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Formel1: Eddie Jordan lockt Heidfeld und Frentzen

Hört Heinz-Harald Frentzen nach der Saison auf oder startet er noch einmal durch? Sein alter Jordan-Rennstall signalisiert Interesse an dem Mönchengladbacher. Ebenso wie an Nick Heidfeld.

Eddie Jordan hat Interesse an einer Verpflichtung von Nick Heidfeld oder Heinz-Harald Frentzen für die Formel-1-Saison 2004 gezeigt. "Nick Heidfeld ist immer ein Thema. Wenn ihn Sauber nicht will, ist er bei uns willkommen. Genauso wie übrigens Heinz- Harald Frentzen", sagte der Teamchef des Jordan-Rennstalls in einem Interview mit der Tageszeitung "Welt". In diesem Jahr sitzen der Italiener Giancarlo Fisichella und der Brite Ralph Firman in den Jordan-Cockpits.

Frentzen und Heidfeld nächstes Jahr frei

Der 26 Jahre alte Heidfeld und sein zehn Jahre älterer Teamkollege Frentzen sind in dieser Saison noch beim Schweizer Sauber-Rennstall unter Vertrag. Es gilt als sicher, dass die beiden Mönchengladbacher für das kommende Jahr keine neuen Verträge bei den Eidgenossen erhalten. Während Heidfeld mit Jaguar und BAR in Verbindung stehen soll, wird bei Frentzen über ein Karriereende oder einen Wechsel in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft spekuliert. Als ihre Nachfolger bei Sauber sind Fisichella und Ferrari-Testfahrer Felipe Massa im Gespräch.

Jordan hat gute Erfahrungen mit deutschen Piloten. Zu Beginn ihrer Formel-1-Karrieren fuhren auch der fünfmalige Weltmeister und heutige Ferrari-Star Michael Schumacher und sein Bruder Ralf (Williams-BMW) für den Iren.

Frentzen würde eine Rolle rückwärts machen

Ein Wechsel von Frentzen zu Jordan wäre pikant: Der Gladbacher stand bei Jordan von 1999 bis 2001 unter Vertrag und schaffte 1999 einen überraschenden dritten WM-Platz. 2001 wurde Frentzen vier Tage vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring entlassen. Der anschließende Rechtsstreit um 7,5 Millionen Dollar endete vor wenigen Wochen mit einem Vergleich. "Wir haben unseren Konflikt mit Heinz beigelegt, und alles ist jetzt in Butter", meinte Jordan.

Jordan peilt Motorenwechsel zu Mercedes an

Sein Rennstall, neben Minardi und Sauber einziges von einem Autokonzern unabhängiges Team, hat seit längerem mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Auch sportlich läuft die Saison trotz des Grand-Prix-Sieges von Fisichella in Brasilien enttäuschend. Der 55- Jährige denkt über einen Motorenwechsel von Ford zu Mercedes nach: "Ja, ich habe mit Mercedes gesprochen. Und sie scheinen tatsächlich die besten Konditionen von allen zu haben." Die Ford-Aggregate kosten schätzungsweise 20 Millionen Dollar im Jahr, Mercedes bietet ab der neuen Saison seine Motoren für zehn Millionen an.

DPA

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