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Reisen in Coronazeiten Urlaub an Himmelfahrt, Pfingsten und im Sommer: Was in Deutschland und Europa möglich ist

Urlaub an Himmelfahrt, Pfingsten und im Sommer: Was derzeit möglich ist
In der Abendsonne im Urlaub am Strand entlang schlendern – davon träumen derzeit viele (Archivbild)
© McPHOTO / BBO / Picture Alliance
Die langen Wochenenden im Mai sind traditionell eine gute Gelegenheit für Kurzurlaube. Außerdem steht der Sommer vor der Tür. Ist ein Trip in Corona-Zeiten überhaupt möglich? Ja, einige Möglichkeiten gibt es. 

Inhaltsverzeichnis

Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Himmelfahrt, Pfingsten und in manchen Bundesländern noch Fronleichnam: In Deutschland sorgen in dem kommenden Wochen drei Feiertage für potenziell lange Wochenenden, die traditionell gern für kurze Urlaubstrips genutzt werden. Und danach steht bereits der Sommer vor der Tür. In diesem Jahr stellt sich allerdings erneut die Frage, ob Verreisen in Corona-Zeiten überhaupt möglich ist – und wenn ja, wohin? Hotels, Campingplätze und Pensionen sind fast überall dicht, Ferienwohnungen dürfen nicht vermietet werden. Einige Bundesländer haben jedoch bereits Öffnungspläne für den Tourismus vorgestellt oder umgesetzt. Auch im europäischen Ausland tut sich etwas. 

Deutschland: Modellregionen im Norden, Pläne im Rest der Republik

Schleswig-Holstein hat bereits seit einiger Zeit die niedrigsten Inzidenzwerte der Bundesrepublik. Das nördlichste Bundesland hat bereits ausgewählte Kreise und Kommunen zu touristischen Modellregionen erklärt. Dort dürfen Gastronomie und bestimmte Beherbergungsbetriebe mit Sicherheitskonzepten unter strengen Auflagen öffnen. Zur Zeit sind das folgende Gebiete: 

  • Ostseefjord Schlei
  • Eckernförde
  • Kreis Nordfriesland (zum Beispiel mit Sankt Peter-Ording, Sylt, Amrum) 
  • Büsum (ab 10. Mai)
  • Innere Lübecker Bucht (Zum Beispiel Timmendorfer Strand, Scharbeutz)

Weitere Informationen zu den Modellregionen und den Bedingungen finden Sie auf der Webseite des zuständigen Ministeriums.

Weitere Öffnungsschritte im Tourismus und weiteren Bereichen kündigte das Land jedoch bereits an. So dürfen Geimpfte, Genesene und Getestete vom 17. Mai an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch bekanntgab. Erleichterungen gibt es auch in den Bereichen Kita, Schule, Sport und Kultur. Wer als Tourist im Norden übernachten will muss sich demnach alle drei Tage auf Corona testen lassen. Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung praktisch die für vier Modellregionen geltenden Regeln auf das gesamte Land aus.

In Bayern sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Kreisen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 – der Schwelle für die Bundesnotbremse, siehe auch Karte unten – ab dem 21. Mai öffnen dürfen. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet für Juni/Juli mit weniger als 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. "Wenn wir dann vorsichtig bei Öffnungen vorgehen, steht einem Sommerurlaub nichts mehr im Wege, wenn auch immer noch mit bestimmten Auflagen", sagte Lauterbach der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch).

Der untenstehenden Karte können Sie entnehmen, in welchen Kreisen und Städten die Notbremse greift beziehungsweise greifen müsste und wie die Perspektive ist: 

Wird die Grafik nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Das Kabinett in Rheinland-Pfalz will sich am Freitag mit Öffnungsschritten befassen. Dabei werde es etwa um den kontaktarmen Urlaub in den Pfingstferien gehen, also etwa in einer Ferienwohnung oder auf einem Campingplatz mit eigener sanitärer Anlage, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden das Infektionsgeschehen weiterhin genau beobachten und entscheiden, ob darüber hinaus weitere Öffnungen im Bereich des Einzelhandels der Gastronomie, Hotellerie und Kultur, insbesondere in den Regionen mit niedrigen Inzidenzen verantwortbar sind."

Mecklenburg-Vorpommern wiederum erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Ansonsten gilt der Lockdown bis 22. Mai, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sagte. Eine Woche vorher wolle das Kabinett beraten, wie es danach weitergeht. Ziel sei eine Inzidenz von etwa 50, erst dann solle es für Tourismus und Gastronomie als ersten Schritt Modellregionen wie in Schleswig-Holstein geben, um zu erproben, was sich bewährt.

Von der kommenden Woche an gibt es in Niedersachsen in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 eine Öffnung des Tourismus – die soll allerdings bis mindestens Ende Mai auf Einwohner Niedersachsens beschränkt bleiben. Sie können dann wieder in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen einchecken, gekoppelt ist das an negative Schnelltests oder einen Impfnachweis. Über zwei Wochen hinweg solle zunächst geschaut werden, wie sich der Lockerungsschritt bewähre, sagte eine Regierungssprecherin am Mittwoch in Hannover. Eine weitergehende Öffnung des Tourismus für Gäste jenseits des Landes könne dann in die nachfolgende Corona-Verordnung eingearbeitet werden, die vom 31. Mai an greift. 

Sachsen plant die Öffnung der Außengastronomie und Lockerungen für die Tourismusbranche unter Auflagen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region fünf Tage lang unter 100 liegt. Auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen sei dann wieder Urlaub möglich, ab einer Inzidenz unter 50 auch in Pensionen und Hotels. Bei höheren Infektionszahlen greift weiterhin die sogenannte Bundes-Notbremse durch das Infektionsschutzgesetz. Derzeit liegt jedoch keine Region in Sachsen unter der 100er-Marke.

Angesichts einer leicht sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz hat die Landesregierung in Baden-Württemberg vorsichtig Hoffnung auf geöffnete Biergärten und Hotelbereiche in den Pfingstferien in weniger belasteten Regionen gemacht. Er könne sich vorstellen, dass dies an Pfingsten in Städten und Kreisen möglich sei, in denen Corona-Infektionszahlen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen niedrig seien, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann und betonte das geringere Ansteckungsrisiko im Freien. Verbunden seien denkbare Lockerungen dann mit entsprechender Teststrategie und der Vorlage des Impfausweises für vollständig Geimpfte.

In Hamburg ist Tourismus weiter und auf unbestimmte Zeit unzulässig. Der rot-grüne Senat mit Bürgermeister Peter Tschentscher an der Spitze gilt als sehr streng bei der Umsetzung der Corona-Einschränkungen. Entsprechend sind Ferienwohnungen und Hotels für Privatreisende weiterhin geschlossen.

Auch in Berlin ist noch nicht angekündigt, die Hotels bald zu öffnen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Aus Sicht des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller ist eine bundesweite Absprache zu Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien unverzichtbar. Wenn alles gut laufe, sollten touristische Angebote aber auch in Berlin zum Sommer hin wieder eine Rolle spielen. Zu Pfingsten ist – genau wie in Brandenburg – in der Überlegung, die Außengastronomie zu öffnen.

Blick ins europäische Ausland

Baltikum: Die Geschäfte sind in Estland, Lettland und Litauen wieder offen, in Estland und Litauen dürfen Gastronomen im Außenbereich unter Auflagen wieder Gäste bedienen. Viele Kultur-, Freizeit- und Unterhaltungsstätten sind aber weiterhin dicht, Veranstaltungen in Innenräumen bleiben meist untersagt. Reisende aus EU-Ländern müssen in Lettland und Litauen grundsätzlich einen negativen Test vorweisen und unterliegen in allen drei Ländern einer Registrierungs- und Quarantänepflicht. Die Einreise nach Lettland ist weiterhin nur mit triftigem Grund möglich, in Estland und Litauen sind geimpfte Einreisende von der Quarantäne befreit. 

Belgien: Mit Stand 4. Mai sind 27,9 Prozent der Bevölkerung einmal geimpft. Die Corona-Fallzahlen gehen seit einigen Tagen zurück. Zuletzt infizierten sich innerhalb von zwei Wochen je 100.000 Einwohner im Schnitt 393,5 Personen. Die Geschäfte in dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern sind ebenso offen wie Friseure. Ab Samstag (8. Mai) darf nach monatelanger Zwangspause auch die Außengastronomie mit vier Personen pro Tisch wieder öffnen. Im Freien dürfen sich privat zehn Personen mit Maske treffen. Für Treffen in Innenräumen gelten weiter strikte Kontaktbeschränkungen. Lockerungen für Geimpfte gibt es derzeit nicht. Von touristischen Reisen in und aus dem Land rät die Regierung in Brüssel dringend ab. Wer von Deutschland nach Belgien reist, muss in Quarantäne - es sei denn, der Aufenthalt ist kürzer als 48 Stunden.

In Bulgarien geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Mitte April kontinuierlich zurück. Lokale, Einkaufsmalls und Fitnesszentren sowie Theater, Kinos und Museen sind mit Auflagen wieder geöffnet. Die Hotels empfangen schon seit Ende 2020 wieder Gäste. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Apotheken und Supermärkten sowie in Kirchen und gemeinschaftlich genutzten Räumen gilt Maskenpflicht. Geimpfte, Getestete und von Covid-19 Genesene dürfen ohne Quarantänepflicht einreisen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Reisende aus Indien und anderen Hochinzidenzgebieten. 

Die Geschäfte sind in Dänemark längst wieder offen. Cafés, Restaurants und Bars dürfen wieder Kunden bedienen – innen aber nur, wenn die Gäste per App einen negativen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder eine überstandene Infektion belegen können. Auch Fitnessstudio sind wieder geöffnet.  Vollständig gegen Covid-19 geimpfte Deutsche und viele andere Menschen aus EU- und Schengen-Ländern – auch Touristen – dürfen seit dem 1. Mai wieder nach Dänemark einreisen. Dabei müssen sie im Gegensatz zu anderen Reisenden keine negativen Corona-Tests oder Einreisegründe wie etwa den Besuch von Partnern vorweisen können, auch Test- und Quarantänepflicht nach Ankunft fallen für sie weg. Bedingung ist, dass das Land der Reisenden zumindest als "oranger Staat" gilt, die dortige Corona-Lage also nicht zu schlimm ist und dort keine besorgniserregenden Varianten des Coronavirus grassieren. Deutschland gilt derzeit als orange.

Frankreich hat am Montag die Maßnahmen ein wenig gelockert. Die Menschen dürfen sich nun wieder ohne triftigen Grund mehr als zehn Kilometer von ihrer Wohnung entfernen – Reisen innerhalb des Landes sind so wieder möglich. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre ab 19.00 Uhr, die ab 19. Mai auf 21.00 Uhr verschoben werden soll. Dann sollen auch Außenbereiche von Restaurants sowie Geschäfte und Kultureinrichtungen wieder öffnen dürfen. Bei der Einreise nach Frankreich muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Reisende müssen außerdem eine Erklärung ausfüllen, auf der sie etwa versichern, keine Covid-19-Symptome zu haben. Dem Innenministerium zufolge dürfen Reisende aus Europa auch ohne "zwingende Gründe" nach Frankreich einreisen. Vorrechte für Geimpfte gelten aktuell noch nicht.

Seit Montag dürfen in Griechenland Cafés, Bars und Tavernen unter Auflagen ihre Außenbereiche öffnen – für alle Gäste, egal ob geimpft oder nicht. Allerdings schließt die Gastronomie um 22.45 Uhr, ab 23.00 Uhr gilt dann ein abendliches Ausgangsverbot. Reisen innerhalb Griechenlands sind nicht uneingeschränkt möglich – diese Auflage soll aber am 15. Mai aufgehoben werden. Aus deutscher Sicht gilt Griechenland derzeit noch als Risikogebiet, die Infektionslage entspannt sich aber. Besucher müssen vor der Einreise online ihre Daten hinterlegen. Bei der Einreise muss dann eine vollständige Impfung oder ein höchstens 72 Stunden alter PCR-Test vorgelegt werden. Vollständig geimpft heißt hier, dass die zweite Impfung mindestens 14 Tage her ist. Eine Quarantänepflicht besteht nicht mehr. Touristen sollten sich jedoch stets über ihr genaues Reiseziel informieren. So wurde etwa jüngst auf der Insel Kalimnos wegen hoher Fallzahlen erneut ein lokaler Lockdown verhängt.

Italien befindet sich seit kurzem auf einem schrittweisen Lockerungskurs. Wo die Corona-Zahlen moderat sind, dürfen Restaurants und Bars auch abends im Außenbereich an Tischen servieren. Ab 22.00 Uhr gilt weiter ein Ausgangsverbot. Museen und Kinos in den sogenannten Gelben Zonen haben bereits geöffnet. Ab 1. Juni sollen die Menschen in Lokalen auch wieder drinnen sitzen dürfen. Italien peilt den 2. Juni für den offiziellen Start der Sommersaison an. Wie genau die Regelungen für Einreisende, auch für Geimpfte, im Juni aussehen werden, ist noch nicht ganz klar. Die Corona-Zahlen sind zuletzt beständig gesunken. Mehr als 25 Prozent der Bevölkerung sind mindestens einmal gegen Corona geimpft. Grundsätzlich ist Urlaub in Italien möglich, aber bei der Einreise fordert das Land weiterhin eine Quarantäne von fünf Tagen. Zusätzlich gilt eine mehrfache Testpflicht – mit PCR-Test oder einem Antigen-Schnelltest vor und nach der Einreise. Diese Reglung läuft bis Mitte Mai. Dann soll ein nationaler "Grüner Impfpass" eingeführt werden, um frei innerhalb des Landes reisen zu können.

RTL-Reporterin macht Urlaub in Modellregion

In Kroatien dürfen Hotels und Gaststätten draußen Gäste empfangen. Dabei gelten Auflagen. Es besteht Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen und draußen überall dort, wo kein 1,5-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Wer die Einreisebedingungen erfüllt, kann in Kroatien Urlaub machen. Für die Einreise brauchen Deutsche entweder einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, einen negativen Antikörper-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, eine Bestätigung, Covid-19 überstanden zu haben, oder den Nachweis einer vollständigen Impfung (die zweite Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen. Weitere Testauflagen während des Aufenthalts gibt es nicht. Vorrechte für Geimpfte gibt es nur bei der Einreise.

Der Inselstaat Malta will ab dem 1. Juni für den internationalen Tourismus öffnen. Die Corona-Zahlen sind stark gesunken. Ab dem 10. Mai dürfen Restaurants in Malta wieder Besucher willkommen heißen und bis 17.00 Uhr an Tischen bedienen. Einreisende aus Deutschland müssen aktuell nach Angaben des Auswärtigen Amtes einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein soll. Wie genau die Vorschriften im Juni sein werden, auch für Geimpfte, ist noch nicht komplett bekannt.

Ende April wurden die ersten Maßnahmen in den Niederlanden seit dem strengen Lockdown wieder gelockert – trotz anhaltend hoher Corona-Zahlen. Die Ausgangssperre ist abgeschafft, Geschäfte dürfen Kunden wieder ohne Termin empfangen und Gaststätten Gäste bedienen – unter Auflagen und nur draußen von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Weitere Lockerungen setzte die Regierung vorerst aus. Verboten sind weiterhin alle Veranstaltungen mit Publikum. Museen, Kinos und Theater bleiben zu. Ausländischen Besuchern raten die Niederlande dringend von Urlaubsreisen ab. Wer dennoch kommen will, muss einen negativen Corona-Test vorweisen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Wenn ein zweiter Test erneut negativ ist, endet die Quarantäne. Geimpfte haben keine Privilegien.

Am 19. Mai dürfen Gastronomie, Hotels, Bühnen und Sporteinrichtungen in Österreich wieder aufmachen. Als Schutzmaßnahme sind Zutrittstests vorgesehen. Veranstaltungen sind draußen mit bis zu 3000 und drinnen mit bis zu 1500 Personen erlaubt. Mit den Öffnungsschritten soll auch die Quarantäne für Urlauber aus Deutschland fallen. Geimpfte, Getestete und von Covid-19 Genesene dürfen ins Land. Die Regierung plant, dass Menschen schon drei Wochen nach der Erstimpfung keine Tests mehr vorweisen müssen. Dennoch ist Österreich aus deutscher Sicht weiterhin Risikogebiet. Bei der Rückreise stehen ein Test und mindestens fünf Tage Quarantäne an.

In Polen sind Einkaufszentren wieder geöffnet. Ab Samstag (8. Mai) sollen auch Hotels wieder Gäste beherbergen dürfen – bis zu einer Auslastung von 50 Prozent. Ab dem 15. Mai wird Restaurants die Öffnung der Außengastronomie wieder erlaubt, innen ab 29. Mai. Bei Einreise aus Deutschland und anderen EU-Ländern gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Davon ausgenommen sind Reisende, die bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auch vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene (Erkrankung innerhalb der vergangenen sechs Monate) sind von der Quarantäne befreit. 

Der ehemalige Pandemie-Hotspot Portugal hat nach Island und zusammen mit Finnland die niedrigsten Infektionswerte Europas. Am Samstag wurde der Corona-Ausnahmezustand erstmals nach rund fünfeinhalb Monaten nicht mehr verlängert. Restaurants, Cafés und Bars sowie Kinos, Theater und andere Kultur- und Freizeitstätten dürfen seitdem auch an den Wochenenden bis 22.30 Uhr offen bleiben. Bisher galt an den Wochenenden in ganz Portugal eine sehr frühe Sperrstunde, die bereits um 13 Uhr begann. Außerdem wurde neben anderen Lockerungen auch die Landesgrenze zu Spanien wieder geöffnet. Nicht notwendige, touristische Reisen aus Ländern mit einer 14-Tage-Inzidenz über 150, und dazu gehört auch Deutschland, sind allerdings weiter nicht gestattet. Vorteile für Geimpfte oder Genesene gibt es in Portugal noch nicht.

In Rumänien ist der Betrieb der Außengastronomie weitgehend wieder erlaubt, Hotels sind geöffnet. Im Freien und damit auch etwa an Stränden gelten weiter Masken- und Abstandspflichten. Die Impfkampagne im Land läuft auch Hochtouren, eine Priorisierung gibt es nicht mehr. Bei der Einreise müssen sich Deutsche für 14 Tage in Quarantäne begeben. Davon befreit ist, wer mindestens zehn Tage vor Reiseantritt die zweite Corona-Impfung erhalten hat. Für andere EU-Bürger gelten teils weniger Einschränkungen, Deutschland gilt in Rumänien als Risikogebiet.

Wer in die Schweiz fliegt, muss einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Wer mit Auto, Bus oder Bahn anreist, braucht das nicht. In Quarantäne müssen nur Einreisende aus Risikogebieten. Deutschland gehört nicht dazu, bis auf Sachsen und Thüringen. Hotels sind geöffnet, ebenso Museen, Läden, Theater, Kinos und Zoos und Freizeitparks. Auf Restaurantterrassen ist Essen und Trinken erlaubt. Überall gelten Höchstzahlen für Besucher, Abstandsregeln und Maskenpflicht. Es gibt keine Ausgangssperren. Besondere Zugeständnisse für Geimpfte gibt es nicht.

Die Geschäfte in der Slowakei sind unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln wieder geöffnet. Gastronomiebetriebe dürfen in ihren Außenbereichen servieren. Touristen müssen nach vorheriger Online-Registrierung eine 14-tägige Quarantäne antreten, von der sie sich nach frühestens acht Tagen freitesten können. Geimpfte können diese Zeit verkürzen, indem sie sich sofort nach der Einreise einem PCR-Test unterziehen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Spanien deutlich niedriger als in Deutschland, zuletzt betrug sie nur noch gut 87. In einigen Urlaubsregionen wie Valencia (circa 17) oder den Balearen (knapp 28) mit Mallorca ist die Situation sogar noch entspannter. In den verschiedenen Regionen galten am Donnerstag zum Teil zwar noch strenge Einschränkungen, die aber fast alle am Wochenende mit dem Ablauf des sechsmonatigen Corona-Notstands zu Ende gehen. Mehrere Regionen wollen derweil vor allem die nächtliche Ausgehsperre aufrechterhalten. Zudem soll unter anderem die Maskenpflicht auch im Freien vorerst weiter gelten. Die Einreise aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten nach Spanien ist grundsätzlich möglich. Die Testpflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet aus dem Ausland (unter anderem Deutschland) besteht aber weiter. Privilegien für Geimpfte oder Genesene gibt es in Spanien jedoch noch nicht.

Urlaub im Risikogebiet Gran Canaria: "Fliegen entspannter als vor Corona"

Tschechien: Nach mehr als einem halben Jahr dürfen von Montag (10. Mai) an wieder alle Einzelhandelsgeschäfte öffnen. Die Masken dürfen dann im Freien abgenommen werden, wenn ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden kann. Weitere Schüler kehren in die Schulen zurück. Restaurants und Hotels bleiben indes noch geschlossen. Die Außengastronomie soll am 17. Mai grünes Licht bekommen. Reisen aus touristischen Gründen nach Tschechien bleiben untersagt. 

Noch bis zum 17. Mai gilt in der Türkei ein Lockdown: Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf sind geöffnet, die Menschen dürfen lediglich für wichtige Erledigungen vor die Tür. Touristen sind von diesen Ausgangsbeschränkungen ausgenommen und können sich frei bewegen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Land bleibt weiter auf hohem Niveau. Bei der Einreise in die Türkei muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Ungarn: Die Außenbereiche der Gaststätten stehen allen offen. Geimpfte und Genesene können außerdem in Hotels übernachten, Museen, Theater, Kinos, Bäder, Fitness-Studios und Sportveranstaltungen besuchen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 00.00 bis 5.00 Uhr. Außerdem besteht Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen sowie draußen in allen verbauten Gebieten. Von der Maskenpflicht ausgenommen ist alles, was nur Geimpften und Genesenen vorbehalten ist. Touristische Reisen nach Ungarn sind derzeit nicht möglich. Ausnahmen gelten für Menschen, die in einem der Länder geimpft wurden, deren Impfnachweise Ungarn aufgrund von Wechselseitigkeit anerkennt. Derzeit sind das Serbien, Montenegro, Kroatien, Slowenien und Bahrain. Ein Deutscher, der in einem dieser Länder geimpft wurde, kann als Tourist nach Ungarn einreisen.

Unbeschwertes Urlauben ist auf der Mittelmeerinsel Zypern aufgrund strenger Auflagen noch nicht ohne Weiteres möglich. So dürfen die Menschen dort derzeit nur einmal am Tag für drei Stunden unterwegs sein – etwa, um an den Strand zu gehen oder einzukaufen. Dazu müssen sie eine SMS senden, die von der Polizei kontrolliert werden kann. Zypern und Deutschland stufen sich gegenseitig als Corona-Risikogebiete ein – die Einreise nach Zypern ist aber dennoch möglich. Potenzielle Gäste müssen ihre Reise online ankündigen und ihre Daten hinterlassen. Zur Einreise benötigen sie außerdem einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eine abgeschlossene Corona-Impfung - abgeschlossen ist sie zwei Wochen nach der Gabe der zweiten Dosis. Nach der Einreise werden sie dann erneut getestet, auch diesen Test müssen sie selbst bezahlen und mehrere Stunden auf das Ergebnis warten. Eine Quarantänepflicht gibt es nicht.

Einreise nach Deutschland: Von den aufgeführten Ländern werden Estland, Frankreich, Litauen, die Niederlande, Polen, die Türkei und Zypern derzeit von Deutschland als Hochinzidenzgebiete eingestuft, die weiteren Staaten als Risikogebiete. Rückreisende aus Risikogebieten müssen sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes grundsätzlich in eine zehntägige Quarantäne begeben und sich vor der Ankunft in Deutschland online anmelden. Nach fünf Tagen kann die Quarantäne mit einem negativen Corona-Test vorzeitig beendet werden. Für die Rückreise aus Hochinzidenzgebieten gelten zusätzliche strengere Regeln: Einreisende müssen in diesem Fall bei Einreise nachweisen, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind, etwa mit einem negativen Testergebnis. Dieser Nachweis darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Eine Übersicht mit den Einreisebestimmungen aller Zielländer sowie mit den Reisewarnungen der Bundesregierung finden Sie an dieser Stelle beim Auswärtigen Amt.  

Quellen: Landesportal Schleswig-Holstein, DPA, Auswärtiges Amt

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