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Formel 1: Ecclestone pro Langeweile

Nach der Langeweile-Kritik am neuen Regelwerk der Formel 1 hat sich Geschäftsführer Bernie Ecclestone gegen Änderungen ausgesprochen. Die Rennställe hätten die neuen Regeln begrüßt, und die Formel 1 sei jetzt nun einmal eine Demokratie, sagte Ecclestone.

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone hat sich nach der Langeweile-Kritik an den neuen Regeln gegen eine Änderung ausgeprochen. "Das würde viel zu lange dauern", wird der Brite am Dienstag in der "Bild"-Zeitung zitiert. "Die Formel 1 ist jetzt eine Demokratie. Und alle Teams haben für die Regeln gestimmt, also müssen sie auch damit zurecht kommen", so Ecclestone, der nicht die Hoheit über das Reglement hat. Das liegt in den Händen des Internationalen Automobilverbandes FIA.

Die Kritik war laut geworden, nachdem es beim mit großer Spannung erwarteten Saisonauftakt in der Wüste von Sachir kaum ein Überholmanöver gegeben hatte. Fahrer wie Teamchefs hatten die neuen Regeln kritisiert. Die Rennwagen dürfen beispielsweise nicht mehr aufgetankt werden. Daher bauen die Teams auf eine Einstopp-Strategie. Mit zunehmender Renndauer müssen die Piloten auf den Tankinhalt acht geben. Sonst drohen ein leerer Tank und das vorzeitige Aus. Auch auf die Beanspruchung der Reifen müssen die Fahrer achten.

"Es ist grundsätzlich das gleiche Problem, dass wir in den vergangenen Jahren auch schon hatten; die Autos kommen nicht nahe genug an den vor ihn fahrenden Wagen, um überholen zu können", erklärte Ecclestone laut "Daily Mail". Die Teams wüssten das, würden aber nichts dagegen tun, weil sie nur auf die eigenen Interessen achten und zu gewinnen versuchen würden, befand er. Bei einem Meeting habe er ihnen versucht zu erklären, worum es geht: Rennfahren und Unterhaltung fürs Publikum, "nicht darum, mit Computern zu spielen und eine Runde schnell zu fahren".

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, zugleich auch Vorsitzender der Vereinigung (FOTA) aller zwölf Rennställe, mahnte nach dem Rennen ein Überdenken der Regeln an. Geschäftsführer Nick Fry von Mercedes Grand Prix sagte bei "autosport.com" auf die Frage, ob das Eröffnungsrennen in Bahrain schlecht für die Formel 1 gewesen sei: "Ich denke, es wäre schlecht, wenn wir nicht reagieren würden." In knapp zwei Wochen steht mit dem Großen Preis von Australien bereits der zweite Saisonlauf auf dem Programm.

DPA/feh

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