Konkurrenz. Doch wie hoch ist das Sparpotential wirklich? Eine Analyse von "Forbes" und Statista verdeutlicht die Preisunterschiede. Doch das Ergebnis fällt in den einzelnen Städten sehr unterschiedlich aus.

119 US-Dollar pro Nacht in Tokio sparen

Als Metropole mit den höchsten Hotelpreisen gilt New York: Mit 306 US-Dollar schlägt dort eine Durchschnittsnacht zu Buche. Dagegen werden für eine Airbnb-Unterkunft lediglich 187 US-Dollar fällig. Macht eine Preisdifferenz von 119 US-Dollar.

Auch in Tokio kann man in einem privat vermieteten Zimmer sehr viel sparen. Statt 220 US-Dollar fallen nur 93 US-Dollar an - 127 US-Dollar weniger als ein Hotelzimmer.

Infographic: Is Airbnb Really Cheaper Than A Hotel Room? | Statista You will find more statistics at Statista

Geringer wird die Differenz in London (217 versus 179 US-Dollar) und in Berlin: Mit 114 US-Dollar Durchschnittpreis für ein Hotelzimmer liegt das Preisniveau in der deutschen Hauptstadt gerade auch im internationalen Vergleich besonders niedrig. Eine Airbnb-Unterkunft wird dagegen mit 92 US-Dollar bemessen.

Die Vergleichswerte der Untersuchung basieren auf den Januar-Daten des Hotelpreisradars der deutschen Hotelreservierungsseite HRS und Angaben des Portals AirDNA, einem Analysetool für die inzwischen auf weltweit 1,7 Millionen angewachsene Community von Airbnb-Gastgebern.

Warum Privatunterkünfte günstiger sind

Die teilweisen enormen Preisunterschiede erklären sich hauptsächlich durch die wesentlich geringen Kosten von Airbnb-Zimmern im Vergleich zur Hotellerie und auf der Nachfrage und des Angebots von Unterkünften. Denn zu den Hauptausgaben von Hotels gehören die Personalkosten: Service kostet Geld, von der rund um die Uhr besetzten Rezeption, über die Zimmermädchen und den Mitarbeitern in der Verwaltung bis zu denen im Gastronomie-Bereich.

Dagegen sind die Ausgaben für Lohnkosten bei Airbnb-Zimmern gering. Die Schlüssel werden meist von den Vermietern oder einem Boten übergeben, höchstens müssen externe Reinigungskräfte entlohnt werden.

Noch mehr Geld können Urlauber sparen, wenn sie nicht im Hotelrestaurant essen, sondern wie Einheimische ihre Lebensmittel einkaufen und in ihrer Ferienunterkunft selber kochen. So beschränken sich die Ausgaben für die Zutaten für ein Frühstück auf wenige Euro. Dagegen berechnet ein Hotel gerne für das Frühstücksbuffet 20 Euro pro Person.

Allerdings sollte man bei dem Vergleich auch berücksichtigen: Bei Airbnb können in einer Wohnung in mehreren Zimmern auch mehrere Personen unterkommen, die sich wiederum die sanitären Einrichtung teilen und einen deutlichen Komfortverzicht zum Hotel hinnehmen müssen.

Für großes Aufsehen sorgte vor Jahren eine Unterkunft in Manhattan, als eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 22 Betten als Airbnb angeboten wurde. 

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