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Flug durch die Aschewolke: Nato-Kampfjet durch Vulkanasche beschädigt

Im Triebwerk eines F-16-Kampfflugzeuges der Nato sind nach offiziellen Angaben Glas-Ansammlungen aus der Asche des isländischen Vulkans gefunden worden. "Das sei eine sehr, sehr ernste Angelegenheit", sagte ein ranghoher US-Vertreter am Montag in Brüssel.

Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll hat nun auch erste Konsequenzen für die NATO. Ein US-Vertreter beim Bündnis sagte am Montag in Brüssel, ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 sei nach einem Flug durch die Aschewolke durch Glaspartikel beschädigt worden. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sieht Einsätze wie den in Afghanistan jedoch nicht gefährdet.

"Die Aschewolke hat keine negativen Folgen für die laufenden Operationen und die Landverteidigung", betonte Rasmussen. Er habe aber keine Kenntnis von dem F-16-Flieger, sagte der Däne. Auch zur möglichen Beeinträchtigung von NATO-Versorgungswegen in Afghanistan wollte sich Rasmussen nicht äußern.

Der US-Vertreter sieht die NATO dagegen durch die Aschewolke in Bedrängnis: "Das ist eine sehr, sehr ernste Angelegenheit, die in nicht allzu ferner Zukunft Einfluss auf die militärischen Fähigkeiten haben wird", sagte er. Der Luftraum über weiten Teilen Europas sei "aus gutem Grund" geschlossen worden. Seinen Angaben zufolge wurde bereits die Zahl der Militärübungen in den USA gedrosselt.

An dem Außenminister-Treffen am Donnerstag und Freitag im estnischen Tallinn hält die NATO ungeachtet der Luftraum-Sperrungen vorerst fest. Eine endgültige Entscheidung werde das Bündnis erst am Dienstag fällen, sagte Rasmussen. Alternativ könnte das Treffen in das NATO-Hauptquartier nach Brüssel verlegt werden, das von zahlreichen Hauptstädten aus besser erreichbar ist.

AFP/Reuters / Reuters

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