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Großer Preis von Belgien: Rennleitung stößt Hamilton vom Thron

Es sah so aus, als habe sich McLaren-Mercedes Pilot Lewis Hamilton in einer dramatischen Schlussphase beim Formel 1-Rennnen von Spa durchgesetzt. Doch die Rennkommissare befassten sich mit einem seiner Überholmanöver - und machten dann Nick Heidfeld endgültig zum Regenkönig von Spa.

Von Elmar Brümmer, Spa

Ein Mikroklima mit maximalen Auswirkungen auf das Titelrennen in der Formel 1: Zwei Runden vor Schluss des Großen Preises von Belgien fiel das Comeback von Titelverteidiger Kimi Räikkönen, des bis dahin souveränen Spitzenreiters, ins Wasser. Korrekter gesagt: Es endete in einer Betonumrandung. Aber auch der Triumphator auf der Strecke, Lewis Hamilton, durfte sich nur zweieinhalb Stunden lang über den fünften Saisonsieg freuen. Dann erkannten ihm die Sportkommissare den Erfolg ab und beförderten Felipe Massa zum Sieger. Drama? Skandal? Auf jeden Fall wird nicht mehr nur übers Wetter gesprochen nach diesem Rennen.

Als echter Rain-Man aber durfte sich so oder so Nick Heidfeld feiern lassen, der in der kritischsten Phase seiner Karriere am dramatischsten Zeitpunkt des 13. WM-Laufs die goldrichtige Entscheidung traf, für eine Runde noch mal die Reifen zu wechseln. Mit dem Resultat, dass er auf den letzten sieben der 308 Kilometer noch fünf Autos überholte und sich und das BMW-Team als Dritter feiern lassen durfte. Von den Funktionären gab es noch ein Upgrade auf Platz zwei. Wasser marsch!

Fragliche Szene kurz vor Schluss

Die fragliche Szene, die diese WM mitentscheiden kann, spielte sich zwei Runden vor Schluss ab, Hamilton hatte im Eifer des Zweikampfs mit Räikkönen eine Schikane abgekürzt, aber schon Unheil geahnt und den Widersacher im Ferrari vorbeigelassen - um ihn am Ende der Gerade wieder zu schnappen. Dennoch erkannten die drei Richter auf unerlaubte Vorteilsnahme und verhängten nachträglich eine Boxendurchfahrtsstrafe gegen den Briten, die automatisch in eine Zeitstrafe um 25 Sekunden umgewandelt wurde. Dadurch rutschte Hamilton hinter Massa und Heidfeld auf Rang drei. Die WM wird eine Woche vor dem Ferrari-Heimspiel in Monza dramatisch spannend, Hamilton führt nur noch 76:74 gegen Massa.

44 Runden dauerte die Ardennen-Rundfahrt, aber nur die ersten und die letzten beiden verdienen Erwähnung. Schon am Start war Chaos programmiert, aber der Massen-Crash blieb aus: Überaus optimistische Manöver von Jarno Trulli und Heikki Kovalainen würfelten das Feld munter durcheinander. Lewis Hamilton hatte das Chaos als Schnellster hinter sich gelassen, dahinter kämpften bereits die Ferrari von Felipe Massa und Kimi Räikkönen Seite an Seite, während die beiden BMW von Nick Heidfeld und Robert Kubica von ihren aussichtsreichen Positionen abgedrängt wurden. Aber niemand ist auf der Rutschbahn von Spa vor Ausrutschern gefeit. Als Hamilton lässig in Führung liegend wieder den Knick von La Source nach dem Start passieren wollte, drehte er eine unfreiwillige Pirouette. Die anschließende, fast zwei Kilometer lange Vollgaspassage nutzte Kimi Räikkönen für ein sehenswertes Überholmanöver mit Tempo 310 - fortan konnte sich der Finne als Comebacker des Tages wähnen.

"Wenn das bestraft wird, ist was faul"

Bis sechs Runden vor Schluss die ersten Tropfen zu fallen begannen. Eine Entscheidung zwischen Mut und Übermut, aber Hamilton und Räikkönen, die nur zwei Sekunden trennten, blieb keine Wahl. Die dunklen Wolken tauchten die folgenden Manöver in ein dramatisches Licht. Als aus Nieseln Regen wurde, konnte richtig gemangelt werden. Zwei Runden vor Schluss lagen der McLaren und der Ferrari gleichauf, wären mehrfach fast kollidiert. Dann kam es zu der ominösen Szene. Hamilton gestand später ganz generell: "Ich war in jeder Hinsicht am Limit." Aber er sagte auch mit fester Stimme: "Wenn das bestraft wird, ist was faul." Das Gerangel auf der Piste ging munter weiter, potenziert durch den steten Wechsel von trockenen und nassen Streckenteilen. Mit Schrecksekunden beiderseits. Erst ritt Hamilton ins Grün aus, dann drehte Räikkönen eine Pirouette. Der Finne übertrieb die Aufholjagd und setzte den unfreiwilligen Schlusspunkt mit seinem Crash. Der Titelverteidiger hat nun 19 Punkte Rückstand auf Hamilton und 15 auf Massa.

Weit cleverer stellte es Nick Heidfeld an, der bei BMW um seine Zukunft fährt und mit dem fünften Startrang schon seinen Willen und sein Können demonstriert hatte. Er interpretierte die Wolkengebirge blitzschnell richtig und ließ vor dem vorletzten Umlauf Regenreifen aufziehen, um mit einem Harakiri-Ritt auf den letzten 14 Kilometern das Geschehen noch mal zu seinen Gunsten zu drehen. "Es war eine Sekt-oder-Selters-Entscheidung", sagte er strahlend, "ich wusste gar nicht mehr, wen ich alles überholt habe, so sehr war ich damit beschäftigt, das Auto auf der Piste zu halten. Ein phantastisches Wochenende für mich." Sebastian Vettel als Sechster dürfte sich dem anschließen. Timo Glock wurde nachträglich von den Funktionären der achte Rang aberkannt.

Der Sport wird zum Drama, das Drama zum Politikum. Was ein bisschen Regen alles ausmachen kann...

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(