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Windjammerparade: Wasser statt Wind in den Segeln

Die traditionelle Windjammerparade am Ende der Kieler Woche stand diesmal im Zeichen widriger Wetterbedingungen. Viele Segel mussten eingerollt bleiben.

Bei strömendem Regen sind mehr als 100 Segelschiffe zur traditionellen Windjammerparade der Kieler Woche in See gestochen. Angeführt vom spanischen Segelschulschiff "Juan Sebastiàn de Elcano" wurde das maritime Spektakel mit einem Kanonen-Schuss und dem Ton der Schiffssirenen gestartet. Die rund 94 Meter lange spanische Viermastbark vertrat die "Gorch Fock", die auf einer Ausbildungsfahrt ist. Wermutstropfen für die Besucher des größten Seglertreffens der Welt: Die Segel der "Windjammer" blieben zunächst eingerollt.

Trotz des schlechten Wetters hatten sich Tausende am Ufer eingefunden, um die Parade zu verfolgen. Hinter der spanischen Bark segelten in Paradeformation die anderen Großsegler, begleitet von vielen kleineren Schiffen und Booten. Für Begeisterung bei den Besuchern am Ufer und auf dem Wasser sorgten vor allem die "Khersones", ein Dreimaster aus der Ukraine, oder die deutsche "Alexander von Humboldt".

Am Abend zuvor war noch bestes Partywetter

Noch am Vorabend der Parade hatten in der Kieler Innenstadt mehrere zehntausend Menschen unter strahlend blauem Himmel und bei fast tropischen Temperaturen ausgelassen gefeiert. Das heiße und trockene Wetter bescherte der Kieler Woche in diesem Jahr einen kräftigen Besucherzuwachs. Die Organisatoren rechnen mit etwa 3,5 Millionen Besuchern. Im vergangenen Jahr waren rund 2,5 Millionen Menschen in der Landeshauptstadt zu Gast.

DPA / DPA

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