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ADAC-Vergleich: Kostenfalle Zusatzkosten - wenn die Tickets der Billigflieger richtig teuer werden

Zunächst erscheint das Flugticket im Internet günstig zu sein. Doch eine Untersuchung des ADAC zeigt, wie die Kosten für Gepäcktransport und Sitzplatz den Preis um ein Drittel erhöhen. Der Vergleich listet Airlines und ihre unterschiedlichen Zusatzkosten auf.

Wer einen Koffer aufgibt, muss fast immer zahlen: Billigflieger Easyjet verlangt 34,77 Euro pro Gepäckstück.

Wer einen Koffer aufgibt, muss fast immer zahlen: Billigflieger Easyjet verlangt 34,77 Euro pro Gepäckstück.

Getty Images

Die beliebtesten Ziele für den klassischen Badeurlaub am Mittelmeer liegen in Spanien, Italien, Griechenland und der Türkei. Die meisten Ferienorte lassen sich bequem per Flugzeug erreichen. Deshalb hat der ADAC die Nebenkosten bei zwölf Fluggesellschaften untersucht und dabei große Preisdifferenzen festgestellt.

"Dabei hatte keine Airline durchgehend hohe oder niedrige Nebenkosten. Bei vier von zwölf Fluggesellschaften war der nächsthöhere Tarif mit mehr inkludierten Leistungen sogar günstiger als der preiswerteste Tarif plus Zusatzkosten", lautet ein ersten Fazit.

Kostenfaktor Koffer

Bei einem Urlaubsflug fällt der Preis für ein aufgegebenes Gepäckstück erheblich ins Gewicht. Für einen 20 Kilogramm schweren Koffer verlangt Easyjet 34,77 Euro, Pegasus Airlines 7 Euro. Dagegen fliegt bei Sun Express ein eingechecktes Gepäckstück kostenlos mit.

Als ein besonders teurer Transporteur stellte sich die Condor heraus. Der Ferienflieger verlangt 29,99 Euro für einen Koffer. Richtig teuer wird es für Flugreisende, die Sperrgepäck aufgeben möchten: Die Mitnahme eines Surfbretts unter zwei Metern Länge kostet zum Beispiel bei Pegasus und Sunexpress 40 Euro, bei Lufthansa dagegen 80 Euro. Die Kosten beziehen sich jeweils auf eine Strecke. Für den Hin- und Rückflug wird also der doppelte Betrag fällig.

Kuriose Handgepäckregeln

Beim Handgepäck ist die Lage noch undurchsichtiger. Denn hier variieren besonders die Größen der Gepäckstücke, die kostenlos mit in die Kabine genommen werden dürfen. Bei Ryanair und Laudamotion darf es nicht größer als ein Schuhkarton sein.

"Bei Vueling und Condor dagegen durfte der Trolley sogar 10 Kilogramm wiegen, bei allen anderen Airlines zwischen 6 und 8 Kilogramm. Bei Easyjet gab es keine Gewichtsbegrenzung", schreiben die Tester des ADAC.

Kostenfaktor Sitzplatzreservierung

Auch bei den Kosten für die Sitzplatzreservierung, die vor Jahren meist noch kostenlos waren, ergab der Vergleich große Unterschiede. Günstig waren die Kosten bei Vueling und Ryanair mit 4 Euro. Als Spitzenreiter erwies sich Condor mit 12,99 Euro – also das Dreifache im Vergleich zum günstigsten Anbieter.

Als Tipp empfiehlt der ADAC, um böse Überraschungen zu vermeiden, bei der Buchung zu prüfen, ob der nächsthöhere Tarif billiger ist als der günstigste plus Einzelpositionen. Auch sollte das Aufgabegepäck online gebucht werden. Später beim Einchecken am Flughafenschalter wird es garantiert teurer.

Quelle: ADAC

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