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Formel 1: Red Bull präsentiert Vettels Dienstwagen

Große Überraschungen gab es für Sebastian Vettel bei seinem neuen Dienstwagen nicht, der RB8 hat wie so viele andere Teams eine veränderte Frontpartie mit einem kleinen Höcker, ansonsten hofft der Titelverteidiger, dass Chefdesigner Adrian Newey wieder kleine Lücken im Reglement ausnutzen konnte.

Nach Ferrari und McLaren hat mit Red Bull ein weiteres Top-Team seinen Boliden für die kommende Formel 1-Saison präsentiert. "Das Auto ist zum größten Teil aufgebaut auf dem letztjährigen Auto. Es sind kleine, aber feine Unterschiede", sagte Weltmeister Sebastian Vettel.

Das Auffälligste am neuen RB8 ist die im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich veränderte Frontpartie, die ähnlich wie beim Ferrari einen Höcker aufweist. Schuld an dieser Entwicklung ist Artikel 3.7.9 des technischen Reglements. Dort steht, dass alle Karosserieteile ab einem bestimmten Punkt nicht höher als 550 Millimeter liegen dürfen - das soll der Sicherheit der Fahrer dienen.

Ferrari mit massivem Knick

Das Problem für die Designer: Die Chassis-Höhe wurde nicht entsprechend abgesenkt. An der Übergangsstelle auf Höhe der Vorderachse beträgt sie im Durchschnitt 595 Millimeter.

Um die 40 Millimeter Differenz auszugleichen, entschieden sich einige Formel-1-Wagenbauer für einen mehr oder weniger massiven Höcker. Dieser verleiht den Autos ein gewöhnungsbedürftiges Aussehen. Vor allem der neue Ferrari F2012 fällt durch seinen massiven Knick auf. McLaren hat sich hingegen für einen geschwungenen Übergang entschieden.

In Jerez wird erstmals getestet 

Abgesehen von dieser offensichtlichen Veränderung, wurde bei Red Bull an vielen kleinen Details gearbeitet. Das Team um Chefdesigner Adrian Newey habe sich bemüht, auch in diesem Jahr die kleinen Lücken im Reglement auszunutzen, verriet Vettel.

Vettel strebt in dieser Saison seinen dritten Titel in Serie an. "Es wird extrem eng", urteilte Vettel. Die Jungfernfahrt im neuen Auto überlässt er am Dienstag bei den Tests im spanischen Jerez seinem Teamkollegen Mark Webber aus Australien. Vettel wird dann am Donnerstag auf die Strecke gehen. "Darauf hat man den ganzen Winter gewartet", sagte der Deutsche. Einen Kosenamen für sein neues Gefährt sucht Vettel noch. "Jegliche Bewerbungen sind willkommen", sagte er.

Auch Sauber stellt neues Auto vor

Vor Red Bull hatte heute auch Sauber seinen neuen C31 vorgestellt. Auch hier fiel ein Höcker auf der Frontpartie am meisten ins Auge. "Wir wollen die kommende Saison so stark beginnen wie die vergangene und dieses Niveau dann über das ganze Jahr halten", sagte Teamchef Peter Sauber. "Ziel ist, regelmäßig Punkte zu sammeln, damit wir uns in der WM deutlich verbessern."

Chefdesigner Matt Morris erklärte zu den Entwicklungen des überwiegend anthrazit und weiß lackierten Rennwagens: "Der Sauber C31-Ferrari ist in jenen Bereichen revolutionär, wo wir frische Ideen einbringen konnten, was insbesondere den Heckbereich des Fahrzeugs betrifft."

Sauber tritt mit der gleichen Fahrerbesetzung wie im Vorjahr an. "Im dritten Jahr sollten wir kontinuierlich und zuverlässig Punkte holen", forderte Kamui Kobayashi. Sergio Pérez (22) hat sich nach seinem Lehrjahr neue Ziele gesetzt. "Jetzt bin ich in der Formel 1 angekommen. Ich will mich 2012 auf jeden Fall steigern und regelmäßig bessere Ergebnisse erzielen", sagte der Mexikaner.

sportal.de / sportal

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