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Reisen: System-Ausfall: Ryanair-Reisende hängen stundenlang auf Flughäfen fest

Wer mit Ryanair bucht, musste in den vergangenen Monaten immer wieder mit Ausfällen durch Streiks rechnen. Nun aber hingen Reisende in Europa aus ganz anderen Gründen fest: Sie konnten wegen eines Systemausfalls nicht einchecken.

Ryanair

Ein Systemfehler bei Ryanair hatte viele Passagiere Nerven gekostet 

Ein Systemausfall bei Ryanair hat zahlreiche Passagiere an Flughäfen in Europa stranden lassen. Der Ausfall legte unter anderem die Check-In-Systeme der Billig-Airline lahm und sorgte so für Ärger beim Boarding. Da die Flüge trotzdem abhoben, blieben viele Passagiere am Boden.

Die machten ihrem Ärger bei Twitter Luft: "Nur drei Viertel unserer Reisegruppe ist durch das Boarding gekommen, die anderen blieben sitzen", klagte eine Twitter-Nutzerin. "Warum dürfen Flieger abheben, wenn das Boarding-System in der Mitte des Boardings abstürzt und die Passagiere zurückbleiben?" Andere Flieger sollen bis zu 90 Minuten auf dem Vorfeld verbracht haben. Die meisten Beschwerden ließen sich in England finden, aber auch aus Rom und Malaga gab es Fotos von langen Schlangen an Ryanair-Schaltern.

Fehler ist behoben

Ryanair bestätigte den Ausfall. "Wir hatten heute morgen mit einem Systemausfall zu kämpfen, der für kurze Verzögerungen beim Check-In und dem Boarding sorgte", erklärte ein Sprecher. "Der Fehler wurde behoben und alle Flüge laufen wieder wie geplant. Wir entschuldigen uns für möglicherweise entstandene Unannehmlichkeiten."

Einigen Passagieren dürften durch den Ausfall zusätzliche Kosten entstanden sein. In einigen Fällen war es nicht möglich, vorab zuhause einzuchecken. Allerdings verlangt die Airline beim Check-In ohne vorher ausgedrucktes Ticket eine Gebühr von 70 Euro.

Ryanair: Passagier bei Prügelei in die Nase gebissen

Kunden zahlen für unverschuldete Probleme

Die scheint auch trotz des Fehlers bei einigen Reisenden verlangt worden zu sein. "Können Sie mir bitte erklären, warum meine Tochter gerade 55 Pfund (die Höhe dieser Gebühr in England, d. Red.) für den Check-In bezahlen musste, wenn sie von der fehlerhaften Webseite vom Check-In abgehalten wurde?"

Mindestens ein Passagier musste zudem eine Gebühr von 280 Pfund (etwa 315 Euro) bezahlen, um einen Platz für einen späteren Flieger zu reservieren. Das berichtete seine Frau gegenüber "Metro". Sollte der spätere Flug überfüllt sein, könnte er eine Rückzahlung beantragen, sagte ihm die Airline. Auch anderen Passagieren wurde der Kontakt mit der Erstattungs-Abteilung nahe gelegt.

Andere Airlines waren von dem Ausfall nicht betroffen.

mma
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