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Ansprüche bei Flugverspätung: Wenn bei Ihrem Urlaub ganz viel schief läuft: So erhalten Sie von zwei Stellen Geld

Es ist eine Unsitte der Veranstalter: Kurz vor Reiseantritt werden die Flugzeiten oder auch der Abflughafen geändert. Kostbare Urlaubszeit verloren. "Finanztest" erklärt, welche Ansprüche Sie haben und wie Sie gleich doppelt kassieren können.

Ferienflieger am Flughafen Frankfurt

Ferienflieger am Flughafen Frankfurt

DPA

Der Flug ans Mittelmeer wurde schon vor Monaten bei einem großen deutschen Reiseveranstalter gebucht. Doch kurz vor dem Start in den Urlaub erreicht eine E-Mail die Kunden, dass der Abflug nach Mallorca nicht um 6.20 Uhr am Morgen stattfinden soll, sondern auf den Abend um 20.40 Uhr verlegt wurde. Außerdem beginnt die Reise nicht in Berlin-Schönefeld, sondern am Flughafen Leipzig/Halle.

Hiobsbotschaften dieser Art erreichen diese Tage Tausende von Urlaubern. In den schlimmsten Fällen bedeutet das nicht nur eine stressvollere Anreise, sondern auch noch einen Tag Abzug vom Urlaubskontingent vor Ort.

Wie die rechtlichen Rahmenbedingungen für so einen Fall aussehen, erklärt der Beitrag "Guten Fluch!", den die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer neuesten Ausgabe veröffentlicht hat. Seit Sommer letzten Jahres gilt das neue Reiserecht. "Veranstalter können nun den Reiseablauf noch nach der Reisebuchung einseitig verändern, wenn sich im Kleingedruckten des Reisevertrages ein sogenannter Änderungsvorbehalt befindet und die Veränderung 'unerheblich' ist", schreiben die Finanztester.

Was bedeutet "unerheblich"?

Doch wie das Wörtchen "unerheblich" interpretiert wird, müssen erst noch die Gerichte klären. "Womöglich orientieren sich die Gerichte an der alten Rechtslage“, sagt eine Rechtsexpertin des ADAC. Bisher galt die Faustregel: Eine Verlegung um bis zu vier Stunden müssen Kunden als Unannehmlichkeit hinnehmen.

Ab der fünften Stunde können die Gäste von einer Pauschalreise kostenfrei zurücktreten oder die Änderung akzeptieren. Schweigen sie, gilt das als Annahme der Flugänderung. Aber sie haben Anspruch auf eine Kompensation, wenn sie diese innerhalb der Frist geltend machen: Je angefangener Stunde sind das ein Nachlass von 5 Prozent des Tagesreisepreis.

Das heißt konkret: Bezahlt der Kunde für eine 14-tägige Reise 1400 Euro und verschiebt sich der Abflug um 10 Stunden, beträgt der Nachlass 30 Euro.

In anderen Fällen erreicht eine Flugzeitenänderung die Fluggäste erst am Urlaubsort, kurz vor Antritt des Rückflugs. Dann ist es besonders ärgerlich, wenn es nicht wie geplant am Nachmittag zurück nach Deutschland geht, sondern schon mit der ersten Maschine am frühen Morgen, was mit Aufstehen mitten in der Nacht verbunden ist. Auch hier kann eine Minderung des Reisepreises gefordert werden.

Airline muss auch Pauschalreisende entschädigen

Wer auf eigene Faust nur den Flug gebucht und kein Reisepaket mit Unterkunft hat, kann nur im Falle einer erheblichen Verspätung oder bei Flugausfall mit einer Entschädigungszahlung rechnen. Diese richtet sich laut EU-Fluggastrechteverordnung nach der Entfernung und kann zwischen 250 und 600 Euro betragen.

Was die Wenigsten wissen: Auch Pauschalreisende haben diesen Anspruch gegenüber der Fluggesellschaft bei Annullierungen und Ankunftsverspätungen von drei oder mehr Stunden. "Zu Verwirrung führt bei vielen Reisenden, dass sie erst ab einer mindestens fünfstündigen Flugzeitverschiebung Geld vom Reiseveranstalter bekommen können, aber schon bei einer drei­stündigen Ankunftsverspätung Ansprüche gegenüber der Airline haben", schreibt "Finanztest". Juristisch seien diese beiden Ansprüche strikt zu trennen. "Wenn bei ihrem Urlaub ganz viel schief läuft, erhalten sie also von zwei Stellen Geld."

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Heft Juli 2019 von von "Finanztest". Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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tib

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(