VG-Wort Pixel

Neue Reiseregeln Island öffnet sich weiter: Geimpfte aus Nicht-Schengen-Staaten dürfen einreisen

Blick auf Islands Hauptstadt Reykjavik und die Hallgrímskirkja
Blick auf Islands Hauptstadt Reykjavik und die Hallgrímskirkja, eine Touristenattraktion der Stadt. Island erlaubt auch Geimpften aus Nicht-Schengen-Staaten die Einreise.
© verve231 / Getty Images
In Island sind die Corona-Zahlen seit Wochen auf niedrigem Niveau, vieles ist schon wieder offen. Die Insel-Nation öffnet nun seine Grenzen ein Stück weiter für die so dringend benötigten Touristen – aber unter Bedingungen.

Das in Sachen Corona gut dastehende Island lässt nun auch Reisende von außerhalb der Schengenzone test- und quarantänefrei ins Land, wenn sie gegen Covid-19 geimpft worden oder von einer Erkrankung genesen sind. Die Ausnahmen, die bislang nur für Deutschland und die anderen Staaten der EU und des weiteren Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) galten, werden zum Donnerstag auf vollständig Geimpfte aus Nicht-Schengen-Staaten ausgeweitet, darunter auch Großbritannien und die USA. Die Reisenden müssen aber mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff immunisiert worden sein. Die Ausnahme gilt nach Regierungsangaben auch für diejenigen, die nachweisen können, dass sie eine Corona-Infektion bereits hinter sich haben. 

Island ist auf Touristen angewiesen

"Die Welt ist in den vergangenen zwölf Monaten durch eine Menge gegangen, und wir hoffen alle auf eine langsame und sichere Rückkehr zur Normalität", erklärte Islands Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir in einer Regierungsmitteilung. "Dies schließt auch die Wiederaufnahme der Möglichkeit zum Reisen ein, die wertvoll für Kultur, Handel und Unternehmen ist."

Island ist stark vom Tourismus abhängig, die Zahl ausländischer Gäste ist 2020 im Zuge der Coronakrise um mehr als drei Viertel eingebrochen. Die USA und Großbritannien sind vor China und Deutschland zuvor die Länder gewesen, aus denen mit Abstand die meisten Island-Touristen auf die Nordatlantik-Insel gereist sind.

Neue Reiseregeln: Island öffnet sich weiter: Geimpfte aus Nicht-Schengen-Staaten dürfen einreisen

Das kleine Land mit seinen 360.000 Einwohnern hat im europäischen Vergleich auf die Bevölkerung gerechnet die mit Abstand niedrigsten Neuinfektionszahlen aller EWR-Länder. Damit das auch so bleibt, sind strikte Einreiseregeln erlassen worden: Seit Mitte Februar muss man vor der Abreise auf die Insel einen negativen PCR-Test vorweisen. Zusätzlich ist ein weiterer PCR-Test bei Ankunft mit anschließender fünftägiger Quarantäne und einem erneuten Test vorgeschrieben. 

Niedrige Corona-Zahlen in Island

Zusätzlich soll ab dem 1. Mai in Island die Risiko-Ampel des Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) an den Grenzen angewendet werden. Ab diesem Zeitpunkt sind Reisende aus Gebieten mit geringem Risiko (grün und gelb) von Quarantänemaßnahmen befreit, wenn sie an der Grenze ein negatives PCR-Ergebnis vorlegen, wie es in der Regierungsmitteilung heißt.

Laut Regierungs- und Behördenangaben befinden sich 30 Menschen mit einer Infektion in Isolation, 24 sind wegen eines Ansteckungsrisikos in Quarantäne. Es gab nur eine Neuinfektion innerhalb der isländischen Bevölkerung. Niemand sei wegen einer Covid-19-Erkrankung in einem Krankenhaus. In Island wurden nach Angaben des ECDC mehr als 6000 Corona-Infektionen gemeldet, 29 Menschen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben.  

Lesen Sie auch:

- Vor zehn Jahren: Als der isländische Vulkan Eyjafjallajökull den Flugverkehr lahmlegte

Isländer können sich vor Touristen kaum retten

WM-Debütant Island: "Die Isländer werden die Weltmeister der Herzen"

rw DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker