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The Westin: Elbphilharmonie-Hotel: Hier liegt Ihnen Hamburg zu Füßen

Mit der Eröffnung der Elbphilharmonie am 4. November erhält Hamburg nicht nur ein neues Wahrzeichen, sondern auch ein weiteres Luxushotel. Der stern hat einen ersten Blick in die Zimmer des Westin-Hotels geworfen, das mit Steuergeldern subventioniert wurde.

The Westin Hamburg

Welch ein Ausblick auf die Stadt: Die doppelstöckige Maisonette Suite in der 19. Etage des Hotels in der Elbphilharmonie.

Gut zwei Monate bevor im großen Konzertsaal der Dirigent Thomas Hengelbrock beim Eröffnungskonzert zum Taktstock greift, beziehen die ersten Hotelgäste ihre Zimmer in der Elbphilharmonie. Denn im Ostflügel des markanten Baus nimmt das Luxushotel The Westin seinen Betrieb auf.

Die Kombination von Konzertsaal und Luxusherberge unter einem Dach ist weltweit einmalig. Als Betreiber hat die amerikanische Starwood-Gruppe mit ihrer Edel-Marke The Westin den Zuschlag erhalten. Über die gewölbte, 82 Meter lange Rolltreppe gelangt man zur öffentlichen Plaza in die Lobby des Hotels im 8. Stock, ein transparenter Raum mit zurückgenommen puristischen Design.

Auch auf den Gängen und Zimmern herrschen Naturtöne wie Sand, Grau sowie helles Eichenholz vor. "Wir haben alle Farbigkeit rausgenommen“, erklärt die Hoteldirektorin Dagmar Zechmann bei einem Rundgang noch vor der Eröffnung. Für die zeitlos wirkende Innenausstattung mit dem Motiv der Welle, das sich durch alle Räume zieht, ist der Designer Tassilo Bost verantwortlich: "Nichts soll vom Blick nach draußen ablenken", sagte Bost. Das Alleinstellungsmerkmal des Hauses ist die Lage mit dem permanenten Blick auf Elbe und Stadt.

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Ab 220 Euro die Nacht

Eine Soft-opening-Phase wie bei anderen Hotels wird es bei dem Prestigeobjekt nicht geben. Von Null auf 100 heißt es am 4. November. Schon zum OSZE-Gipfeltreffen der Außenminister in Hamburg Anfang Dezember ist das Haus mit dem 205 Zimmern und 39 Suiten gut gebucht. Selbst für das Jahr 2019 gibt es schon Reservierungen. Die Übernachtungspreise beginnen für das günstigste Zimmer bei 220 Euro pro Nacht, die teuerste Suite schlägt mit 3000 Euro zu Buche.


Ursprünglich sollte neben den Eigentumswohnungen auch das Hotel den Bau der Elbphilharmonie finanzieren. Doch durch das Baukostenchaos und die Kostenexplosion von 77 Millionen auf 789 Millionen Euro hat "am Ende die öffentliche Hand die Verkäufer der Eigentumswohnungen und das Hotel mit mehr als 200 Millionen Euro subventioniert“, sagt Norbert Hackbusch, Bürgerschaftsabgeordneter der Linken im Hamburger Rathaus, im Gespräch mit dem stern. Für ihn ist das "Westin Hotel ein staatlich subventionierter Luxusbau“.

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke können Sie einen ersten Blick in und aus den Zimmern auf die Hansestadt werfen: So haben Sie Hamburg noch nie gesehen.

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