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Fluchreisen 4: Was Desiree E. erlebte: Wenn auch der Ersatzflug ausfällt und man auf seinen Kosten sitzen bleibt

Flugausfälle und Verspätungen häufen sich. Allein im ersten Halbjahr 2018 wurden 15.000 Flüge von, nach und innerhalb Deutschlands storniert. Dem Aufruf "Haben Sie auch Ärger mit der Airline?" sind viele stern-Leser gefolgt. In fünf Folgen schildern sie uns ihre Horror-Trips.

Statt mit Eurowings ging es nicht von Köln nach Mailand, sondern per Zug nach Frankfurt und von dort nach Rom.

Statt mit Eurowings ging es nicht von Köln nach Mailand, sondern per Zug nach Frankfurt und von dort nach Rom.

Picture Alliance

"Wir hatten für den 20. Juli 2018 einen Flug mit Eurowings um 18:25 Uhr von Köln nach Mailand gebucht. Nach mehrfachen Verspätungsmitteilungen wurde der Flug schließlich annulliert. Nach endlosem Anstehen am Counter bekamen wir einen Taxigutschein nach Hause und sollten am nächsten Morgen um 9 Uhr über München nach Mailand fliegen.

Als wir am nächsten Morgen um 6 Uhr am Lufthansa-Schalter ankamen, erfuhren wir, dass der Flug nach München ebenfalls gecancelt wurde. Erst durch unsere Hartnäckigkeit war es dann möglich, einen Flug mit Standby-Status um 13 Uhr ab Frankfurt zu bekommen. Das bedeutete aber eine Fahrt zum Kölner Hauptbahnhof und weiter mit dem Zug nach Frankfurt. Auch hierfür bekamen wir Fahrkarten.

Durch die Stornierung war unser am Flughafen Mailand gebuchtes Mietauto weg. Das bedeutete Kosten in Höhe von 943 Euro, weil wir eine dreiwöchige Rundreise geplant hatten. Auch hier mussten wir mehrfach mit dem Autovermieter telefonieren und einen neuen Vertrag abschließen. 

Letztendlich blieben wir auf 300 Euro sitzen. Die erste Nacht im Hotelzimmer mussten wir natürlich auch bezahlen. Wenn wir nach unserer Rückkehr die uns zustehenden 500 Euro Ausgleichszahlung bei Eurowings einfordern, bleibt somit nichts mehr übrig, um den ganzen Ärger und den fehlenden Urlaubstag zu entschädigen. 

Richtig unverschämt ist aber die mangelnde Informations- und Hilfsbereitschaft des Bodenpersonals. Die Entschädigungen sind viel zu niedrig und man hat als Kunde den Eindruck, dass diese Zahlungen billigend in Kauf genommen werden und man einen Flug einfach mal ausfallen lässt. Hier ist der Kunde jedenfalls nur ein Lakai und kein König."

Wieder auf dem Siegertreppchen bei der Skytrax-Umfrage 2018: Singapore Airlines.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.