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Sicherheitswarnung: Wegen Explosionsgefahr: Behörde gibt Warnung für Airbus A350 heraus

Die europäische Luftsicherheitsbehörde hat für alle Airlines mit dem Airbus A350 in der Flotte eine Warnung mit höchster Dringlichkeitsstufe ausgesprochen. Unter Umständen könnte sich ein Gemisch von Kerosin und Luft in den Tanks entzünden.

Airbus A350-900

Der Airbus A350-900 fliegt seit 2014 und ist unter anderem bei Qatar Aiways, Finnair, Lufthansa, Cathay Pacific, Ethiopian Airlines und Thai Airways im Einsatz.

Die European Aviation Safety Agency (EASA) mit Sitz in Köln, die für Flugsicherheit auf europäischer Ebne zuständig ist, hat eine Warnung mit höchster Dringlichkeitsstufe beim neusten Langstreckenflugzeug von Airbus ausgesprochen. Bei dem erst seit Dezember 2014 ausgelieferten Modell vom Typ Airbus A350-941 kann bei der eventuellen Überhitzung einer Hydraulikpumpe eine folgenschwere Kettenreaktion in Gang gesetzt werden, die im schlimmsten Fall zu einer Explosion führen kann, schreibt "Die Welt".

"In der Konstruktion der A350 befindet sich das Kühlsystem für die Hydraulikflüssigkeit in den Treibstofftanks", heißt es in der der Mitteilung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit. Auslöser für das Rundschreiben sei ein Überhitzungsfall an einer Hydraulikpumpe gewesen, der einen "schnellen Temperaturanstieg der Hydraulikflüssigkeit verursachen kann", heißt es in dem Dokument. In der Folge könne es "im betroffenen Tank eine Entzündung des Treibstoff-Luft-Gemisches" geben.


Mehr als 100 Airbus A350-900 betroffen

Die sogenannte "Lufttüchtigkeitsanweisung" mit dem Kürzel 2017-0154-E wurde am Dienstag veröffentlicht und gilt ab heute. Durch die fast täglichen Sicherheitswarnungen der EASA und anderer Luftfahrtbehörden wie die Federal Aviation Administration (FAA) der Vereinigten Staaten werden Hersteller und Airlines auf Schwachstellen bei ihren Flugzeugen hingewiesen und die Sicherheit kontinuierlich optimiert. Ungewöhnlich in diesem Fall ist jedoch der "Warnung der höchsten Dringlichkeitsstufe".

Von dem zweistrahligen Airbus A350 sind inzwischen mehr als 100 Maschinen ausgeliefert. Erstkunde war Ende 2014 Qatar Airways. Als erste europäische Fluggesellschaft nahm Finnair die A350 in die Flotte auf. Heute sind bei ihr zehn Maschinen diesen Typs im Einsatz. Die Lufthansa hat inzwischen vier A350 übernommen und fliegt ab München mit dem sparsamen und besonders leisen Jet zu Zielen wie Boston und Delhi. Nach Angaben der Fluggesellschaft ist die Software bei den betroffenen Maschinen bereits geändert worden.


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