VG-Wort Pixel

Offener Brief DOSB setzt Länder unter Druck: Sportstätten sollen schnellstmöglich wieder öffnen

DOSB verlangt schnelle Öffnung von Sportstätten: Jugend-Fußballmannschaft trainiert auf einem Rasenplatz
Seit dem 2. November geht in Sachen Vereinssport nichts mehr. Der DOSB verlangt von den Bundesländern, das schnellstmöglich zu ändern. (Symbolbild)
© Robert Michael / Picture Alliance
Seit dem 2. November sind sämtliche öffentliche Sportanlagen in Deutschland im Winterschlaf. Für den Deutschen Olympischen Sportbund ein untragbarer Zustand. In einem offenen Brief appellieren DOSB und Landessportbünde an die Länder, den Vereinssport zügig wieder zuzulassen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Vorsitzenden der Landessportbünde haben eine schnellstmögliche Wiedereröffnung aller bundesweiten Spiel- und Sportstätten angemahnt. Diese Forderung ist Teil eines Offenen Briefes, aus dem "sportschau.de" am Dienstag zitierte.

"Es ist wichtig, dass allen Vereinen und Verbänden nach den Beschränkungen vom November 2020 schnellstmöglich wieder die Möglichkeit eröffnet wird, Sportangebote zu unterbreiten, zumindest zu den Regelungen vor dem 28.10.2020 zurückzukehren", heißt es in dem Schreiben. Adressiert ist es an den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller, sowie alle Länderchefs.

Seit dem 2. November sind bis mindestens Monatsende wegen des Corona-Teil-Lockdowns in Deutschland alle Freiluft- und Hallensportstätten geschlossen. 

Sport nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung

Der Sport sei besonders für Kinder und Jugendliche innerhalb und außerhalb der Schule elementar, heißt in dem Schreiben. Bewegung wirke nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch lernfördernd. "Sport und Bewegung sind wichtiger Bestandteil der Bildung, der Sie am 28.10.2020 in Ihrer Güterabwägung Priorität eingeräumt haben. Sporttreiben verstehen wir deshalb nicht als Teil des Problems, sondern als Teil der Lösung der Pandemiebekämpfung", heißt es im Brief von DOSB und Landessportbünden. Unterzeichnet wurde das Schreiben von den 16 Präsidenten der Landessportbünde und DOSB-Präsident Alfons Hörmann. 

Xavier Hopkins ist blind – doch er ist ein Profi-Mountainbiker.

DOSB-Chef Hörmann hatte sich schon kurz nach dem von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen kritisch geäußert. Der Sport sei nachweislich kein Infektionstreiber. Auch, weil das Hygienekonzept des DOSB konsequent umgesetzt worden sei, beklagte Hörmann. "Unsere 27 Millionen Mitglieder in rund 90.000 deutschen Sportvereinen wissen, dass nur der gemeinschaftliche Sport im Verein seine wertvolle soziale und gesundheitliche Wirkung entfalten kann und auch individuelles Sporttreiben hier keinen vergleichbaren Ersatz darstellt", erklärte er in seiner Stellungnahme weiter. 

js DPA

Mehr zum Thema



Newsticker