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Todesstrafe droht: Frau schmuggelte Drogen - mit einem Koffer aus Kokain

Am Flughafen Shanghai ist eine Drogenschmugglerin trotz originellen "Verstecks" aufgeflogen: Ihre beiden Koffer bestanden zum Teil aus rund zehn Kilogramm Kokain. Jetzt droht der Frau möglicherweise die Hinrichtung. 

Das Magazin "South China Morning Post" veröffentlichte Fotos des Kokain-Koffers

Das Magazin "South China Morning Post" veröffentlichte Fotos des Kokain-Koffers

Auffällig unauffällig - nach diesem Motto hat eine aus Südamerika kommende Frau versucht, zehn Kilogramm Kokain über den Pudong-Flughafen in Shanghai nach China zu schmuggeln.

Die Drogen transportierte sie dabei nicht in kleinen Päckchen versteckt in ihrem Gepäck, sondern mit einer ungewöhnlichen Methode: Ihre Koffer bestanden zu großen Teilen aus Kokain, wie der chinesische Zoll laut "South China Morning Post" mitteilte. Das Rauschgift soll dazu gehärtet und gemeinsam mit anderen Materialien in Form gebracht worden sein.

Aufgeflogen ist die Schmugglerin bei der Gepäckkontrolle dennoch. Auf den Röntgenbildern sollen die Koffer dunkler ausgesehen haben als übliche Gepäckstücke, so die Ermittler. Bei der Durchsuchung sei aber zunächst nichts festgestellt worden, das hohe Gewicht habe die Beamten jedoch stutzig gemacht. Anschließende Proben zeigten dann, dass Teile des Koffers aus Kokain bestanden. Den spektakulären Fund machte der Zoll bereits im Februar, veröffentlichte aber erst jetzt ihren Bericht.

Hohe Strafen für Besitz von Kokain

Welche Nationalität die Festgenommene hat und welche Strafe ihr droht, teilte die Behörde nicht mit. Das Auswärtige Amt in Berlin gibt auf seiner Seite an, dass in China Einfuhr oder Besitz schon von geringen Mengen Drogen (zum Beispiel von 50 Gramm Heroin) die Todesstrafe nach sich ziehen kann. Immer wieder sorgt die chinesische Justiz mit Todesurteilen wegen Drogenbesitzes für Empörung.

Der Fall des Kokain-Koffers von Shanghai ist dem "South China Morning Post"-Bericht zufolge der erste seiner Art in China, weltweit jedoch nicht: 2009 wurden beispielsweise zwei ebenfalls aus Kokain gefertigte Koffer in Santiago de Chile sichergestellt und auch am Wiener Flughafen versuchte es ein Rauschgiftschmuggler bereits mit diesem Trick.


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