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"Finanztest" prüft Reiserücktrittsversicherungen: Was taugen die Angebote der Airlines?

Die Zeitschrift "Finanztest" der Stiftung Warentest hat Reiserücktrittsversicherungen von Fluggesellschaften unter die Lupe genommen. Welchen Schutz sie bieten und welche Alternativen es für Reisende gibt.

Die Stiftung Warentest hat sieben Reiserücktrittsversicherungen von Fluggesellschaften unter die Lupe genommen, die Reisende zum Zeitpunkt der Flugbuchung abschließen können. In der Dezember-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest" berichten die Experten, dass die Versicherungsangebote der Airlines und Flugvermittlungsportale oft nur einen Basisschutz beinhalten. Um eine vorzeitige oder verspätete Rückkehr aus dem Urlaub zu versichern, sollten Reisende stattdessen einen guten Vollschutz direkt beim Versicherer suchen.

Bei teuren Reisen oder bei Urlaub mit Kindern empfehle sich eine Rücktrittsversicherung mit Vollschutz, berichtet Stiftung Warentest, die auch 76 Angebote von Versicherern verglich. Verbraucher seien so auch bei Abbruch einer Reise und oft auch bei Umbuchung versichert. Erstattet würden die Kosten der geänderten Rückreise und die entgangenen Urlaubsleistungen. Beim Urlaub mit Kindern empfehle sich oft der Abschluss eines Familientarifs, den einige Versicherer anbieten würden. Verbrauchern, die jedes Jahr zu "annähernd gleichen Preisen" in die Ferien fahren, biete sich ein Jahresvertrag an.

Unterschiedliche Leistungen im Todesfall von Anghörigen

Verbrauchern, die eine Reise wegen Krankheit stornieren müssen, empfiehlt "Finanztest", sofort den Versicherer zu informieren und sich ein ärztliches Attest zu besorgen. Mehrere Anbieter würden aber inzwischen die Haftung ausschließen, "wenn der Kunde mit der Krankheit rechnen musste". Oft müssten dann Gerichte entscheiden, ob die Krankheit unerwartet auftrat oder nicht.

Auch der Tod einer nahestehenden Person kann ein Grund sein, von einer Reise zurückzutreten. In diesem Fall würden die Versicherungen meist nur haften, wenn es sich um die engsten Angehörigen handelt. "Gute Anbieter erweitern den Kreis auf entferntere Verwandte und betreuende Personen von nicht mitreisenden Pflegebedürftigen", heißt es bei "Finanztest". Schwierig werde es aber, wenn der Partner stirbt, und das Paar nicht in einer Ehe oder einer eingetragenen Partnerschaft gelebt oder einen gemeinsamen Haushalt geführt habe. In diesem Fall böte die Reiserücktrittsversicherung meist keinen Schutz.

tib/AFP / AFP
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