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Angeblich in Aufwach-Phase: Schumacher soll "positiv" reagieren

Von Schumis Familie oder seiner Sprecherin gibt es keine Bestätigung, aber die Gerüchte halten sich: Anscheinend wird Michael Schumacher aus dem künstlichen Koma geholt. Er reagiere sogar "positiv".

Gut zwei Wochen nach den letzten offiziellen Statements bringen französische Medien neue Details über den Gesundheitszustand Michael Schumachers: Demnach sollen Ärzte damit begonnen haben, den Ende Dezember beim Skifahren verunglückten Ex-Formel-1-Champion aus dem künstlichen Koma aufzuwecken. Er reagiere sogar "positiv".

Urheber der Nachrichten ist die Sportzeitung "L'Équipe", die zuerst darüber berichtete, dass Schumachers Aufweckphase begonnen habe und zudem die "positiven" Reaktionen Schumis erwähnte. Was das aber genau bedeutet, wie deutlich seine körperlichen Reaktionen sind und ob diese Hoffnung auf Genesung machen, ist völlig unklar.

Während Schumachers Managerin Sabine Kehm den "L'Équipe"-Bericht Spekulation nannte, stützte der französische Sender "BFMTV" die Information, dass die Ärzte Schumi wecken. Zitiert wurde dessen Neurochirurg Professor Stéphan Chabardes mit der Aussage, der Patient befinde sich in der Aufwachphase.

Dass sich die behandelnden Mediziner des Formel-1-Rekordweltmeisters überhaupt zu seinem Zustand äußern, ist gegen die Regel des Krankenhauses. Laut "Bild"-Zeitung verschickte die Klinik erneut eine Schweigeverordnung an ihre Mitarbeiter.

"Kein Kommentar" in drei Sprachen

Schumis Managerin will die Spekulationen über den Zustand des 45-Jährigen nicht kommentieren. "Ich betone erneut, dass jegliche Aussagen über Michaels Gesundheitszustand, die nicht vom behandelnden Ärzteteam oder seinem Management stammen, als Spekulation zu werten sind", teilte Kehm am Mittwoch in einem Statement in dreisprachiger Ausfertigung mit. "Ich wiederhole, dass wir Spekulationen nicht kommentieren werden", bekräftigte sie.

Die Sportzeitung "L'Équipe" ist sich jedoch sicher, wie sie in ihrer Schlagzeile titelte: "Eine entscheidende Woche", stand dort zu lesen.

Schumacher liegt seit dem 29. Dezember mit einem schweren Schädel-Hirn-Traum im Krankenhaus von Grenoble. Die bis dato letzten offiziellen Informationen zu Schumachers Gesundheitszustand stammen vom 17. Januar. Der wurde damals als stabil bezeichnet, die Ärzte würden ihn aber weiter als kritisch ansehen. Aktuelles gab es seitdem nicht mehr, Schumachers Familie pocht auf die Wahrung ihrer Intimsphäre. Öffentliche Prognosen zu Schumachers Zustand und möglichen Folgen hatten die Ärzte daher vom ersten Tag an abgelehnt.

Generell können medizinische Prognosen bei einem Schädel-Hirn-Trauma und anschließendem künstlichen Koma sehr unterschiedlich ausfallen. "Ärzte setzen einen Patienten nur dann drei oder vier Wochen in künstliches Koma, wenn die Situation des Gehirns sehr ernst ist", erklärte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI), Andreas Ferbert. Ein tiefes künstliches Koma über vier Wochen aufrecht zu erhalten, sei daher eher unüblich.

"Forza Michael"

Seit einem Monat sorgen sich auch seine ehemaligen Teamkollegen, Wegbegleiter und Rivalen um den siebenmaligen Weltmeister. Vor der Ferrari-Garage stand am Mittwoch bei den Testfahrten im spanischen Jerez de la Frontera eine Tafel mit den Worten "Forza Michael".

Der Sohn von Firmengründer Enzo Ferrari richtete auf der Homepage der Scuderia eine emotionale Botschaft an den ehemaligen Piloten des italienischen Rennstalls. "Lieber Michael, Du hast so viele Jahre bei Ferrari verbracht, Du bist einer von uns", meinte Piero Ferrari: "Du hast uns so oft begeistert, uns große Freude bereitet, aber das Größte steht nun aus: nämlich dich hier in Maranello wiederzusehen", schrieb er: "Wir warten auf dich."

anb/DPA / DPA

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